Einzelhandel weiter auf Wachstumskurs

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Die deutschen Verbraucher befinden sich nach wie vor in Konsumlaune, was sich in steigenden Einzelhandelsumsätzen niederschlägt. Der Online-Handel hat starke Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel. Aber möglicherweise fällt diese Trennung in Zukunft weg.

Ohne Nahversorgung ist unser tägliches Leben nur schwer möglich. Oder wollen Sie sich vorstellen wie es ist, wenn Sie nicht regelmäßig in den Supermarkt gehen könnten um sich mit Essen und Hygieneprodukten zu versorgen? Wohl besser nicht. Auch für Investoren ist die Assetklasse Nahversorgung zunehmend interessant, wie gestern bei der Vorstellung des HAHN Retail Real Estate Reports klar wurde, den die Hahn Gruppe in Kooperation mit CBRE, bulwiengesa und dem EHI Retail Institute erstellt hat. Daraus geht hervor, dass im vergangenen Jahr die Umsätze im deutschen Einzelhandel ein weiteres Mal gewachsen sind. So lagen diese im Jahr 2018 mit 526,8 Mrd. Euro um 2,5 % über dem Vorjahreswert und setzt damit die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. „Wir erleben eine dramatische Umsatzsteigerung in den letzten Jahren“, so Ralf-Peter Koschny, CRE FRICS, Vorstand von bulwiengesam, bei der gestrigen Vorstellung des Markeberichts im Rahmen einer Presseveranstaltung in Franfkurt. Mit dem Umsatzwachstum geht auch ein Flächenwachstum einher. So ist laut Handelsverband Deutschland die Summe der Verkaufsflächen im vergangenen Jahr um 0,9 auf 125 Mio. m² gestiegen.

Auch im laufenden Jahr entwickelt sich der Einzelhandel ebenfalls positiv. So wurde im ersten Halbjahr ein Wachstum von 2,9 % erzielt und bulwiengesa rechnet mit weiterem Wachstum, das sich jedoch aufgrund der internationalen Handelskonflikte, der Unsicherheit durch den Brexit und der weltweiten Konflikte abschwächen könnte. Ungeachtet dieser Unsicherheiten zeigen sich die deutschen Einzelhändler nach wie vor optimistisch. So gaben in der HAHNExpertenbefragung 60 % der Befragten an, dass sie für das zweite Halbjahr 2019 steigende stationäre Umsätze erwarten. Im Vorjahr äußersten sich nur 52 % in dieser Weise. Mit stabilen Umsätzen rechnen 28 % der Studienteilnehmer, neun Prozentpunkte weniger als bei der Vorjahresbefragung, 12 % glauben, dass die Umsätze im zweiten Halbjahr schwächer ausfallen werden, ein Prozentpunkt mehr als bei der Vorjahresbefragung.

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