Eine runde Sache

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Die Deutschen sind ein Volk der Mieter: 47 % der Bundesbürger wohnen nicht in den eigenen vier Wänden, sondern nur zur Miete. Rund 40 Millionen Mieter bieten großes Potenzial für Wohnimmobilienfonds, die ganz unterschiedliche Anlagestrategien verfolgen.
Der rasche Wiederaufbau der zerstörten Städte in Westdeutschland gelang nur dank des Baus von Wohnblocks und großen Mehrfamilienhäusern. Einfamilienhäuser hatten hier eine niedrigere Gewichtung. Vielleicht ein Grund dafür, dass Deutschland mit 53 % die geringste Wohneigentumsquote innerhalb der EU hat, wo der Durchschnitt 70 % beträgt. Viele dieser Miethäuser werden in Immobilienfonds aufgeteilt. Ein Geschäftsmodell, das bspw. die PROJECT Investment Gruppe seit 1995 für alle Investorengruppen als Projektentwickler erfolgreich betreibt. Aktuell haben die Bamberger die Fonds „Wohnen 15“ und „Metropolen 16“ im Vertrieb. Der nächste Fond steht laut Alexander Schlichting, geschäftsführender Gesellschafter der PROJECT Vermittlungs GmbH, bereits in den Startlöchern. „Wir planen, zur Jahresmitte ein Nachfolgeangebot für den semi-professionellen Immobilienentwicklungsfonds ‚Metropolen SP2‘ aufzulegen. Dieser kann wie der Vorgänger ab 200.000 Euro zzgl. 3 % Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.“ PROJECT konzentriert sich beim Investment auf ausgewählte Metropolregionen und ist, neben den Agglomerationen der A-Städte Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf und Wien, auch in der Metropolregion Nürnberg aktiv.

Fokus auf Metropolregionen

Nürnberg zählt mit 3,5 Millionen Einwohnern und einem BIP von 120 Mrd. Euro zu den zehn größten Wirtschaftszentren in Deutschland. Die Frankenmetropole war im Mittelalter einer der bedeutendsten deutschen Städte und wurde von vielen Kaisern als Aufenthaltsort gewählt, wovon heute noch die über der Stadt thronende Burg zeugt. Das Nürnberg der Gegenwart ist durch eine lebendige Gründerszene, zahlreiche Global Player und Hidden Champions, dynamische Dienstleister, zukunftsfähige Produktionsstätten und einen innovativen Mittelstand geprägt. Dadurch verzeichnet die Stadt ein kontinuierliches Einwohnerwachstum, so dass dort die Nachfrage nach Wohnraum steigt. Durch mehrere Hochschulen und Forschungszentren ist zudem ein nachhaltiges Reservoir an hochqualifizierten Fachkräften vorhanden. Laut Schlichting ist zukünftig auch die Erschließung neuer Regionen geplant. „Neben unseren fünf Kernregionen bauen wir unsere Aktivitäten an den Standorten Düsseldorf und Wien in diesem Jahr weiter aus, d. h. wir werden weitere Grundstücke mit dem Ziel einer Immobilienentwicklung ankaufen.“ Sowohl am Rhein als auch an der Donau trifft PROJECT dabei auch Städte mit wachsender Bevölkerung. So geht der erste Wiener Wohnungsmarktbericht des Wohnungsunternehmens Buwog Group und des Immobiliendienstleisters EHI Immobilien GmbH davon aus, dass bis zum Jahr 2023 in der österreichischen Hauptstadt 200.000 Menschen mehr leben werden und Wien dann die 2-Millionen-Einwohner-Marke überschreiten wird. Bis zum Jahr 2075 wird ein weiterer Bevölkerungsanstieg auf ca. 2,2 Millionen Einwohner prognostiziert. Damit würde Wien wieder die Bevölkerungszahl erreichen, die es bis zum Ersten Weltkrieg hatte, als es die fünftgrößte Stadt der Welt war. Die Bevölkerungsberechnungen von Nordrhein-Westfalen erwarten, dass die Einwohnerzahl Düsseldorfs bis 2040 um 12 % auf knapp 700.000 Menschen steigt, eine Marke, die die Landeshauptstadt zuletzt im Jahr 1962 erreichte. Aufgrund des Bevölkerungszuzuges ziehen die Mieten in Düsseldorf kräftig an. PROJECT will noch in diesem Jahr die erste Immobilienentwicklung in Köln starten. Auch hier stoßen die Bamberger auf einen Wachstumsmarkt, denn seit der Jahrtausendwende steigt die Einwohnerzahl in der Domstadt kontinuierlich an und hat 2010 die Millionengrenze überschritten. Prognosen gehen davon aus, dass Köln weiter wächst und im Jahr 2040 mehr als 1,2 Millionen Einwohner
zählen wird.
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