Drei prägende Trends

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Andere Zeiten, andere Größen: Im Jahr 1747 überschritt mit Berlin erstmals eine deutsche Stadt die Marke von 100.000 Einwohnern. Heute gibt es in Deutschland ca. 80 Großstädte, in denen mit ca. 26 Mio. Menschen ein gutes Drittel der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik leben, davon wiederum ein Drittel in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln. Angesichts der aktuellen Entwicklung ist wohl davon auszugehen, dass sowohl die Anzahl der Großstädte als auch deren Bevölkerungszahl eher zu- als abnehmen wird.

Andere Zeiten, andere Größen: Im Jahr 1747 überschritt mit Berlin erstmals eine deutsche Stadt die Marke von 100.000 Einwohnern. Heute gibt es in Deutschland ca. 80 Großstädte, in denen mit ca. 26 Mio. Menschen ein gutes Drittel der Gesamtbevölkerung der Bundesrepublik leben, davon wiederum ein Drittel in den vier Millionenstädten Berlin, Hamburg, München und Köln. Angesichts der aktuellen Entwicklung ist wohl davon auszugehen, dass sowohl die Anzahl der Großstädte als auch deren Bevölkerungszahl eher zu- als abnehmen wird. „Die Urbanisierung zieht immer mehr Menschen in die Metropolen. Das führt zu einer Verknappung von Wohnraum, der viele Städte vor Herausforderungen stellt“, so Sebastian Zehrer, Vice President Leiter Research & Unternehmenskommunikation der Wealthcap Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH. „Für das Wohnen der Zukunft ist im Zuge der stattfindenden Urbanisierung vor allem die städtische Raumplanung eine Herausforderung“, ergänzt Juliane Mann, Vorstand Vertrieb und Marketing der PROJECT Immobilien Wohnen AG.

Aber nicht nur die städtische, auch Raumplanung innerhalb der Wohnungen steht aufgrund der Urbanisierung vor Veränderungen. „Grundsätzlich gehen wir langfristig davon aus, dass Wohneinheiten kleiner, dafür aber auch smarter in Flächennutzung und Einbindung von digitalen Komponenten werden“, prognostiziert Sebastian Zehrer, der somit von der Umkehrung eines langjährigen Trends ausgeht: Als in den 1960er Jahren die aus dem Zweiten Weltkrieg resultierende Wohnungsnot endgültig gelindert war, lag die durchschnittliche Wohnfläche bei 22 m² pro Person. Weil sich durch den wirtschaftlichen Aufschwung viele Menschen immer größere Wohnungen leisten konnten und zudem die Zahl der Singlehaushalte zunahm, stieg die durchschnittliche Wohnfläche bis zum Jahr 2017 auf 44,6 m². Die Wohnfläche an sich ist aber erst einmal nur eine Zahl und sagt nur wenig darüber aus, wie die Wohnung genutzt wird. Wenn es um die optimale Nutzung der Wohnfläche angeht, sieht Juliane Mann große Vorteile bei neu errichteten Gebäuden. „Dank intelligenter Grundrisse passen sich moderne Neubauten gleichzeitig über Generationen hinweg flexibel einer breiten Zielgruppe an.“ Die Immobilienexpertin erwähnt zudem, dass bei Neubauten die Nutzung moderner Technologien eine zunehmend wichtigere Rolle spiele. „Immer öfter werden technische Gewerke, wie beispielsweise Licht, Sonnenschutz oder Raumtemperatur über das Smartphone angesteuert oder es können Paket- und Wäschedienste gebucht werden.“

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