Diese Versicherungen zahlen sich für Wintersportler aus

26.11.2020

Foto: © Simon - Pixabay.com

Sobald auf den Bergen eine dicke Schneedecke vorhanden ist, zieht es Urlauber aus der ganzen Welt in unterschiedlichste Wintersportgebiete. Bei den bevorstehenden Abenteuern und schnellen Abfahrten denken jedoch nur die wenigsten an die Folgen eines möglichen Unfalls oder anderer unerwünschter Begleiterscheinungen. Zusammen mit der Checkliste des Reisegepäcks ist es daher auch ratsam, die eigenen Versicherungen im Auge zu behalten und im Bedarfsfall entsprechend zu handeln.

Die Haftpflichtversicherung im Gepäck

Eine der wichtigsten Versicherungen für die nächsten Winterurlaube ist in jedem Fall die Haftpflichtversicherung. Selbst besonders sichere Ski- oder Snowboardfahrer können bei zu schnellem Tempo oder einem waghalsigen Manöver die Kontrolle verlieren. Wird dabei ein anderer Pistenteilnehmer in seiner Gesundheit gefährdet, muss ohne Versicherung mit dem eigenen Privatvermögen gehaftet werden. Besteht kurz vor der Abreise noch kein Vertrag, sollte eine Ganzjahrespolice abgeschlossen werden, die auch im Alltag dem eigenen Schutz dient. Kurzfristige Verträge, die nur während des Urlaubs gelten, sind aus finanzieller Sicht eher nicht rentabel.

Die Hausratversicherung zahlt sich beim Winterurlaub aus

Die Hausratversicherung auf Reisen ist zwar nicht verpflichtend, kann aber einige Vorteile mit sich bringen. Sowohl das Handgepäck als auch die Ausrüstung inklusive Skischuhe, Stöcke oder das Snowboard sind innerhalb des Ferienhauses oder Hotelzimmer mitversichert. Sollten jene Wertgegenstände gestohlen werden, kann die Hausratversicherung die entstandenen Verluste wieder ausgleichen.

Bei diesem Versicherungsschutz müssen allerdings wichtige Details beachtet werden. Wird die Ausrüstung aus der Kreuzfahrtkabine oder vor der Unterkunft gestohlen, greift der Schutz der Hausratversicherung nicht. Verluste durch Brand, Stürme oder andere extreme Wetterbedingungen werden jedoch entschädigt.

Die Private Unfallversicherung deckt alle Lücken ab

Bei waghalsigen Manövern auf der Skipiste steht nicht nur die Gesundheit anderer Pistenfahrer auf dem Spiel. Mögliche Behandlungskosten sowie ein Krankenhausaufenthalt nach einem Unfall werden zwar grundsätzlich von der gesetzlichen Krankenversicherung gedeckt. Handelt es sich um eine besonders schwere Verletzung ist möglicherweise eine Bergung per Hubschrauber notwendig. Die dadurch entstehenden Kosten, welche mehrere Tausend Euro umfassen können, werden nur mit einer privaten Unfallversicherung entsprechend abgedeckt. Sollten daraus Langzeitfolgen bzw. sogar die Invalidität eintreten, wird das eigene Budget mit einer solchen Versicherung nicht belastet.

Abgesehen von den Bergungskosten können mit einer privaten Unfallversicherung noch weitere Transportmöglichkeiten abgedeckt werden. In den berücksichtigten Rückholkosten sind im Normalfall sowohl die Heimreise als auch die Verlegung in ein Krankenhaus in Wohnnähe inkludiert.

Extra Krankenschutz im Ausland

Besucht man für den eigenen Winterurlaub keine Skipiste in der Heimat, gelten in puncto Gesundheit nochmals andere Vorzeichen. Selbst innerhalb der Europäischen Union erfolgt ohne passenden Versicherungsschutz nur eine Behandlung gegen Vorkasse. In diesem Fall ist eine private Unfallversicherung bei weitem nicht ausreichend. Bei Urlauben im Ausland sollte jeder Reiseteilnehmer daher eine Auslandskrankenversicherung abschließen.

Ein Police dieser Art ist aus vielerlei Hinsicht sinnvoll. Die gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland erstattet nur jene Summe, welche die Behandlung hierzulande gekostet hätte. Besteht hier eine große Differenz, werden die eigenen Finanzen stark belastet. Besonders wichtig ist eine Auslandskrankenversicherung für Aufenthalte außerhalb Europas. Hier kann überhaupt keine Rückzahlung durch die Pflichtversicherung ermöglicht werden.