Diese Herausforderungen lauern beim Eigenheim

Das neue Eigenheim steht im Grünen, das Grundstück ist vielleicht sogar schon erschlossen. Dennoch können noch einige andere Schwierigkeiten auf die neuen Eigenheimbesitzer zukommen./ Foto: © js-photo - fotolia.de

Noch besteht auch 2019 die Möglichkeit, für passables Geld in eine Immobilie zu investieren und sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen oder eine sichere private Altersvorsorge abzuschließen – in Anbetracht der Niedrigzinsen keine schlechte Idee. Doch die Schwierigkeiten, denen deutsche Immobilienkäufer dabei begegnen, nehmen den älteren Problemen beim Hausbau gegenüber nicht gerade ab. Im Gegenteil: Mit Blick auf die Zukunft scheint es noch mehr zu beachten zu geben, als bisher.

Immobilienkauf aufgrund der niedrigen Zinsen attraktiv?

Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln haben in einer Studie Ende vergangenen Jahres 2018 über einen Zeitraum von fünf Jahren untersucht, wie sich Löhne und Mieten zueinander verhalten und wie sich die Kosten für den Erwerb von Wohnraum in dieser Zeit verändert haben. Das für viele vielleicht überraschende Ergebnis: Die Wohnkosten sind zwar von 2013 bis 2017 angestiegen – eine Tatsache, die vielerorts und -seits für zahlreiche Klagen sorgte und eine riesige Debatte auslöste. Allerdings trafen die Wohnkosten vielfach auch auf gestiegene Löhne: Die Mietpreise sind in zwei Dritteln der Regionen relativ zum Einkommen damit nicht teurer, sondern tatsächlich günstiger geworden. Selbst in einigen Ballungsräumen, wie Frankfurt, Hamburg, Köln oder Düsseldorf, konnten sich Arbeitnehmer im Jahr 2017 mehr Wohnfläche leisten als noch vor einigen Jahren.

Wie positiv die Studie in Sachen Mieten auch klingen mag, was den Eigenheimerwerb betrifft, sieht es schon ein wenig anders aus. Die Daten lassen darauf schließen, dass es seit 2013 kontinuierlich teurer wurde, sich etwa eine eigene Wohnung zu kaufen. In 63% der Kreise sind die finanzierbaren Wohnflächen zurückgegangen.

Wer allerdings das, was an Miete zu zahlen ist, 25 Jahre lang in Zins und Tilgung steckt, kann sich immerhin den Erwerb größerer Wohnfläche als die Jahre zuvor leisten. Gerade die aktuell niedrigen Zinsen sind es letztlich auch, die den Immobilienkauf oder -bau derzeit trotz steigender Preise auch 2019 noch attraktiv machen dürften.

Wichtig ist hinsichtlich der Zinsen bei einer Finanzierung, dass etwa lange Zinsfestschreibungen vereinbart werden. Es fällt für eine lange Zinsfestschreibung ein Aufschlag von derzeit etwa 0,7% im Vergleich bei einer Zinsbindung von 10 zu 20 Jahren an, allerdings ist das Risiko für einen Kreditzinsanstieg in den kommenden Jahren zu hoch, um mit einer geringen Laufzeit kurzfristig auf Einsparungen zu setzen. Zinsrechner im Netz können bei der Überlegung helfen. Wer die aktuelle Niedrigzinsphase auch unbedingt ausnutzen möchte und auf der Suche nach einem passenden Kredit ist, allerdings einen Schufa-Eintrag hat, muss noch einmal einige andere Dinge beachten. In jedem Fall sollte eine Selbstauskunft eingeholt werden. Außerdem ist die Zahl der (privaten) Geldgeber, die trotz Schufa zur Vergabe eines Kredites bereit sind, natürlich deutlich begrenzter, weshalb sich gut informiert werden muss – unmöglich ist der Wunsch allerdings nicht.

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