Deutsche Schlusslicht bei Digitalem Banking

Bankgeschäfte per Smartphone erledigen -das kommt nur für eine Minderheit der Deutschen in Frage / Foto: © Konstantin Yuganov-fotolia.com

Deutschlands Nachbarn sind dem digitalen Banking deutlich aufgeschlossener als die Bürger der Bundesrepublik. Dies hängt weniger mit der Verbreitung digitaler Endgeräte als vielmehr mit dem Vertrauen in diese zusammen.

Die Deutschen nutzen Smartphone und Co. deutlich seltener für finanzielle Dienstleistungen als ihre europäischen Mitbürger. Das zeigt eine Studie der ING-DiBa, die in 13 europäischen Ländern sowie Australien und den USA durchgeführt wurde. So gaben lediglich 37 % der deutschen Smartphone-Besitzer an, ihr Gerät schon einmal für die Inanspruchnahme von Finanzdienstleistungen verwendet zu haben. Im europäischen Durchschnitt waren es 57 %. Die Zahlen sind allerdings nicht damit zu begründen, dass die Deutschen grundsätzlich der neuartigen Technologie gegenüber abgeneigt sind, denn die Verbreitung von Smartphone, Tablet und Co. liegt in Deutschen auf einem ähnlichen Niveau wie im europäischen Durchschnitt. Hauptgrund für die geringere Nutzung dieser Geräte in Finanzfragen ist das fehlende Vertrauen der Konsumenten in die Sicherheit der Technologie. Dies gaben 68 % der Befragten als Grund an, die keine Mobile-Banking-Dienstleistungen nutzen. In keinem anderen Land wurde die ablehnende Haltung gegenüber Mobile Banking so häufig mit dem fehlenden Vertrauen begründet wie in Deutschland. Die Ergebnisse bezüglich des Mobile Bankings decken sich auch mit den Ergebnissen einer Anfang Mai von der ING-DiBa veröffentlichten Studie, nach der in keinem anderen Land sich weniger Menschen vorstellen können, auf Bargeld zu verzichten, wie in Deutschland. Auch hier war fehlendes Vertrauen in die Sicherheit in nicht-bare Zahlungsmethoden der Hauptgrund für das Ergebnis.

Deutschland umgeben von Mobile-Banking-Freunden

Deutschlands Nachbarn sind dem Mobile-Banking gegenüber deutlich aufgeschlossener als die Bürger der Bundesrepublik. Während Österreich, wo 47 % der Smartphone-Besitzer ihr Gerät schon einmal für Banking genutzt haben, 10 Prozentpunkte unter dem europäischen Durchschnitt liegt, sind es in Frankreich mit 57 % genau der Durchschnitt. Überdurchschnittlich häufig wird das Smartphone für Bankgeschäfte in den Niederlanden (64 %) und Polen (65 %) genutzt.

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