Daumen hoch zu Down Under

Eine der Sandelholzplantagen von Jäderberg & Cie. in Australien / Foto: © Jäderberg & Cie.

Die inzwischen überwundenden wirtschaftlichen Probleme des australischen Vertragspartners haben immer noch negative Auswirkungen auf das Geschäft von Jäderberg & Cie. Das Hamburger Unternehmen räumt nun mit zahlreichen Falschbehauptungen in diesem Fall auf.  

Im März 2017 geriert QUINTIS, der australische Vertragspartner von Jäderberg & Cie. in die Negativschlagzeilen: Der Börsenkurs des Dienstleister für die Bewirtschaftung der Sandelholzplantagen und Verpächter der Plantagengrundstücke, fiel binnen sechs Wochen um 80 %, weshalb der Börsenhandel freiwillig ausgesetzt wurde. In der Folge wurden neue Gesellschafter gesucht, um mit frischem Kapital börsenunabhängig zu werden. Dieses Vorhaben lief planmäßig und war Ende 2017 unterschriftsreif.

Verschiedene Gründe führten jedoch zu weiteren Verzögerungen, sodass QUINTIS am 20. Januar Gläubigerschutz („Voluntary Administration“) beantragte, um die Rekapitalisierung in einem geordneten Verfahren zu strukturieren. In den Schlagzeilen war nun häufig von einer Insolvenz des Unternehmens die Rede. Dabei wurde aber nicht bedacht, dass das Verfahren nicht die Liquidierung oder Zerschlagung von QUINTIS zum Ziel hatte, sondern dessen Neuaufstellung. Dieses Ziel konnte innerhalb des vorgegebenen Zeitplans erfolgreich umgesetzt werden. So wurde Ende 2018 die neue, börsenunabhängige QUINTIS mit frischem Eigenkapital von neuen, international angesehenen Investoren ausgestattet.

Um die zahlreichen Gerüchte zu entkräften, die im Internet über diesen Vorgang existieren, beantwortet Jäderberg & Cie im Folgenden nun die wichtigsten Fragen:

1. Wie kam es zu der Krise von Quintis und zur Notwendigkeit einer Rekapitalisierung?

• Das Management von Quintis hatte sich Mitte Mai 2017 entschlossen, die Quintis-Aktie freiwillig vom Börsenhandel aussetzen zu lassen, da ihr Aktienkurs innerhalb von sechs Wochen um rund 80% eingebrochen war.

• Durch diesen Kursverfall waren das Vertrauen des Kapitalmarkts in Quintis erheblich gestört und der notwendige Zugang zu Finanzmitteln über den Kapitalmarkt stark gefährdet.

• Ausgelöst wurde dieser Kursverfall insbesondere durch negative Veröffentlichungen eines US-amerikanischen Hedgefonds (Glaucus, propagandistischer Leerverkäufer).

• Hierdurch entstand ein negativer Sog, der durch weitere Negativmeldungen befeuert wurde und bei größeren Anlegern quasi automatisch typische „Stop-Loss“-Regeln (zur Vermeidung weiterer Verluste) auslöste.

• Meldungen hierzu unter ASX.com.au, Börsenticker „QIN“.

Wie die Rekapitalisierungsbemühungen verliefen, lesen Sie auf Seite 2