Mehr Archive - finanzwelt

Selbstwert ist Geld wert

Mehr Erfolg, besseres Miteinander: Wie Mitarbeiter, Führungskräfte und Selbständige in der Finanzbranche von mehr Selbstwert profitieren. Mit einem gesunden Selbstwertgefühl fällt es oft leicht, erfolgreich zu sein – auch finanziell. So wird etwa ein Kundenberater,...
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Sind kurz laufende Anleihen das bessere Festgeld?

Die in Deutschland sehr beliebte Anlageklasse „Festgeldanlagen" ist extrem gering verzinst und deshalb besonders von der oft zitierten „kalten Enteignung" betroffen. Renditestärkere Alternativen sind gefordert. Mit der Anlageklasse „Festverzinslich" lässt sich nur noch mit größerem Wagemut eine Vermögenssteigerung erreichen – vielleicht. Nur eine Mischung verschiedener Anlagen schafft es, ein inflationsgeschütztes Wachstum zu erzielen; mit Festverzinslichen alleine gelingt dies nicht. Es sei denn, man geht von mutigen Annahmen aus und kauft schlechte Bonitäten, wie zum Beispiel Mittelstandsanleihen oder Papiere mit längeren Restlaufzeiten.
Sicherheitsorientierte Anleger beschäftigen sich jedoch häufig nur mit der Eingangsfrage und suchen im kurzfristigen Bereich Anleihen, deren Rendite oberhalb des Festgeldniveaus liegt. Oberflächlich betrachtet gibt es tatsächlich vereinzelte Anleihen mit entsprechendem Aufschlag zum Festgeld. Aber Vorsicht: was bleibt nach Abzug aller Kosten übrig? Der Anleger muss zunächst die Geld-/Briefspanne beachten. Hierbei verliert er die ersten Basispunkte an Rendite an den jeweiligen Börsenbetreiber. Hinzukommen die Bankspesen, sodass am Ende die eher ernüchternde Erkenntnis „außer Spesen nix gewesen" steht. Also sind kurz laufende Anleihen nicht das bessere Festgeld.
Ausdrücklich warne ich vor dem Versuch, ein mehr an Rendite durch die Erhöhung der individuellen Risikoneigung zu erreichen. Das geschieht häufig unbewusst – man sucht die passende Anlage zur passenden Rendite. Am Ende ist der Sparer meist nur reicher an Erfahrung: es bleibt die ernüchternde Erkenntnis, dass der „Spargroschen" definitiv der kontinuierlichen Entwertung entgegensieht und alternative Anlagekonzepte „alternativlos" sind.


(Autor: Malte Jungmann, Kundenbetreuer, Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen AG)

Industriezykliker, Luxusgüter und Finanzwerte unter Druck

Angesichts des relativ geringen Gewichts Russlands im internationalen Handel glauben wir nicht, dass diese kurzfristige negative Auswirkung auf das Vertrauen einen dauerhaften Einfluss auf die wirtschaftliche Dynamik haben wird. Vorausgesetzt, der Konflikt weitet sich...
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Gothaer Leben: Vorstandsvorsitzender scheidet aus

(fw) „Wir bedauern es sehr, dass sich Helmut Hofmeier zu diesem Schritt entschlossen hat. Wir hätten die Zusammenarbeit mit ihm sehr gern fortgesetzt. Er hat die Lebensversicherungssparte der Gothaer in den letzten Jahren mit viel Weitsicht und großem Sachverstand geführt und die strategische Ausrichtung der Gothaer Leben hin zur Absicherung von biometrischen Risiken, bAV und fondsgebundenen Produkten in einem äußerst schwierigen Marktumfeld sehr erfolgreich vorangetrieben. Für sein großes Engagement für das Unternehmen möchte ich ihm ganz herzlich danken", so Dr. Werner Görg, Vorstandsvorsitzender der Gothaer.

Dr. Roland Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Gothaer, ergänzt: „Helmut Hofmeier ist nicht nur im Unternehmen, sondern auch in der gesamten Branche als anerkannter Experte sehr geschätzt und hat maßgeblich zum Unternehmenserfolg der Gothaer beigetragen. Auch der Aufsichtsrat bedauert sein Ausscheiden sehr und wünscht ihm für seinen zukünftigen Weg weiterhin viel Erfolg."

Der 48jährige Diplom-Mathematiker und Diplom-Physiker Hofmeier begann seine Karriere bei der Gothaer 1995 in der mathematischen Abteilung in Göttingen, deren Leitung er 1997 übernahm. Seit 2001 war er Mitglied der Vorstände der Gothaer Lebensversicherung AG und der ASSTEL Lebensversicherung AG, im Dezember 2003 wurde er zudem in den Vorstand der Gothaer Krankenversicherung AG berufen.

Im Januar 2006 übernahm er den Vorstandsvorsitz der Gothaer Lebensversicherung AG und wurde in den Vorstand der Gothaer Versicherungsbank VVaG berufen. Zudem war er Verantwortlicher Aktuar für alle Konzern-gesellschaften.


Der Gothaer Konzern ist mit über vier Milliarden Euro Beitragseinnahmen und rund 3,5 Mio. versicherten Mitgliedern einer der größten deutschen Versicherungskonzerne. Angeboten werden alle Versicherungssparten.


www.gothaer.de
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US-Zinsanstieg …

Für Aktieninvestoren ist es in diesem Zusammenhang entscheidend, sich die Bilanzen der einzelnen Unternehmen genau anzusehen. Nicht zuletzt daraufhin, ob es Widersprüche gibt zwischen der Währung, in denen sie Fremdkapital aufnehmen und der Währung, in denen sie die Zinsen zahlen. Allerdings hat die Verschuldung von Unternehmen in den Schwellenländern in harten Fremdwährungen wie dem US-Dollar abgenommen.

Politisch unterscheidet sich das laufende Jahr deutlich von 2014. Das vergangene Jahr war gekennzeichnet von Hoffnungen, die sich mit den Wahlen in vielen Schwellenländern verbanden. Nach dem Wahljahr liegt es jetzt an den Regierungen, Reformpläne zu entwickeln und umzusetzen, damit die weitere wirtschaftliche Entwicklung an Stabilität gewinnt. Ein gutes Beispiel dafür ist Indien, wo die neue Regierung ihre angekündigten Strukturreformen in verschiedenen Bereichen fortsetzt. Zudem hat die indische Regierung den gesunkenen Ölpreis als Anlass genommen, um Kraftstoffsubventionen zu beseitigen, die den Staatshaushalt in der Vergangenheit belastet haben.

Manchen Schwellenländern dürften auch die gesunkenen Rohstoffpreise zugutekommen. Zwar ist unter Investoren die Annahme weit verbreitet, dass rückläufige Preise für Industriemetalle, Öl und Gas sowie für Agrargüter negativ für diese aufstrebenden Volkswirtschaften sind. Dies trifft beispielsweise auf einige Länder im Mittleren Osten oder in Lateinamerika sowie auch auf Russland zu. Nicht wenige Emerging Markets, vor allem in Asien, sind aber Nettoimporteure von Rohstoffen. Und insbesondere für Volkswirtschaften in der Frühphase der Entwicklung mit Haushaltseinkommen von 2.000 bis 3.000 Dollar pro Jahr führt ein Preisrückgang von 40 % bei Öl oder Nahrung dazu, dass die Menschen mehr für Konsumgüter ausgeben können. Niedrige Rohstoffpreise können deshalb die heimische Nachfrage stimulieren, wovon vor allem Hersteller von Basiskonsumgütern profitieren.


Autor: Alex Homan, Investment Director, Global Emerging Markets Fidelity Worldwide Investment
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Rechtzeitig abschalten!

Am 26. April 2016 jährt sich die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Zehntausende Menschen sind bis heute durch die radioaktive Verseuchung gestorben. 65 Mio. Menschen wurden verstrahlt. Trotz Energiewende ist die Gefahr nicht gebannt. (fw/rm) Die Risiken...

kfW: Deutsche Wirtschaft mit solidem Wachstum

Nach einem aus ökonomischer Sicht sehr guten ersten Halbjahr startet die deutsche Wirtschaft in robuster Verfassung in die zweite Jahreshälfte. Aufgrund eines besser als erwartet ausgefallenen Wachstums im zweiten Quartal (+0,4 Prozent ggü. Vorquartal) revidiert KfW Research seine nach dem Brexit-Votum auf 1,5 Prozent gesenkte Konjunkturprognose für das laufende Jahr wieder leicht nach oben auf 1,8 Prozent.
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Wenn ein DAX-ETF nur Japan-Aktien kauft

Anleger können mit Indexfonds (ETFs) kostengünstig ganze Märkte oder Indizes mit einem einzigen Produkt kaufen. Doch was sich einfach anhört, ist im Detail reichlich kompliziert. Denn: Index ist längst nicht gleich Index und nicht immer ist im ETF drin, was draufsteht.

Teilweise unterscheiden sich die Indizes in ihrer Bauweise erheblich. Grob gesagt gewichten die Indizes entweder die Kurse der enthaltenen Aktien, zum Beispiel entsprechend der Marktkapitalisierung der Unternehmen, oder sie addieren deren Kurse. Indizes, bei denen die Kurse schlicht addiert werden – wie beim Nikkei 225 oder beim Dow Jones Industrial Average – verzerren tendenziell das Bild vom Börsengeschehen.

So bringt das Unternehmen Fast Retailing im japanischen Nikkei 225 mit über neun Prozent das größte Gewicht auf die Indexwaage. Wenn der Kurs dieser hochpreisigen Aktie um ein Prozent steigt, verändert dies den Index viel stärker als ein einprozentiger Kurszuwachs bei einer Aktie mit niedrigem Kursniveau. Im breiter angelegten Topix-Index, der die Aktien nach der Marktkapitalisierung der Unternehmen gewichtet, kommt der Einzelhändler indes nur auf 0,4 Prozent. Sollte es bei Fast Retailing zu einem Aktiensplit von eins zu zwei kommen, würde sich das Indexgewicht im Nikkei auf rund 4,5 Prozentpunkte halbieren, während im Topix quasi alles beim Alten bliebe.

Ähnlich sieht es beim Dow Jones aus. Im Dow Jones hat – anders als bei der S&PIndexfamilie – nicht Apple das höchste Gewicht, sondern die Investmentbank Goldman Sachs.

Bei den DAX-Unternehmen wiederum werden nur handelbare Aktien berücksichtigt. Das heißt: Um die für den Index relevante Marktkapitalisierung zu berechnen, wird der Aktienkurs mit der Zahl der zum Handel zugelassenen Aktien multipliziert.

Von Bedeutung ist auch, ob der im ETF abgebildete Index ein Performance- oder ein Kurs-Index ist. Im ersten Fall werden alle Dividenden in den Index reinvestiert, was sich direkt im ETF widerspiegelt. Bei Preisindizes werden die Dividenden hingegen ausgeschüttet, meist vier Mal im Jahr. Das bedeutet aber nicht, dass die Fondsbesitzer leer ausgehen, denn die ETFs sind gesetzlich verpflichtet, erhaltene Dividenden an die Anteilseigner weiterzugeben – auch dann, wenn es sich um einen reinen Kurs-Index handelt. Da ein ETF auf einen Preisindex für die Ausschüttung Barmittel halten muss, kann es jedoch sein, dass er der Benchmark in einer Hausse etwas hinterher hinkt.

Nicht genug damit, dass schon die Indexanbieter wie Dow Jones und DAX jeweils eigene Wege gehen – auch die ETF-Anbieter verwenden verschiedene Methoden für ihre Indexfonds: etwa die volle und die synthetische Replikation. Im ersten Fall werden alle Aktien genau in dem Verhältnis gekauft, wie sie der Index enthält – das ist wohl das, was Anleger spontan erwarten würden. Im zweiten Fall können die Indizes über eine komplizierte Konstruktion mit Derivaten nachgebildet werden, ohne dass der ETF die im Index enthaltenen Aktien überhaupt kaufen muss. So könnte etwa ein synthetisch replizierter ETF auf den DAX theoretisch nur Japan-Aktien im Portfolio haben, ohne dass es der Anleger weiß.

Fazit: Die Idee hinter den ETFs, komplizierte Dinge zu vereinfachen, ist lobenswert, doch die Realität birgt einige Fallstricke. Anleger sollten daher genau prüfen, wie sowohl die Indizes als auch die ETFs beschaffen sind, in die sie investieren wollen.


Autor: Michael Reuss, geschäftsführender Gesellschafter Huber, Reuss & Kollegen Vermögensverwaltung GmbH

Die Rückkehr der Inflation und die Investoren

„Was früher oder später passieren musste, geschieht nun tatsächlich: Nach Jahren einer nie dagewesenen Reflationierungs-Politik rund um den Globus hat die Inflation zu steigen begonnen. Insbesondere in den USA zogen Spot- und Forward-Inflationsindikatoren nach...

Managerwechsel beim DVAG Versicherer

2015-04-24 (fw/db) Christoph Schmallenbach (52) wird nach Zustimmung der Aufsichtsräte der AachenMünchener AG (AM), Tochter der Generali Deutschland Holding AG, am 28. April 2015 an die Stelle von Michael Westkamp (65) treten und zum 1. Mai 2015 neuer Vorstandsvorsitzender und CEO der AM werden.

Dr. Rainer Sommer (43) wird mit Wirkung zum 1. Mai 2015 neuer Chief Operating Officer, Chief Information Officer der Generali Deutschland Holding und Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Informatik Services GmbH. Der Aufsichtsrat der Generali Deutschland Holding bestätigte die Ernennungen in seiner heutigen Sitzung. Dr. Sommer folgt auf die bisherige Position von Schmallenbach.

Diese Nominierungen im Top-Management der Generali in Deutschland folgen auf den Amtsantritt von Giovanni Liverani als neuem CEO und Chef der Generali Gruppe Deutschland am 1. April 2015.

„Mit Dr. Rainer Sommer als unserem neuen COO der Generali Deutschland Holding konnten wir einen Manager mit einer einzigartigen Kombination internationaler Versicherungsexpertise und Erfahrung in der digitalen Transformation gewinnen. Er wird eine Schlüsselrolle bei der Herausforderung spielen, unser Unternehmen ganz auf unsere Kunden und den Vertrieb auszurichten, indem wir einfacher, smarter und moderner werden“, sagt Liverani, CEO der Generali in Deutschland.

Dr. Sommer studierte Mathematik und Betriebswirtschaftslehre und promovierte in Angewandter Mathematik. Er begann seine Karriere als Versicherungsspezialist bei der Boston Consulting Group und wechselte anschließend zur Zurich Gruppe. Zuletzt war er dort als CITO für die IT der Zurich Service GmbH verantwortlich. Seit Anfang des Jahres ist Dr. Sommer bei der Generali Gruppe, wo er bisher COO der Region EMEA mit zwölf Ländern, rund 11,2 Mrd. Euro Beitragseinnahmen und 834 Mio. Euro Operating Result war.

Christoph Schmallenbach soll zum 1. Mai 2015 neuer Vorstandsvorsitzender der AM werden. Schmallenbach folgt bei der AM auf Michael Westkamp, der Ende April 2015 nach jahrzehntelangem erfolgreichem Management des Unternehmens ausscheidet und in den Ruhestand geht. Neben seiner Funktion als COO und Chief Information Officer hatte Schmallenbach auch die Funktion des Arbeitsdirektors inne. Ein Nachfolger für die Position des Arbeitsdirektors wird noch gemeldet.

„Christoph Schmallenbach ist ein erfahrener Manager mit einem großen Netzwerk in der gesamten Gruppe, der über umfassende Kenntnisse und ein gutes Verständnis des exklusiven Vertriebspartners der Aachen Münchener, der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), verfügt. Er ist der richtige Mann, diese außerordentlich erfolgreiche strategische Partnerschaft in den Bereichen Leben und Komposit für die Generali Gruppe fortzusetzen und die Aachen Münchener noch stärker auf die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden und Vermögensberater auszurichten“, sagt Liverani.

Schmallenbach ist seit 1991 in verschiedenen leitenden Positionen innerhalb der Generali Deutschland tätig. Zwischen 2004 und 2007 war er bereits Mitglied der Vorstände der AM. Seit Juli 2007 gehörte er zum Vorstand der Generali Deutschland Holding AG und ist seit 2014 außerdem Vorsitzender der Geschäftsführung der Generali Deutschland Informatik Services GmbH.

„Ich möchte Michael Westkamp recht herzlich für seine langjährige, sehr erfolgreiche Tätigkeit im Dienste der Aachen Münchener und der Generali Gruppe danken, in der er die bereits 40 Jahre andauernde und bedeutende Zusammenarbeit mit der DVAG unterstützt und kontinuierlich ausgebaut hat“, betonte Liverani.

Der scheidende Vorstandschef der Aachen Münchener Michael Westkamp war 37 Jahre für das Unternehmen tätig. Bereits 1994 wurde er als Mitglied des Vorstandes berufen, seit 2003 ist er Vorstandsvorsitzender. Unter seinem Vorsitz fiel die Entscheidung der strategischen Neuausrichtung der AM. Seit 2008 sind alle Produkte der AM ausschließlich und exklusiv bei der DVAG erhältlich.

Fazit: Die AM bleibt ein wichtiger Vertriebsteil der Generali Deutschland und ein Exklusiv-Vertrieb der ausschließlich über die DVAG als eine Art AO-Organisation läuft. Generali-Töchter die nicht am Erfolg der DVAG hängen sind der Maklerversicherer Dialog und die Cosmos Direkt-Versicherungsgruppe.

Dietmar Braun