Stehen Lokalwährungsanleihen aus Emerging Markets vor einem Comeback?

Bei Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern war lange Zeit Vorsicht angeraten. Doch mittlerweile beurteilt der Investmentmanager Robeco das Segment optimistischer: attraktive Bewertungen, erste Anzeichen, dass per Saldo wieder Mittel in die Anlageklasse fließen, und verbesserte Fundamentaldaten...

Gewinnerwartungen werden geringer ausfallen

Ökonomen haben eine harte Woche hinter sich: Nachdem Donald Trump die Prüfung von weiteren Zöllen auf US-Importe aus China im Wert von 200 Mrd. US-$ in Auftrag gegeben hatte, haben sie rund um die...

Bernhard Berg geht

Er gehörte der Geschäftsführung der Hannover Leasing Investment GmbH seit November 2014 an und verantwortete in dieser Funktion die Aktivitäten im Bereich der Sachwertbeteiligungen für institutionelle Investoren. Zum 30. April 2016 verlässt...

Osteuropäische Anleihen: Stars zum Greifen nah

Positive Faktoren, wie die Verknüpfung mit den Produktionsketten westeuropäischer Industrieländer, ein erfolgreicher Reformprozess und ein verbesserter wirtschaftlicher Ausblick europaweit, läuten offensichtlich die Phase des Aufschwungs ein. Der Vorteil: In dieser frühen Phase ist die Erholung bei den Anleihen noch nicht eingepreist.
Die Finanzkrise, die 2007 in den USA ihren Anfang nahm und 2008 vorläufig in der Pleite der US-Großbank Lehman Brothers gipfelte, hat die aufstrebenden osteuropäischen Länder genau so getroffen wie den Rest der Welt – unvorbereitet. Selbst krisengebeutelt, wurden Ost- und Zentraleuropa anschließend in die Eurozonen-Krise hinein gezogen, die die ganze Region in Beschlag nahm. So war Ungarn 2008 das erste Land, das mit einem Milliardenkredit des Internationalen Währungsfonds gerettet werden musste, Lettland und Rumänien folgten. Heute geht es den Ländern Zentral- und Osteuropas relativ gut. Die ehemals relativ hohen Leistungsbilanz- und auch Fiskaldefizite konnten erfolgreich abgebaut werden. Beispiel Ungarn: Nach einer jahrelangen Schuldenpolitik, die ein großes Leistungsbilanz- und Fiskaldefizit mit sich brachte, ist Ungarn heute ein „twin surplus"-Land, mit Leistungsbilanzüberschuss und Primärüberschuss auf der fiskalen Seite.

Wechselwirkung mit westlichen Industrieländern

Ein großer Pluspunkt für das aufstrebende Osteuropa war, dass der Nachbar Deutschland als „Konjunktur-Lokomotive" funktionierte, nachdem es ihm selbst wieder besser ging. Heute sind Länder wie die Tschechische Republik, Ungarn oder Rumänien fest in die Produktionsketten, beispielsweise der deutschen Automobilbranche, eingebunden. Es ist messbar, dass es in erster Linie kleine, offene Volkswirtschaften sind, die eine sehr starke Korrelation zum deutschen Exportsektor haben, der gut und stabil läuft. So geht ein Großteil des seit 2010 wieder anziehenden Wachstums in Osteuropa auf das Konto der Exporte in die westlichen Staaten.

Klassiker der Emerging Markets outperformt

Überraschend war hierbei, wie positiv sich die osteuropäischen Anleihen gegenüber denen anderer Regionen entwickelt haben und auch, mit welchem Tempo. Asien oder Latein-Amerika wurden als „Stars" der Emerging Markets gefeiert. Die Aufmerksamkeit bei dieser Assetklasse lag immer auf Ländern, die weit weg waren, nicht bei denen vor der europäischen Haustür. Im vergangenen Jahr hat sich gezeigt, dass man nicht immer nur Erfolg hat, wenn man in die „Stars" investiert. Wenn man sich das letzte Jahr anschaut, hat Osteuropa andere Emerging Markets ganz klar outperformt.
Und es scheint, als sei das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Anfang 2012, als die Krise in Westeuropa auf ihrem Höhepunkt war, schien es nicht abwegig, dass Länder wie Italien oder Spanien eine Umschuldung vornehmen müssen. Ausgangspunkt waren also extrem niedrige Niveaus – im Nachhinein attraktive Niveaus für die Performance festverzinslicher Wertpapiere. Unserer Meinung nach sind Osteuropa-Anleihen aber immer noch nicht teuer, wenn man sich die Spreads verschiedener Länder anschaut. Bei ungarischen Staatsanleihen wird auf einer Fünfjahresbasis eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 30 Prozent bei den Spreads eingepreist. Verglichen mit den makroökonomischen Daten, die wir sehen, ist das zu hoch. Daher sind die Papiere für uns immer noch attraktiv.

Rendite-Risiko-Profil punktet

Nach heutigem Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass sich die Stabilisierung der aufstrebenden osteuropäischen Länder fortsetzen wird. Die Zeiten geringer Volatilität wie vor der Lehman-Krise werden zwar so schnell nicht wiederkehren. Der positive wirtschaftliche Ausblick, sowohl für die USA als auch für Europa in West und Ost, sollte Risikoassets wie osteuropäische Anleihen, ihren Währungen, ihren lokalen Zinsen jedoch sehr zugute kommen. Davon können Osteuropa-Anleihen-Fonds profitieren; denn ihre Risiko-Rendite-Profile sind im Vergleich zu den Performance-Perspektiven für Aktienfonds sehr attraktiv.


(Autor: Aristoteles Damianidis, Fondsmanager des UBS (Lux) Bond SICAV – Emerging Europe (EUR) P-acc)
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Fed erhöht die Zinsen zum Herbst

Zu diesem Schluss kommt der neueste Konjunkturausblick der Candriam Investors Group, den das Unternehmen im Rahmen seiner jährlichen Macro-Economic-Roadshow in mehreren Städten Europas und des Nahen Ostens präsentiert.

US-Arbeitsmarkt stimmt optimistisch
Die USA schaffen zurzeit deutlich mehr und deutlich besser bezahlte Stellen als noch vor 18 Monaten. Geringverdiener profitieren von Lohninitiativen durch Unternehmen wie Walmart, die viele ungelernte Kräfte beschäftigen. Da die US-Wirtschaft auf Vollbeschäftigung zusteuert, kann auch die vielfach belastete Mittelschicht auf mehr Geld hoffen. Sie profitiert von Fachkräftemangel und der damit einhergehenden Lohninflation. Anton Brender, Chefvolkswirt von Candriam, blickt daher erwartungsvoll auf die US-Wirtschaft: „Unsere Prognose ist nach wie vor optimistisch. Trotz des starken Dollars und der niedrigeren Schieferöl- und Gasinvestitionen wird das Wachstum wieder anziehen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die gute Beschäftigungssituation. Die deutliche Entspannung des Arbeitsmarktes wird die Fed zu einer Zinswende im Herbst bewegen, da sonst die Risiken einer zu späten Zinserhöhung größer sind als die einer zu frühen."

Stabiler Ölpreis bringt Investitionen in Schieferöl und Gas
Candriam prognostiziert, dass sich der Ölpreis in den nächsten zwei Jahren auf seinem derzeitigen Niveau von etwa 65 Dollar je Barrel halten wird. Davon profitieren die großen amerikanischen Schieferöl- und Gasbecken, die den weltweiten Produktionsanstieg der vergangenen Jahre befeuerten. Sie können in den kommenden Monaten wieder mit mehr Investitionen rechnen. Selbst wenn der Ölpreis um weitere 20 bis 30 Dollar fallen sollte, würde ein wachsender Druck auf die OPEC die Preise bald wieder steigen lassen.

Euroraum noch nicht über den Berg, EZB-Anleihekäufe halten US-Renditen niedrig
Im Euroraum wird das Wirtschaftswachstum endlich an den starken Konsum anknüpfen können. Die Wirtschaft profitiert vom niedrigen Ölpreis und dem unerwartet hohen Anleihekaufprogramm der EZB. Trotzdem ist der Euroraum noch nicht über den Berg: In Privatwirtschaft und öffentlichem Sektor geht der Schuldenabbau weiter und die Arbeitslosigkeit ist noch immer viel zu hoch. Europa wird langfristig mit niedrigen Zinsen leben müssen. Die EZB eröffne mit den niedrigen Langfristrenditen auch der Fed-Chefin Janet Yellen neue Möglichkeiten, meint Florence Pisani, Volkswirtin bei Candriam: „Die Fed will den Leitzins erhöhen, ohne die Märkte zu verunsichern oder die Wirtschaft zu bremsen. Eine Situation wie der ‚taper-tantrum' vom Sommer 2013 soll sich nicht wiederholen. Yellen signalisiert daher, dass sie die Zinsen nicht regelmäßig über mehrere Quartale erhöhen wird. Das entspräche zwar dem üblichen Muster, hätte aber nach wenigen Quartalen einen deutlichen Zinsanstieg zur Folge. Stattdessen werden die Zinsen nur sehr moderat und langsam steigen. Die EZB hilft dabei: Wenn der Abstand zwischen europäischen und amerikanischen Staatsanleiherenditen wächst, werden viele Euroraum-Anleger in die USA umschichten und den Renditeanstieg begrenzen."

Fidelity: mehr Fiskal- weniger Geldpolitik

Die Weltwirtschaft hat sich von der Flaute im ersten Quartal erholt, und das Gros der Wirtschaftsindikatoren lässt auf eine sich weiter beschleunigende Wachstumsdynamik schließen.
Sven Sonntag

Sven Sonntag neuer Infinus-Vorstand

(fw/kb) Der 38-jährige Finanzexperte und Prokurist begann seine berufliche Laufbahn nach einer Bankausbildung als Geschäftsstellenleiter und Wertpapierberater im genossenschaftlichen Finanzverbund und trat 2003 in das Dresdner Wertpapierhandelshaus ein. Sonntag hat die Abteilung Marketing- und Investment-Service als zentrale Dienstleistungseinheit für die angeschlossenen Geschäftspartner maßgeblich aufgebaut. Während seiner Laufbahn bekleidete er außerdem die Positionen Geldwäsche-Beauftragter und Compliance-Beauftragter. Sonntag nimmt die Stelle des langjährigen Vorstands Wilhelm Hartmann ein, der im April dieses Jahres nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Infinus wurde im Jahr 2002 gegründet und betreut nach eigenen Angaben bundesweit 857 Geschäftspartner.

www.infinus.de

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BU-Expertenservice erweitert Spezialisten-Team

(fw) Frau Baumeister ist seit 1990 in der Versicherungsbranche tätig. Der Tätigkeitsschwerpunkt der studierten Versicherungsfachwirtin lag seither ausschließlich auf dem Segment der Personenversicherung und dem Versicherungsrecht. Vor allem während ihrer Tätigkeit in der Leistungsabteilung eines großen Versicherers konnte sie sich fundierte Kenntnisse im Bereich der Schadensfallbearbeitung im Personenversicherungssegment erarbeiten. Seit dem Jahr 2009 ist sie als Versicherungsberaterin nach § 34 e GewO zugelassen mit den Tätigkeitsschwerpunkten BU- und Unfall-Leistungsfallbearbeitung im Namen der Mandanten (www.versicherungsberaterin.net).

Frau Baumeister verstärkt seit diesem Monat das Spezialisten-Team der BU-Expertenservice GmbH und steht als weitere Ansprechpartnerin und Expertin für BU-Leistungsfälle zur Verfügung. „Wir sind sehr froh, mit Angela Baumeister eine der bekanntesten BU-Expertinnen und zugleich langjährig erfahrensten Versicherungsberaterinnen für unser Team gewinnen zu können. Durch die Mitarbeit von Frau Baumeister können wir nun auch die aus dem gesamten Bundesgebiet stark wachsenden Beratungsaufträge gewohnt professionell und zeitnah bearbeiten und sehen somit unseren Qualitätsanspruch dauerhaft gesichert“, sagt Christian Schwalb (Vertriebsleiter).

www.bu-expertenservice.de







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ARTUS baut Risk Management aus

(fw/hwt) Dieser wird über die Konzern-Tochter Risk Management Advisers GmbH gesteuert. Friedrich Ganz, Vorstandschef des Industrieversicherungsmaklers, ist davon überzeugt, dass das professionelle Risikomanagement seines Unternehmens damit nachhaltig weiter an Bedeutung zunehmen wird. Vienhues war bisher Inhaber der Vienhues Risk Consult, einem Unternehmen für versicherungsnahe Beratungsdienstleistungen, etwa zur Analyse und Bewertung von Betriebsunterbrechungsszenarien sowie von globalen Versicherungsprogrammen. Zuvor leitete er als Managing Director den Geschäftsbereich Internationales Risk Management der American Appraisal mit Sitz in Frankfurt am Main.

www.artus-gruppe.com

FERI holt Expertise für kirchliche Investoren

Das Team für institutionelle Kunden bei der FERI Trust GmbH wird künftig von Eberhard von Alten verstärkt. Für ihn steht besonders eine Anlegergruppe im Mittelpunkt. Eberhard von Alten kam Anfang des Jahres vom Bistum Mainz...