Mehr Archive - finanzwelt
Dr_Klaus_R_Wagner.jpg

Update 1- 2: Cum & Ex – Zum angeblich größten Steuerskandal der Bundesrepublik –

Einerseits wird auf jahrelange gesetzgeberische Untätigkeiten i.S. cum & ex hingewiesen, andererseits wird einfach behauptet, es sei betreffend dem materiellen Steuerrecht und dem Steuerstrafrecht „zielgerichtete Steuerhinterziehung betrieben“ worden,1) ohne die verfassungsrechtlichen Grundlagen dafür zu hinterfragen. Zu all dem soll hier eine gegenteilige Position eingenommen werden und an Hand der jeweiligen Gesetzeslage verdeutlicht werden, daß die verfassungsrechtlichen Grundlagen sowohl beim Primär-
wie auch beim Sekundärrechtsschutz schlicht ausgeblendet werden.

Lesen Sie den kompletten Beitrag im Downloadbereich!

Dr. Klaus-R. Wagner Rechtsanwalt und Notar, Fachanwalt für Steuerrecht
und Thomas F. Spemann, Wiesbaden
Pia Kater

Pia Kater neue Leiterin Communications & Marketing bei Lupus alpha

(fw) Bereits von 2005 bis 2012 war Pia Kater für die Kommunikation von Lupus alpha verantwortlich und hat die Positionierung des Spezialanbieters in der Öffentlichkeit mitgestaltet.

„In den kommenden Jahren wollen wir unser Wachstumstempo forcieren. Dazu wollen wir auch unsere Ressourcen in Kommunikation und Marketing nochmals verstärken“, sagte Ralf Lochmüller, Gründungspartner und Sprecher von Lupus alpha. „Wir freuen uns daher sehr, dass wir erneut Pia Kater für diese Aufgabe gewonnen haben. Als Kommunikationsspezialistin kann sie ihre langjährige Erfahrung im Bereich Asset Management und Banken ideal einbringen, um Lupus alpha auf seinem Wachstumskurs wirkungsvoll zu unterstützen“, so Lochmüller weiter.

Zuletzt war Pia Kater im Deutsche Bank-Konzern als Leiterin interne und externe Kommunikation bei der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und anschließend als Head of Communications Asset Management bei der Deutschen Asset Management tätig. Ihre berufliche Laufbahn begann Pia Kater bei der Deutschen Bank. Es folgten Stationen als stellvertretende Abteilungsleiterin Presse & Medien bei der DekaBank, beim Handelsunternehmen Rewe als Leiterin Finanzkommunikation und bei Lupus alpha, wo sie für die interne und externe Kommunikation verantwortlich war.




Jörg Haffner

Jörg Haffner wird neuer Geschäftsführer bei Qualitypool

(fw) „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Jörg Haffner einen ausgewiesenen B2B-Experten aus der Branche für uns gewinnen konnten, um die sehr erfolgreiche Arbeit von Michael Neumann fortzusetzen“, so Stephan Gawarecki, ebenfalls Geschäftsführer des Lübecker Maklerpools. Neumann ist seit fast viereinhalb Jahren Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. Nun wird er innerhalb des Hypoport-Konzerns vom Maklerpool zum Endkundenvertrieb wechseln. Denn Neumann soll bei der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG den Vorstand verstärken. „Ich freue mich, mit Michael Neumann auch in Zukunft eng zusammen zu arbeiten“, erklärt Gawarecki, der dem Vorstand der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG vorsitzen wird.





Michael Neumann

Michael Neumann wird Vorstand bei Dr. Klein

(fw) Zusätzlich soll Michael Neumann, aktuell Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, den Vorstand verstärken. Neumann wechselt somit innerhalb des Hypoport-Konzerns vom Maklerpool zum Endkundenvertrieb.

Stephan Gawarecki, aktuell Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, wird Vorsitzender des Vorstands der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG. In dieser Funktion möchte er sich noch stärker auf das strategische Wachstum, die optimale Verzahnung der einzelnen Geschäftsmodelle im Privatkundenbereich und die Unternehmenskultur konzentrieren.
Die angehenden Vorstände Straub und Neumann, die sich seit mehr als zehn Jahren kennen, ergänzen sich bestens. Neumann wird im Vorstand zuständig sein für die Ressorts Niederlassungen, Versicherung und Marketing. Straub kann sich neben dem Ratenkreditbereich voll auf den weiteren Ausbau des Franchisesystems fokussieren. Hier sieht das Unternehmen noch besonders viel Wachstumspotenzial. „Wir wollen unsere Franchisepartner noch besser unterstützen und zudem ihre Anzahl weiter steigern“, so Gawarecki. „Deshalb räumen wir der Betreuung des Franchisesystems eine besonders hohe Bedeutung ein.“

Die Position als Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, die Neumann viereinhalb Jahre sehr erfolgreich ausgefüllt hat, konnte bereits neu besetzt werden: Ab dem 1. Juli 2016 wird Jörg Haffner, bisheriger Leiter des Key-Account-Managements der ING DiBa und damit ein ausgewiesener B2B-Experte, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. So ist sichergestellt, dass möglichst nahtlos an Neumanns hervorragende Arbeit bei Qualitypool angeknüpft werden kann.




Fotolia_27745569_Subscription_XL.jpg

Keine Steuervergünstigung bei fehlender Steuerzahlungspflicht

(fw/hwt) Grundsätzlich ermäßigt sich die Einkommenssteuer für Handwerkerleistungen im Zusammenhang mit Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsarbeiten auf Antrag um 20 %, höchstens aber 1.200 Euro, der Aufwendungen des Steuerzahlers für die Lohnkosten. Das setzt jedoch nach Angaben der Wüstenrot Bausparkasse AG, einer Tochter des Vorsorge-Spezialisten Wüstenrot & Württembergische, voraus, dass der Auftraggeber tatsächlich zur Steuerzahlung verpflichtet ist.

So hat das Finanzgericht Niedersachsen mit rechtskräftigem Urteil vom 24.01.2012 (Az.: 3 K 267/11) entschieden, über das erst jetzt berichtet wurde. Der Kläger war der Auffassung, dass sich in solchen Fällen eine negative Einkommenssteuer ergebe, die an ihn auszuzahlen sei. Das Gericht erklärte in seinem Urteil, dass das Gesetz keine Leistung in Höhe der „verlorenen" Steuerermäßigung vorsähe. Der Ausschluss solcher Rechtsfolgen entspreche den gefestigten Grundsätzen des Einkommenssteuerrechts. Die Förderung sollte ausschließlich durch einen Abzug von der bestehenden Steuerschuld erfolgen.

www.ww-ag.com

Die Jagd auf Vermittlungsunternehmer geht in eine neue Runde

2014-08-19 (fw/db) Bisher war die Kreditvermittlung über den Paragraf 34c der Gewerbeordnung (GewO) geregelt. Wer speziell Kredite für Wohnimmobilien vermittelt, wird künftig über einen neu geschaffenen Paragraf 34i in der Gewerbeordnung (GewO) reguliert. Damit erfüllt der deutsche Gesetzgeber die Vorgaben der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie („Mortgage Credit Directive“), die bis zum 21. März 2016 in deutsches Recht umgesetzt werden muss.

Bereits auf dem 11. Hauptstadtgipfel des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. zu Anfang Juli 2014 in Berlin lieferte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen Einblick, mit welchen gewerberechtlichen Vorgaben Vermittler künftig rechnen müssen. Eine sogenannte Alte-Hasen-Regelung für erfahrene Kreditvermittler ist demnach geplant.

Martina Giesler, Regierungsdirektorin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), gab auf der Tagung einen Überblick über die Planung. „Die Regelungen zur Umsetzung der Richtlinie ins Gewerberecht werden sich systematisch u.a. an der bereits durchgeführten Regulierung der Finanzanlagenvermittlung nach Paragraf 34f orientieren“, sagte Giesler. Das bedeutet: „einen Sachkundenachweis mit Prüfung bei der IHK, eine Pflicht zur Berufshaftpflichtversicherung und eine Registrierung der Immobilienkreditvermittler.“

Bis zu 20.000 Finanzierungs-Vermittler betroffen

Der AfW schätzt, dass rund 15.000 bis 20.000 Finanzierungs-Vermittler unter den neuen Paragrafen 34i GewO fallen könnten. Das Geschäftsfeld Wohnimmobilienfinanzierung ist durchaus bedeutend:

„In einer Online-Umfrage wurden über 600 Vermittler befragt. Demnach werden im Schnitt 17 Finanzierungen pro Jahr mit einer durchschnittlichen Kreditsumme in Höhe von 170.000 Euro pro Jahr vermittelt“, betonte Frank Rottenbacher, Vorstand des AfW. Die Kredite seien insbesondere für das Cross-Selling ein wichtiges Produkt, da die Immobilienfinanzierung häufig zusammen mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung und einer Hinterbliebenenabsicherung vermittelt werde.

„Alte Hasen“ können von Sachkundeprüfung befreit werden

Die künftig geforderte und öffentlich-rechtlich nachzuweisende Sachkunde umfasst angemessene Kenntnisse über die Kreditprodukte, die Rechtsvorschriften für Verbraucherkreditverträge, die Bewertung von Sicherheiten, die Verfahren des Immobilienerwerbs und die Verfahren zur Prüfung der Kreditwürdigkeit. Laut der Regierungsdirektorin soll es eine Übergangsfrist bis 2017 geben, dann muss spätestens die gewerberechtliche 34i-Erlaubnis vorliegen. Für erfahrene Vermittler ist eine Alte-Hasen-Regelung geplant, die sie unter bestimmten Voraussetzungen von der Sachkundeprüfung befreit.

Die Detailregelungen für die gewerberechtliche Regulierung der Immobilienkreditvermittlung sollen, wie auch bereits bei der Finanzanlagenvermittlung, in einer Rechtsverordnung zur erfolgen.

Der Gesetzentwurf zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie, der neben Änderungen der Gewerbeordnung insbesondere auch Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch nach sich ziehen wird, soll im Herbst 2014 vorliegen. Die Gesamtfederführung hierfür liegt beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz.

Keine Beratungsprotokolle, aber teure Vermögensschadenshaftpflicht

Bis dahin sind noch einige Details zu klären. So ist die Frage der Mindest-Deckungssummen in der Vermögenschaden-Haftpflichtversicherung noch offen. Giesler erwartet hier Summen, die unterhalb der entsprechenden Vorgaben beim 34f liegen. Im neuen Register werden nach den Vorgaben der Richtlinie nicht nur die Vermittler sondern auch ihre Mitarbeiter verzeichnet werden, sofern diese in leitender Position tätig sind. Über Beratungsprotokolle gibt es keine Vorgaben in der EU-Richtlinie, daher wird der deutsche Gesetzgeber voraussichtlich auch keine Regelung hierzu erlassen.

Verstöße gegen die neuen Vorgaben sollen die Behörden, welche die Bundesländer für jeweils zuständig erklären (Gewerbeämter, IHK), ahnden. Da grenzüberschreitende Vermittlung mit einer Erlaubnis in einem EU-Staat möglich ist, können auch Vermittler aus anderen EU-Staaten auf dem deutschen Markt agieren. Sie müssen im deutschen Register verzeichnet werden und stehen zum Teil unter Aufsicht ihrer nationalen Regulierungsbehörde, zum Teil unter Aufsicht der deutschen Behörden.

In der Richtlinie werden Vermittlung und Beratung zwar unterschieden, aufsichtsrechtlich soll es jedoch nur eine Erlaubnis geben, die beides umfasst. Provisionen müssen dabei nach den Vorgaben der Richtlinie gegenüber dem Kunden offengelegt werden“, erläuterte Giesler.

Zusätzliche Anforderungen soll es nach der Richtlinie bei der „unabhängigen Beratung“ geben: „Der unabhängige Berater muss seiner Empfehlung eine ausreichende Zahl von auf dem Markt verfügbarer Immobilienkreditverträge zu Grunde legen und darf keine Provisionen vom Kreditgeber annehmen.

Die stufenweise durchgeführte Regulierungswut erntet Kritik und Lob

“Wir bedauern, dass Brüssel die einzelnen Bereiche der Finanzdienstleistung stets getrennt voneinander reguliert und den großen, einheitlichen Wurf scheut. Daher begrüßen wir das Vorhaben des Bundeswirtschaftsministeriums, mit dem § 34i eine möglichst große Übereinstimmung mit den §§ 34d und 34f herzustellen“ bewertet AfW-Vorstand Rottenbacher das aktuelle Gesetzesvorhaben.

Sicherheit für private (Haftungs-)Risiken

2015-11-11 (fw/db) Erstmals bewertete die Rating-Agentur Franke und Bornberg GmbH die Tarife der Privaten Haftpflichtversicherung (PHV). Der Versicherer  meldet in allen vier Kategorien die Bewertung „Hervorragend“ (FFF). Dies gilt für die Versicherungslösungen und Tarife Grundschutz Single, Grundschutz Familie sowie Topschutz Single und Topschutz Familie.
Gothaer
Nach § 823 Bürgerliches Gesetzbuch haftet jeder unbegrenzt mit seinem ganzen Vermögen für Schadensersatz. Eine Privathaftpflicht kann diesen bis zu einem bestimmten Grad übernehmen. Die Private Haftpflichtdeckung gehört damit zu den wichtigsten Versicherungen für Privatkunden.

Analyse mit Fokus auf das Wesentliche

Getestet wurden von der Rating-Agentur 383 Tarife von 84 Versicherern. Zugrunde lagen den eigenen Analysen dabei die Versicherungsbedingungen im Detail. Leistungsversprechen, Regulierungspraxis oder Marketing-Argumente konnten die Ergebnisse nicht verfälschen.

Während dabei die Leistungsdichte im Top-Bereich recht hoch war und daher 16 Versicherer mit „Hervorragend“ bewertet wurden, teilt sich im Tarifangebot Grundschutz die Gothaer Versicherung die Höchstbewertung „FFF“ nur mit einem weiteren Versicherer.

Deckungssumme im Gothaer Grundschutz verdoppelt

„Seit Oktober bieten wir sogar im Basis-Tarif eine Deckungssumme von zehn Millionen Euro, bisher fünf Millionen. Unsere neue Basis Deckungssumme legen Frank und Bornberg erst für den Topschutz als Mindestdeckungssumme zugrunde. Uns ist aber wichtig, dass auch schon im Grundschutz eine sehr solide Absicherung gegeben ist. Preislich haben wir den Tarif zudem gesenkt, um den wichtigen PHV-Schutz besonders attraktiv zur Verfügung stellen zu können“, erklärt Patrick Prüss, Leiter des Privatkunden-Bereichs Komposit bei der Gothaer.

Bei Schäden, die durch deliktunfähige Kinder oder Gefälligkeitshandlungen verursacht werden gelten die Leistungen gleichfalls. Diese Details sieht Franke und Bornberg relevant für den Topschutz, nicht jedoch für den Basisschutz an. Die Gothaer bietet in ihrer Privathaftpflicht bei diesen Risiken einen deutlichen Mehrwert im Vergleich zu anderen Versicherern.

Dietmar Braun

Check24 vor Münchener Gericht

2016-02-23 (fw/db) Mit einer mündlichen Verhandlung beim Landgericht München wird morgen ein Prozess fortgesetzt, der klären soll, ob das Internetportal Check24 gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstößt.

Geklagt hat der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Unter dem Deckmantel eines Preisvergleichsportals würden Verbraucher angelockt, um Versicherungsverträge über das Portal abzuschließen, so der BVK in seiner Klageschrift.

„All das geschieht, ohne die gesetzlichen Anforderungen für Versicherungsvermittler einzuhalten – das können wir im Interesse unserer Kunden so nicht akzeptieren und daher haben wir uns zur Klage entschieden“, so der BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Verbraucherschutz dürfe im Internet nicht aufhören. Es müsse eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer geben, um einen einheitlichen Verbraucherschutz zu gewährleisten. Auch für die Internetportale, die Versicherungen vermitteln, müsse gelten: die deutliche Übermittlung der Statusinformation als Versicherungsvermittler in verständlicher Textform beim ersten Geschäftskontakt, die Durchführung einer individuellen Leistungs- und Bedarfsanalyse zur Identifizierung des Kundenwunsches und seiner Bedürfnisse sowie eine individuelle Beratung. Dem werde der Versicherungsvermittler und Internetportal Check24 nicht gerecht, so der BVK.

Im Vorfeld der Klage hatte der Verband Check24 abgemahnt und aufgefordert, die Missstände zu beseitigen. Da das Vergleichsportal dazu nicht bereit war, reichte der BVK im September Klage ein. In seinem Vorgehen fühlt sich der BVK bestätigt durch den Verbraucherverein Verbraucherzentrale Hamburg e.V., der den Vorstoß des BVK öffentlich befürwortete.

Die Rechtsauffassung des BVK werde durch den Rechtswissenschaftler und Versicherungsexperten Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski bekräftigt. Der Experte meint eine Vergleichsplattform handle unlauter, wenn sie dem Verbraucher wesentliche Informationen vorenthalte, die er benötigt, um eine fundierte geschäftliche Entscheidung zu treffen. Der BVK sieht diesen Tatbestand bei Check24 erfüllt.

Dietmar Braun
stark_74802482.jpg

Ein starker Partner

Denken Sie zurück an den Start der ersten Pools in Deutschland. Schleppend fing es an und den Neulingen wurde von den meisten Maklern und Vermittlern keine große Zukunft beschieden. „Wir haben das immer schon so gemacht“, war der breite Konsens der Vermittlerschaft. Wer brauchte schon diese merkwürdigen Neuen? Fast Forward durch die Vergangenheit – und die Pools haben sich vom Neuling über die Möglichkeit, sich die besten Konditionen bei identischen Produkten herauszupicken, mittlerweile zu nicht mehr wegzudenkenden Partnern von Maklern, Beratern und Vermittlern entwickelt.

Der Makler, Vermittler und Berater – insbesondere als Einzelkämpfer oder in einer kleinen Einheit – steckt heute in der Zange zwischen ständig wachsender Regulatorik und ebenso ständig steigender Ansprüche und Anforderungen seiner Kunden. Die Pools haben sich von ehemals Aggregatoren von Angeboten zu essentiell notwendigen Partnern in vielen Bereichen entwickelt, die es der Vermittlerschaft ermöglichen, neben den formalen Anforderungen auch noch Geschäft zu machen. Enthaftung durch Dokumentation, papierlose Prozesse, Bestandsmanagement, mobilgerätebasierte Beratungsprozesse mit automatischen Dokumentations- und Angebotsprozessen und viele andere wertvolle Aspekte mehr verändern den Versicherungsvertrieb zum Vorteil des einzelnen Maklers, und auf der Sachwertseite wurden und werden weiterhin massive Anstrengungen unternommen, den Prozess der Beratung und Vermittlung ebenso regulatorisch wie auch operativ und haftungsbefreiend zu gestalten. Die Vermittlung von Investmentfonds wird, ehrlich betrachtet, für viele Einzelvermittler erst durch die Softwarepakete der Pools operativ und haftungsseitig wirtschaftlich sinnvoll: Risikoampeln, zeitpunktaktuelle Balance im jeweiligen Kundenportfolio, Dokumentation und Enthaftung – ganz allein kann das keiner mehr leisten und nebenbei noch Geschäft machen.

Pools sind heute neben Produktaggregatoren die Innovationstreiber und Dienstleistungszentren der Vermittlerschaft geworden. Es ist davon auszugehen, dass die wesentlichen innovativen Impulse für den einzelnen Vermittler auch weiter von dort kommen werden. finanzwelt wird für Sie über die wesentlichen Impulse berichten. (cs)






Alter! Was geht …?

Zertifikate eröffnen hier beste Anlagemöglichkeiten und Anlagestrategien, denn Zertifikate-Sparpläne eignen sich für diesen Zweck hervorragend. Hier paaren sich die von der Investment-Seite her altbekannten Vorteile einer regelmäßigen, meist festen monatlichen Sparrate mit den besonderen Möglichkeiten, die Zertifikate bieten.

Zwei Faktoren sind dabei vom Anleger vorab zu beachten: Das Zertifikat, z.B. ein Index-Zertifikat, muss auf einen Performance-Index laufen, es müssen also die Dividenden mit im Spiel sein. Ansonsten geht, vor allem bei dividendenstarken Werten bzw. Indices, der Zinseszinseffekt der Dividendenzahlungen verloren. Zum anderen ist bei einem solchen langfristig ausgelegten Sparplan von hoher Bedeutung, auf die absolute Qualität des Emittenten zu achten. Denn schließlich soll dieser auch in 20 oder sogar 30 Jahren noch solvent und nicht das Zertifikat wertlos sein.

Ganz wichtig ist die Auswahl des oder der richtigen Zertifikate. Das muss der Anleger sich nun entsprechend seinen Anlage-Intentionen auf den Leib schneidern. Angeboten werden von den Banken meist eine ganze Reihe von Index-Zertifikaten, Branchen- und Themen-Zertifikaten, oft auch Renten-Zertifikate sowie Strategie-Zertifikate und verschiedentlich auch Hedgefonds-Zertifikate.
Der Anleger selbst bleibt ständig liquide, da seine Zertifikate ja börsennotiert, also täglich veräußerbar sind. Allerdings sollte diese Flexibilität nicht zu spontanen Entnahmen – für ein neues Auto statt für das Alter – verleiten.


(Autor: Lars Brandau, Geschäftsführer Deutscher Derivate Verband (DDV)