Berlin spielt in einer Liga mit New York und Paris

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Im Bereich Gewerbeimmobilieninvestments spielt Europa nur eine Nebenrolle: Von den Top 20 Märkten liegen gerade einmal noch drei auf dem europäischen Kontinent. Erfreulich aus deutscher Sicht: Berlin landet gleich in zwei Kategorien in den Top 20. Das zeigte eine aktuelle Untersuchung von Jones Lang LaSalle.

Als Sitzungsort der UN-Vollversammlung ist New York politisch einer der bedeutendsten Städte dieser Welt. Auch was das Investitionsvolumen im gewerblichen Immobilienbereich angeht, spielt die Millionenmetropole an der US-Ostküste ganz vorne mit: Mit Direktinvestitionen in Höhe von 14,4 Mrd. Dollar (ca. 13 Mrd. Euro) wurde im vergangenen Jahr in keiner anderen Stadt mehr in gewerbliche Immobilien investiert als in New York. Zwar verfehlt die größte Stadt der USA damit den Vorjahreswert um 9 %, konnte sich aber nach sechs Monaten wieder den Spitzenplatz in dieser Kategorie zurückerobern. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung von Jones Lang LaSalle.

Hinter New York City klafft eine deutliche Lücke (siehe Grafik 1). So liegt Tokio mit beträchtlichem Abstand auf Platz 2 (11,7 Mrd. Dollar/ ca. 10,54 Mrd. Euro. 6 % weniger als im Vorjahreszeitraum) ganz knapp vor Paris, das mit 11,6 Mrd. Dollar (10,45 Mrd. Euro) die beste europäische Stadt im Ranking ist. Die europäische Stadt mit dem zweithöchsten gewerblichen Direktinvestmentvolumen ist London mit 9,1 Mrd. Dollar (ca. 8,2 Mrd. Dollar) global auf Rang 7 liegt. Die dritte europäische Stadt in den Top 20 ist Berlin. „Die deutsche Hauptstadt hat sich bis zur Jahresmitte aufgrund zahlreicher großer Transaktionen noch einmal um zwei Plätze nach vorne gearbeitet und bilanziert ein Transaktionsvolumen von 4,9 Mrd. Dollar“, erklärt Timo Tschammler, CEO JLL Germany.

Vor allem asiatische Städte erfreuen sich großer Beliebtheit für Direktinvestments in Gewerbeimmobilien. Besonders Shanghai hat hier einen deutlichen Aufschwung genommen: In der chinesischen Megacity wurden im vergangenen Jahr 10,9 Mrd. Dollar (ca. 9,8 Mrd. Euro) direkt in Gewerbeimmobilien investiert, eine Steigerung um sage und schreibe 67 % gegenüber dem Vorjahr. Damit nimmt die Hafenstadt Platz 4 im weltweiten Vergleich ein. Deutlich moderater war der Anstieg auf der östlichen Seite des Gelben Meeres: In Seoul betrugen die Direktinvestitionen in gewerbliche Immobilien 10,6 Mrd. Dollar (ca. 9,55 Mrd. Euro) womit die Südkoreanische Hauptstadt Platz 5 im weltweiten Vergleich belegt.

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