Bereit sein für die Zukunft

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Angesichts der künftig weiter steigenden Zahl von Pflegebedürftigen stehen Deutschlands Pflegeheime von großen Herausforderungen. Um diese zu lösen, hat die Politik bereits erste Grundlagen gelegt. Aber auch Investoren sind gefordert – und erkennen die Chancen.

Bis ins 19. Jahrhundert waren alte und damit pflegebedürftige Menschen derart selten, dass es keine Altenpflege gab, wie wir sie heute kennen. Durch bessere hygienische Bedingungen und den medizinischen Fortschritt hat sich das längst gewandelt und zurzeit sind ca. 3,5 Mio. alte Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen. Angesichts der Tatsache, dass jeder vierte Deutsche bereits einen 60. Geburtstag hinter sich hat, ist davon auszugehen, dass diese Zahl in den nächsten Jahren deutlich steigen wird. Jedoch ist die Altenpflege in Deutschland längst selbst zum Pflegefall geworden und viele der ca. 15.000 Pflegeheime hierzulande haben massive Probleme, Personal zu finden.

Abhilfe soll hierbei die „Konzentrierte Aktion Pflege“ schaffen, die im Juli 2018 vom Bundesgesundheitsministerium, dem Bundesfamilienministerium und dem Bundesarbeitsministerium ins Leben gerufen wurde. „Die ‚Konzertierte Aktion Pflege‘ war eine absolut notwendige und begrüßenswerte Initiative – sie kann aber nur ein Anfang gewesen sein. Zwar sehen wir erste Erfolge, diese sind aber nur der sprichwörtliche ‚Tropfen auf den heißen Stein‘“, meint Sandro Pawils. Angesichts der in Zukunft weiter steigenden Zahl von Pflegedürftigen sieht der CSO der Carestone Group GmbH auf die Pflegebranche noch weitere Zukunftsaufgaben zukommen. „Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern bleibt neben der Entwicklung zukunftsfähiger Pflegekonzepte eine der wohl größten Herausforderungen.“ Diese anzugehen, sei eine Aufgabe gleich mehrerer Akteure. „Die Verantwortung für die Schaffung zusätzlicher Stellen in der Altenpflege kann aber längst nicht allein nur die Aufgabe der politischen Entscheidungsträger sein. Auch Wirtschaft und die Gesellschaft insgesamt müssen ihren Beitrag leisten“, so Pawils weiter, für den diese Verantwortung bereits dann beginnt, wenn das Pflegeheim noch ganz am Anfang steht. „Für uns gilt daher bereits innerhalb der Projektentwicklung und Konzeption einer Pflegeimmobilie der Grundsatz, immer auch die Belange der zukünftigen Mitarbeiter zu berücksichtigen und ihnen ein attraktives Arbeitsumfeld mit Raum zur persönlichen Entfaltung zu schaffen. Nur so kann die Einrichtung später im Wettbewerb um Fachkräfte mit überzeugenden Argumenten punkten.“

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