Aus Alters- wird Gesundheitsvorsorge

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Vor allem bei größeren Unternehmens des Mittelstandes spielt die betriebliche Altersvorsorge eine zunehmend wichtigere Rolle. Auf wachsende Nachfrage stoßen besonders gemischt finanzierte Modelle. Auch das Thema Gesundheit wird in der bAV zunehmend wichtiger – aus mehreren Gründen.

Angesichts der immer weiter sinkenden Rentenniveaus gewinnt die betriebliche Altersvorsorge zunehmend an Bedeutung und entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Instrument der Mitarbeitergewinnung und –bindung. Um die Entwicklung in diesem Bereich abzubilden, führt die Generali in Deutschland seit dem Jahr 2011 gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut jährlich die Studienreihe „Betriebliche Altersversorgung im Mittelstand“ durch, die auf einer jährlichen, repräsentativen forsa-Umfrage unter ca. 200 bAV-Verantwortlichen in deutschen mittelständischen Unternehmen basiert. Bei der diesjährigen Umfrage zeigt sich, dass vor allem in größeren Betrieben der Anteil der Beschäftigten mit einer bAV besonders hoch ist. So sorgt in Betrieben mit 250 bis 500 Mitarbeitern im Schnitt jeder zweite Beschäftigte betrieblich für das Alter vor. Hingegen besteht in kleineren Betrieben noch deutlicher Nachholbedarf. Vor allem für das Topmanagement spielt die betriebliche Altersvorsorge eine zunehmend wichtigere Rolle. Die höchsten Anteile an bAV-Anwärtern unter Mitarbeitern und Führungskräften weisen vor allem die größeren und mittleren Betriebe mit 100 bis 500 Mitarbeitern auf. Auf allen Hierarchieebenen weisen Dienstleistungsgesellschaften bei der Markdurchdringung höhere Werte auf als Industrieunternehmen.

Unterschiedliche Entwicklungen bei Finanzierung

Deutlich Zuwachs verzeichneten im vergangenen Jahr solche bAV-Modelle, die auf einer gemischten Finanzierung aus Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen basieren. Keine große Veränderung zum Vorjahr gab es hingegen bei der rein arbeitgeberfinanzierten Entgeltumwandlung. Die rein arbeitgeberfinanzierte Betriebsrente konnte 2019 erstmals nach drei Jahren wieder einen Zuwachs verzeichnen. Im Schnitt boten die mittelständischen Betriebe ca. 1,5 bAV-Modelle an. Vor allem Betriebe zwischen 250 und 500 Mitarbeiter weisen aktuell mehr gemischt finanzierte Modelle auf als ein Jahr zuvor.

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