Aufpassen und “richtig” positionieren

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Ein unruhiges Marktumfeld fordert von Investoren einiges ab. Was gesucht ist, sind klare Botschaften zum Handeln. Denn die globalisierte Welt ist mittlerweile derart verzahnt, dass auch leise Zwischentöne markante Marktbewegungen auslösen können. Und Sie als Berater müssen Argumente für das Für und Wider zu einer Anlageentscheidung parat haben. finanzwelt hörte bei einigen Vermögensverwaltern nach, was sie zu brennenden Fragen der Zeit sagen.

Rezessionsangst?

Machen wir uns nichts vor – die vermeintlich goldenen Jahre der jüngeren Vergangenheit liegen wohl hinter uns. Nach der tiefgreifenden Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 ging es in der letzten Dekade quasi nur nach oben. Sattes Wachstum quer über den Globus, steigende Aktienmärkte und strudelnde Unternehmensgewinne prägten das Bild. Doch wie auch im realen Leben kommt es irgendwann einmal, mitunter sogar relativ unangekündigt, zu einer Trendwende. Erste dunkle Wolken machen sich am Firmament breit. Die Weltwirtschaft kühlt sich zunehmend ab. Ist das übertriebene Sorge? Die Rezessionsangst greift um sich.

Dabei handelt es sich volkswirtschaftlich um eine der vier Phasen (Aufschwung, Boom, Konjunkturtief und abschließend Rezession), die der Konjunkturzyklus durchlaufen kann. „Deutschland und weite Bereiche klassischer Industrien in Europa dürften bereits in diesem Quartal in einer technischen Rezession stecken – teilweise durch politische Fehlentscheidungen verursacht. Die Frage bleibt, ob ohne externe beherzte Eingriffe mit geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen ein Sturz der ganzen Weltwirtschaft in die Rezession verhindert werden kann. Hier sind wir eher optimistisch, da das strukturelle Wachstum in zahlreichen Branchen intakt ist“, sagt Thomas Böckelmann, Geschäftsführer und leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch. Frank Huttel, Prokurist und Leiter Portfoliomanagement FiNet Asset Management AG, zieht den Vergleich der Jahreszeiten ran, wonach nach Sommer eben Herbst und Winter kommen. „Leider“ versuchen die Notenbanken dagegen anzukämpfen und setzen den Markt außer Kraft“, so Huttel.

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