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Volker Weber, Vorstandsvorsitzender FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen e. V. / Foto: © FNG

Will die EU ihre Klima- und Energieziele bis 2050 erreichen, müssen pro Jahr mindestens zusätzlich 180 Mrd. Euro für Klimaschutz aufgebracht werden. Um mehr Kapital in nachhaltige Investitionen zu lenken, ist die Politik unter Führung der EU-Kommission dabei, Maßnahmenpakete zu verabschieden, um das ambitionierte Ziel zu erreichen. Zu den beiden wichtigsten Legislativpaketen zählen dabei:

  1. Taxonomie zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen
  2. Integration von Nachhaltigkeit in die Anlageberatung

Der Finanzindustrie wird damit eine Schlüssel- und Lenkungsrolle bei der Erreichung des 1,5° C- Ziels und einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft zugewiesen. Die Folge ist, dass der Markt für nachhaltige Geldanlagen immer stärker wächst und auch im Privatkundenbereich hohe zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen hat. Laut dem letzten Marktbericht des FNG erreichen nachhaltige Geldanlagen im D.A.CH.-Raum neue Höchststände. 2018 waren knapp 2,9 Bio. Euro im deutschsprachigen Raum verantwortlich investiert und erreichten damit ein neues Rekordniveau. Das Gesamtvolumen entspricht dem gemeinsamen Bruttoinlandsprodukt von Italien und Spanien. Von den 2,9 Bio. Euro entfiel knapp jeder sechste Euro bzw. Schweizer Franke auf nachhaltige Geldanlagen, welche sich 2018 auf eine Summe von 474 Mrd. Euro beliefen und somit um knapp 50 % im Vergleich zum Vorjahr wuchsen.

Dabei zeichnet den Markt für nachhaltige Investments seine Vielfältigkeit im Bezug auf die Anlagemöglichen und -stile aus. Die Praxis unterscheidet inzwischen mindestens acht Investmentstrategien.

Daten: FNG Forum Nachhaltige Geldanlagen
Swiss Sustainable Finance

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