19. Sieg bei 20. Auflage

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Zum mittlerweile 20. Mal hat der map-report sein PKV-Rating vorgelegt. Dabei konnte sich der bisherige Seriensieger erneut durchsetzen. Die Untersuchung liefert auch Antworten zur aktuellen Corona-Krise.

Die größte Frage, die viele Privatkrankenversicherte derzeit umtreibt, ist, ob sie durch die Corona-Pandemie und der damit deutlich steigenden Belastung für das Gesundheitswesen mit steigenden Beiträgen rechnen müssen. Die Autoren des map-report geben in dieser Hinsicht Entwarnung. So ist in der PKV für unvorhergesehene Ereignisse ein Sicherheitszuschlag von mindestens 5 % vorgesehen und auch in der Solvency-II-Berichterstattung wird in verschiedenen Stresstests die finanzielle Risikotragfähigkeit infolge schwerer Pandemien einkalkuliert. Mit Verweis auf die bisherigen Erfahrungen mit solchen Epidemien, bspw. der Vogelgrippe oder mit SARS sowie schwere Grippewellen früherer Jahre, erklärt der PKV-Verband, dass sich solche Ereignisse kaum auf die Beiträge in der PKV auswirken würden.

Erneuter Sieg für den Seriensieger

Die Corona-Pandemie ist ein sehr überraschendes Ereignis und mit den beispiellosen Restriktionen, die Wirtschaft und Gesellschaft derzeit aufgebürdet werden, hätte bis vor wenigen Wochen wohl niemand ernsthaft gerechnet. Deutlich erwartbarer war hingegen der aktuelle Sieger im map-report: Die Debeka holte sich mit insgesamt 88,30 Punkten souverän den Titel und ist damit zum mittlerweile 19. Mal Testsieger des map-report PKV-Ratings. Einzig im Jahr 2017 belegte der Koblenzer Versicherer nicht den Spitzenplatz in der Untersuchung. In diesem Jahr überzeugte die Debeka in allen drei Teilbereichen: So holte sie in der Servicebewertung mit 27,60 von 30 möglichen Punkten ebenso die Spitzenposition wie bei den Vertragsdaten, wo sie 36,80 von maximal 40 Punkten erreichte. Einzig bei den Bilanzkennzahlen, wo sie von 30 möglichen Punkten 23,90 holte, erreichte die Debeka keinen Spitzenplatz und musste sich mit Rang 6 begnügen. Mit deutlichem Abstand zu Platz 1 erreichte die Provinzial Hannover den zweiten Platz. Mit 31 von maximal 36 Punkten im Vertragsteil konnte der Versicherer aus der niedersächsischen Landeshauptstadt vor allem im Vertragsteil durch stabile Beiträge überzeugen. Auch in den anderen Bereichen Bilanz und Service konnte die Provinzial überzeugen und holte insgesamt 80,26 Punkte. Nur hauchdünn, mit einem Abstand von 0,26 Punkten, folgt ihr die Signal Iduna auf Rang 3. Noch knapper ist es zwischen den Plätzen 4 und 5: So hat die LVM mit 77,50 Punkten gerade einmal 0,05 Punkte Vorsprung auf die R+V. Platz 6 belegt die SDK mit insgesamt 76,60 Punkten, gefolgt von den punktgleichen Allianz und Alte Oldenburger, die beide 75 Punkte haben.

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