Wie unterschiedlich sparen die Generationen?

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Eine Umfrage zeigt, dass zwischen den Generationen zwar unterschiedliche Sparneigungen bestehen, die Sparziele jedoch weitgehend gleich sind. Im Laufe der Zeit haben sich die Ziele aber deutlich verschoben.

Wie sehr unterscheiden sich die verschiedenen Generationen im Sparverhalten? Das wollte die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) herausfinden und hat deshalb das Marktforschungsinstitut Kantar TNS 2.000 Personen über 18 Jahren zu dem Thema befragen lassen.

Sparneigung nimmt mit Alter ab

In der Umfrage gaben 66 % der Befragten an, dass sie regelmäßig Geld zurück legen würden. Besonders für die mittleren Jahrgänge hat das Sparen eine große Bedeutung. So sagten 79 % der 30-39-jährigen, 75 % der 40-49-jährigen und 77 % der 50-59-jährigen, dass sie regelmäßig Geld zur Seite legen würden. Bei den 18-29-jährigen tun dies immerhin 66 %, bei den über 60-jährigen ist es lediglich jeder zweite. Dass ausgerechnet zwischen 30 und 60 die Sparneigung am höchsten ist, begründen die Studienautoren damit, dass die jüngere Generation noch nicht über genug Geld verfüge um zu sparen bzw. das Geld lieber in Konsum investiere. Die älteren Jahrgänge hätten hingegen keinen besonderen Grund mehr zu sparen, da sie teilweise in finanziell sicheren Sphären angekommen sei.

Keine besonderen Unterschiede in der Sparneigung offenbart die Studie zwischen Männern und Frauen.

Mit Sparsamkeit werden vor allem langfristige Ziele verfolgt

Die Studienteilnehmer wurden auch nach ihren Motiven für das Sparen befragt. Sowohl in der jüngsten (18-29 Jahre) als auch in der ältesten Generation (Ü60) ist das wichtigste Sparziel, sich ein finanzielles Polster zu verschaffen. Die mittlere Generation (30-59 Jahre) möchte durch Sparsamkeit hingegen etwas für die private Altersvorsorge tun. Bei den anderen beiden Generationen liegt dieses Ziel jeweils auf Rang drei der größten Sparziele, was gerade bei der ältesten Generation erstaunlich ist, wo diese doch eigentlich schon längst etwas für die Altersvorsorge getan haben müsste. Das zweitwichtigste Sparziel der jungen Generation sind größere Anschaffungen. Bei der ältesten Generation ist das zweitwichtigste Sparziel, dass man sich Renovierungen am Eigenheim leisten kann.

Die Studie untersuchte auch, wie sich die Sparmotivation im Laufe der Zeit geändert hat. Dazu schätzen die Befragten ihre eigenen Sparziele und die ihrer Eltern ein. Dabei zeigt sich, dass das Motiv, sich ein finanzielles Polster zu verschaffen, deutlich an Gewicht gewonnen hat. Das gilt auch für das Ziel, sich bestimmte Hobbies leisten zu können. An Bedeutung verloren haben hingegen die Ziele, Geld in Wohneigentum zu investieren und Renovierung am Eigenheim zu finanzieren. Weitgehend gleich geblieben ist hingegen die Motivation, durch Sparsamkeit das nötige Geld für größere Anschaffungen zur Verfügung zu haben.  

Sparen ohne Plan?

In der repräsentativen Umfrage wurden die Bürger auch danach gefragt, warum momentan kein Geld zurückgelegt wird. Wer gar nicht spart, tut dies in den meisten Fällen, weil schlicht nicht genug Geld zur Verfügung steht. „Was viele komplett unterschätzen: Kleinvieh macht auch Mist. Oft können sich beispielsweise aus einer Budgetoptimierung schon Ansätze ergeben, um zumindest für die private Altersversorgung einen kleinen Beitrag zurückzulegen. Hier stecken manche einfach den Kopf in den Sand. Da hilft häufig ein externer Blick“, so die Finanzexperten der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Bei den über 60-Jährigen gibt es natürlich auch einen gewissen Prozentsatz, der mit diesem Thema aus Altersgründen abgeschlossen hat bzw. das Gefühl finanzieller Sicherheit genießt. Die unter 30-jährigen Befragten sind zum Teil noch nicht ganz im Thema Finanzplanung angekommen und fokussieren sich eher auf den aktuellen Konsum. (ahu)

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