Techmonitor GKV 2025: Erfahrungen mit der Elektronischen Patientenakte
26.02.2025
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60 Prozent der Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen stehen der im Januar eingeführten Elektronischen Patientenakte (ePA) grundsätzlich positiv gegenüber. 29 Prozent zeigen sich bisher noch unentschieden und die Zahl der Skeptiker und Ablehner liegt bei 11 Prozent. Dies zeigt der aktuelle Techmonitor GKV 2025 des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Heute und Morgen aus Köln.
Verbunden sind damit aber auch zahlreiche Herausforderungen und Erwartungen. Zwei Drittel der GKV-Versicherten (67 %) fühlen sich beispielsweise von ihrer Krankenkasse bisher noch nicht ausreichend zur ePA informiert. Befragt wurden insgesamt 1.571 GKV-Versicherte zwischen 18 und 70 Jahren.
Elektronische Patientenakte: Vor und Nachteile
Vorteile sehen die GKV-Versicherten vor allem darin, dass die ePA zu einer besseren ärztlichen Behandlung führen kann (44 %), aber beispielsweise auch darin, dass Mehrfachuntersuchungen und Doppelbehandlungen zukünftig vermieden werden können (31 %). Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit äußern 29 Prozent, 23 Prozent sehen mögliche nachteilige Folgen durch den Zugriff der Krankenkassen auf die Gesundheitsdaten. Zu den am häufigsten gewünschten (Zusatz- )Funktionen der ePA-App zählen die einfache Einsicht in alle medizinischen Befunde und Arztberichte (80 %), die Erinnerung an Vorsorgeuntersuchungen (62 %) und die Verwaltung von Arztterminen (46 %). Datenbasierte individuelle Empfehlungen zu gesundheitsbewusstem Verhalten wünschen 19 Prozent.
Erste Nutzererfahrungen mit der ePA-App
Aktuell verfügen nach eigenen Angaben 15 Prozent der GKV-Versicherten bereits über die ePA- App ihrer Krankenkasse, weitere 40 Prozent wollen diese zukünftig nutzen. 39 Prozent wissen noch nicht, ob sie die App zukünftig nutzen werden. 6 Prozent wollen der ePA widersprechen oder haben dies bereits getan.
Häufig werden zur Begründung dafür Datenschutzbedenken angeführt (in 45 % der Ablehner- Fälle), aber auch die generelle Auffassung, dass persönliche Gesundheitsdaten und Krankengeschichten außerhalb der Arzt-Patient-Beziehung niemanden etwas angehen (20 %). Mit Blick auf die bisherigen Nutzererfahrungen der ePA-App (bisheriger Nutzeranteil: 15 %) zeigt sich, dass eine ganze Reihe von Optimierungswünschen besteht. Beispielsweise in puncto Einfachheit von Login und Bedienung sowie übersichtlicher Gestaltung. „Die zukünftige Akzeptanz und Nutzung der ePA-App wird ganz entscheidend von der Informationsqualität und der unmittelbaren User Experience abhängen „, sagt Axel Stempel, Geschäftsführer bei Heute und Morgen. „Im ersten Vergleich der einzelnen Krankenkassen zeigen sich hier erhebliche Unterschiede, die letztlich auf die gesamte Anbieterwahrnehmung ausstrahlen“. (mho)
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