Ertragsrückgang bei DWS

29.04.2020

Asoka Wöhrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der DWS Gruop / Foto: © DWS Group

Die Deutsche-Bank-Fondstochter DWS hat Zahlen für das abgelaufene erste Quartal vorgelegt. Demnach sind die Erträge im Quartalsvergleich deutlich gesunken. Das Management will weiter an seinem Kostenreduktionsplan festhalten.

„Es sei wegen der großen Ungewissheit über die Dauer und den Verlauf der Pandemie fast unmöglich, eine Aussage über den Verlauf des Jahres zu treffen. Als Folge des Marktabschwungs erwarten wir jedoch, dass die bereinigten Erträge und Kosten unter den Zahlen für 2019 liegen werden", teilte CEO Asoka Wöhrmann mit.

Die Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorquartal um 24 Prozent auf EUR 524 Millionen im ersten Quartal 2020 (Q4 2019: EUR 687 Millionen; Q1 2019: EUR 534 Millionen). Während Managementgebühren und sonstige wiederkehrende Erträge stabil blieben, sanken die Performancegebühren nach einem außergewöhnlich guten Wert im vorangegangenen Quartal um EUR 91 Millionen und damit auf ein normales Niveau. Zudem reduzierte sich der Marktwert von Garantien (fair value of guarantees) um EUR 55 Millionen. Im Jahresvergleich gingen die Erträge leicht um 2 Prozent zurück.

Der bereinigte Vorsteuergewinn sank im Vergleich zum Vorquartal um 33 Prozent auf EUR 179 Millionen im ersten Quartal (Q4 2019: EUR 266 Millionen; Q1 2019: EUR 153 Millionen). Ursache waren geringere Erträge, die durch die reduzierten bereinigten Kosten nur teilweise ausgeglichen wurden. Im Jahresvergleich stieg der bereinigte Vorsteuergewinn um 17 Prozent. Nach Steuern wies die DWS für das erste Quartal 2020 ein im Quartalsvergleich 33 Prozent niedrigeres Konzernergebnis in Höhe von EUR 121 Millionen aus. Im Jahresvergleich erhöhte sich das Konzernergebnis um 19 Prozent (Q4 2019: EUR 182 Millionen; Q1 2019: EUR 102 Millionen).

Das verwaltete Vermögen (AuM) reduzierte sich im ersten Quartal 2020 auf EUR 700 Milliarden (Q4 2019: EUR 767 Milliarden). Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf den Marktabschwung im Zuge der Pandemie zurückzuführen, während sich Währungseffekte positiv auswirkten. (ah)