Nürnberger sieht sich auf gutem Weg

19.03.2018

Dr. Armin Zitzmann, Vorstandsvorsitzender der Nürnberger Versicherung / Foto: © Nürnberger

Die Nürnberger Versicherung hat heute ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Obwohl das Produkt zuletzt immer wieder öffentlich in die Kritik geriet, bekennt sich die Nürnberger zur Lebensversicherung. Die Digitalisierung verändert die Mitarbeiterstruktur.

Die Nürnberger Versicherung hat im vergangenen Jahr Beiträge in Höhe von 3,403 Mrd. Euro eingenommen, 2 % mehr als im Vorjahr. Damit liegt das Unternehmen auch über dem Marktdurschnitt für das Wachstum der Beitragseinnahmen von 1,7 %. Im Neugeschäft wurden Einnahmen in Höhe von 513,8 Mio. Euro erzielt, im Vorjahr waren es noch 496,1 Mio. Euro. Zum Wachstum trugen vor allem die Krankenversicherung (+20,9 %) und die Schadensversicherung (+17,9 %) bei. Konzernweit stiegen die Kapitalanlagen auf 29,507 Mio. Euro, ein Plus von 6,8 %. Aktuell verwaltet die Nürnberger 6,1 Mio. Versicherungsverträge. Die Kunden des Versicherers erhielten 2017 2,56 Mrd. Euro für Versicherungsfälle und Beitragsrückerstattungen ausgezahlt, im Vorjahr waren es 2,44 Mrd. Euro.

Dank des sehr guten versicherungstechnischen Ergebnisses im Lebengeschäft sowie eines einmaligen steuerlichen Sondereffektes verdoppelte sich der Jahresüberschuss des Konzerns beinahe – von 59,3 Mio. Euro auf 99,5 Mio. Euro. Der Konzernumsatz, der sich aus den gebuchten Bruttobeiträgen, aus Kapitalanlagen und Provisionserlösen zusammensetzt, lag 2017 bei 4,387 Mrd. Euro und damit 4,7 % über dem Vorjahreswert. Die NGB, die Dachgesellschaft des Konzerns erzielte einen Jahresüberschuss von 63 Mio. Euro. Die Nürnberger hält die Dividende stabil: „Wir können unseren Aktionären auch in diesem Jahr wieder 3 EUR pro Aktie zahlen“, so Dr. Armin Zitzmann. Der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens blickt optimistisch in die Zukunft. „Als unabhängiges Unternehmen können wir unsere Verantwortung für die Gesellschaft, für Kunden, Mitarbeiter und Partner sowie für die Branche und die Region wirkungsvoll wahrnehmen. Unser Ziel ist die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen unserer Kunden mit für sie passenden Produkten und Dienstleistungen sowie flexiblen, digitalen Systemen und Prozessen. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg.“

Kein Run-off, im Gegenteil

Aufgrund der niedrigen Zinsen ist die Lebensversicherung in den letzten Monaten zunehmend in die Krise geraten und Gerüchte das Thema Run-Off verunsicherte viele Kunden. Bei der Nürnberger setzt man jedoch weiterhin auf Lebensversicherungen. „Sie ist und bleibt ein unverzichtbarer und wertvoller Bestandteil der privaten Altersvorsorge. Dieses Geschäftsfeld werden wir nicht nur erhalten, sondern aufbauen“, betont Zitzmann. „Die Lebensversicherung ist Teil der Nürnberger DNA.“

„Andere Produkte rund um den Einkommensschutz, wie zum Beispiel unser Ernstfallschutz sowie eine verbesserte Berufsunfähigkeits-Versicherung ergänzen das Angebot“, erklärt der Nürnberger Vorstandschef weiter. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz, das Anfang des Jahres in Kraft trat, erhofft sich die Nürnberger zusätzliche Vertriebschancen.

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