Infinus-Urteil wohl erst nächstes Jahr

Mit einem Urteil im Infinus-Prozess ist wohl erst im nächsten Jahr zu rechnen / Foto: © BillionPhotos.com-fotolia.com

Der Infinus-Prozess wird wohl erst im nächsten Jahr zu einem Abschluss kommen. In dem Mammutprozess wurden bislang über 200 Zeugen gehört. Im Sommer hatte es eine interessante Wende gegeben.

Seit 2015 geht es vor dem Landgericht Dresden um einen der größten Skandale der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Insgesamt sechs Personen müssen sich wegen bandesmäßigen Betrugs bzw. wegen Beihilfe dazu verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, ca. 22.000 Anleger um insgesamt 312 Mio. Euro betrogen zu haben. Im August wurde bekannt, dass es sich bei dem Vorgehen möglicherweise um kein Schneeballystem handelt.

Bislang wurden in dem Mammutprozess 220 Zeugen befragt und die Hauptakte füllen bereits 60 Ordner. Da nur noch vier Zeugen zu hören sind, befindet sich der Prozess auf der Zielgeraden. Da jedoch noch einige Beweisanträge der Verteidigung offen sind, ist nur schwer vorstellbar, dass der Prozess noch in diesem Jahr zu einem Ende führen wird. Bis Weihnachten sind noch 17 Verhandlungstage angesetzt. Die Kammer geht aber davon aus, dass der Prozess auch im neuen Jahr fortgesetzt werden muss.

finanzwelt wird Sie über die weitere Entwicklung in dem Fall auf dem Laufenden halten. (ahu)