Höhere Handelsaktivität auf Fondsmarkt

Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase / Foto: © ebase

Im 2. Quartal diesen Jahres wurden deutlich mehr Fonds gehandelt als im Durchschnitt des Vorjahres. Dazu haben besonders in Europa anlegende Fonds, Mischfonds und ETFs beigetragen. Fonds aus den USA und Asien wurden vor allem verkauft. Das geht aus dem aktuellen ebase-Fondsbarometer hervor.

„Im zweiten Quartal 2017 war die Fondsnachfrage unverändert hoch, die Anleger scheinen auch für das zweite Halbjahr mit positiven Kapitalmärkten zu rechnen“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. Zwar konnten die Handelsaktivitäten der ebase-Kunden, die von Fondsvermittlern und Anlageberatern der mit ebase kooperierenden Vertriebspartner betreut werden, nicht ganz an das volumenstarke erste Quartal anknüpfen, lagen jedoch deutlich über dem Durchschnitt des Vorjahres. So zeigte das ebase-Fondsbarometer zwischen April und Juni diesen Jahres Handelsaktivitäten auf einem Niveau zwischen 105 und 124 % des Vorjahres-Durchschnitts. Mit einem Stand von 113 Prozent lag das Barometer im Juni 13 Prozentpunkte über dem Durchschnitt des Vorjahres.

Europa-Fonds werden gekauft, USA und Asien-Fonds verkauft

„Ein detaillierter Blick in die Kauf- und Verkaufstatistiken zeigt, dass weltweit investierende Fonds, Mischfonds und auch Deutschland-Fonds stark gefragt waren, während beispielsweise USA-Fonds deutlich geringere Handelsaktivitäten verzeichneten als 2016″, präzisiert Geyer. So sanken im Juni die Handelsaktivitäten bei USA-Fonds auf nur noch 47 % des Vorjahresdurchschnitts.

Das Interesse der Kunden an deutschen und anderen europäischen Anlagen wird auch durch den Kaufquotienten bestätigt, der Auskunft über das Verhältnis von Mittelzuflüssen zu den Abflüssen gibt. So lag der Kaufquotient bei deutschen und europäischen Aktien bei 1,26 bzw. 1,39. Damit lagen die Käufe um 26 bzw. 39 % höher als die Verkäufe. Umgekehrt ist das Verhältnis bei Fonds mit Anlageschwerpunkt Asien und Amerika. Bei US-Aktienfonds lag der Kaufquotient im zweiten Quartal diesen Jahres bei 0,61. „Das kann als weiteres deutliches Indiz für das wiedererwachte Interesse der Anleger an europäischen Investments und einer nachlassenden Nachfrage nach US-Fonds gewertet werden“, erklärt Geyer. „Möglicherweise machen sich bei Anlegern Bedenken breit, dass der aktuelle Aufschwung der US-Konjunktur nicht so stark ist wie ursprünglich angenommen.“

Weniger Handel mit ETFs

Im ersten Quartal diesen Jahres waren ETFs sehr stark am Markt vertreten und die Handelsaktivitäten betrugen 130 % des Vorjahresdurchschnittes. Im Juni fiel das Handelsvolumen jedoch deutlich ab und lag bei lediglich 94 % des Vorjahreswertes. Die Mittelzuflüsse bei ETFs blieben davon jedoch unbeeindruckt und lagen erneut deutlich über den Abflüssen. So lag der Kaufquotient bei 1,93, d.h. es wurde knapp doppelt so viel in ETFs investiert wie Bestände aufgelöst.

Besonders weltweit bzw. am deutschen Markt anlegende ETFs weisen sehr hohe Kaufquotienten auf. Während bei Deutschland-ETFs die Neukäufe fast doppelt so hoch lagen wie die Verkäufe (Kaufquotient 1,93), übertrafen bei global investierenden ETFs die Mittelzuflüsse die Abflüsse sogar beinahe um das Dreifache (Kaufquotient: 2,72). „Das zeigt, dass der Trend hin zu ETF-Investments weiter ungebrochen ist“, resümiert der ebase-Geschäftsführer. (ahu)

www.ebase.com