Gegen den Trend

Manufactum hat den Trends des Versandhandels in den letzten Jahren erfolgreich getrotzt / Foto: © lassedesignen fotolia.com

Im Zuge der Digitalisierung wurde die Marktsituation für den Katalogversand zunehmend schwieriger. Manufactum bietet seine Produkte inzwischen auch online an. Der Katalog spielt aber immer noch eine wichtige Rolle.

In diesem Jahr feiert das Waltroper Handelsunternehmen Manufactum sein 30-jähriges Jubiläum. Seit dem Start als reiner Versandhandel mit drei Mitarbeitern im Sommer 1987 hat sich Manufactum zu einem etablierten Multi-Channel-Unternehmen mit mehr als 550 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 90 Mio. Euro entwickelt.

Bereits im Jahr 2000 hat Manufactum die Zeichen der Zeit erkannt und ist in den damals noch recht jungen Online-Handel eingestiegen. Seitdem ist der Umsatzanteil im Internet stetig gewachsen und übertrifft inzwischen sogar den des Katalogversands. Dem Unternehmen ist auch bewusst, dass Versandhandel kein Ersatz für den stationären Einzelhandel ist, weshalb man 2001 im Stammhaus in Waltrop einen ursprünglich als Ausstellungsraum genutzten Raum zum Verkaufsraum umfunktionierte. In den folgenden Jahren kamen weitere stationäre Geschäfte in Berlin, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart hinzu. Auch im kommenden Jahr wird das Wachstum weitergehen und das Unternehmen wird mit einer Filiale in Wien erstmals ins Ausland expandieren. Geliefert wird bereits in 60 Länder.

Preisgekrönte Filialen

Die Filialen sind zumeist in historischen und architektonisch bemerkenswerten Gebäuden angesiedelt. Da diese Immobilien nicht immer leicht zu finden sind, dauerte es bspw. in Bremen zehn Jahre, bis das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Bremer Bank als passendes Objekt gefunden wurde. Doch das Warten hat sich gelohnt: Anfang des Jahres wurde die Manufactum-Filiale in Bremen mit dem renommierten Preis „Store of the Year“ des Handelsverbandes Deutschland (HDE) ausgezeichnet. Diesen Preis erhielten zuvor bereits die Filialen in Düsseldorf (2005) und München (2007).

Kunde will Produkt erleben

„Ein wesentlicher Grund für die Expansion in den stationären Handel war der Wunsch vieler Kunden, die Produkte hautnah zu erleben, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen“, erläutert Max Heimann, Geschäftsführer von Manufactum. „In unseren Warenhäusern laden wir deshalb zum Stöbern und Entdecken ein und bieten die Möglichkeit zur lebendigen Auseinandersetzung mit den Waren.“ So kann der Kunde die Sportgeräte ausprobierten, die geschmiedeten Bratpfannen in die Hand nehmen und Lebensmittel verkosten. Möglichkeiten, die ein reiner Versandhandel wohl nie bieten wird.

Katalog als Basis

Seit den Anfangstagen ist der Warenkatalog ein Grundpfeiler von Manufactum. Dieser dient vielen Kunden als Nachschlagewerk und wird teilweise sogar wie ein Sammlerstück archiviert. Pünktlich zum Jubiläum im August erhält er zudem einen neuen Look. Im aktuellen Katalog befinden sich mit ca. 8.500 Produkten ca. 20 Mal so viele Angebote wie beim ersten Katalog 1987. Bereits seit den Anfangstagen sind die gusseiserne Invicta Bräter, die Teppiche der Kokosweberei Schär sowie der traditionelle Balsamico-Essig von Giusti im Sortiment.

„Unsere Leidenschaft gilt Produkten, die den Alltag unserer Kunden besonders machen, wobei unsere Kunden sehr unterschiedlich sind. Was sie verbindet, sind ihre hohen Ansprüche in Bezug auf Qualität und Nachhaltigkeit der Dinge, die sie jeden Tag verwenden.“, so Dr. Christopher Heinemann, Geschäftsführer von Manufactum. (ahu)

www.manufactum.de