Draghi muss am Donnerstag Farbe bekennen

Carsten Mumm / Foto: © Donner & Reuschel

In dieser Woche wird –  neben den Auswirkungen des Shutdown in den USA – das Treffen der EZB am Donnerstag im Fokus stehen. Nachdem die Renditen zu Jahresanfang stark gestiegen sind, muss die EZB die Frage beantworten, ob sie früher als bisher geplant in ein Tapering einsteigt. Die Voraussetzungen sind erst einmal positiv: Die Konjunktur in Europa läuft, Inflation ist aktuell kein Thema. Die EZB ist im Plan und wird alles tun, um den Euro nicht noch stärker ansteigen zu lassen. Allerdings würden wir aktuell auch eher von einer Schwäche des US-Dollar sprechen als von einer Stärke des Euro. Die Steuerreform in den USA und der aktuelle Shutdown sind alles andere als positiv für den US-Dollar. Es bleibt abzuwarten, ob nach der Pressekonferenz am Donnerstag der Euro weiterhin so stark ist.

Marktkommentar von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel