Pia Kater

Pia Kater neue Leiterin Communications & Marketing bei Lupus alpha

(fw) Bereits von 2005 bis 2012 war Pia Kater für die Kommunikation von Lupus alpha verantwortlich und hat die Positionierung des Spezialanbieters in der Öffentlichkeit mitgestaltet.

„In den kommenden Jahren wollen wir unser Wachstumstempo forcieren. Dazu wollen wir auch unsere Ressourcen in Kommunikation und Marketing nochmals verstärken“, sagte Ralf Lochmüller, Gründungspartner und Sprecher von Lupus alpha. „Wir freuen uns daher sehr, dass wir erneut Pia Kater für diese Aufgabe gewonnen haben. Als Kommunikationsspezialistin kann sie ihre langjährige Erfahrung im Bereich Asset Management und Banken ideal einbringen, um Lupus alpha auf seinem Wachstumskurs wirkungsvoll zu unterstützen“, so Lochmüller weiter.

Zuletzt war Pia Kater im Deutsche Bank-Konzern als Leiterin interne und externe Kommunikation bei der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim und anschließend als Head of Communications Asset Management bei der Deutschen Asset Management tätig. Ihre berufliche Laufbahn begann Pia Kater bei der Deutschen Bank. Es folgten Stationen als stellvertretende Abteilungsleiterin Presse & Medien bei der DekaBank, beim Handelsunternehmen Rewe als Leiterin Finanzkommunikation und bei Lupus alpha, wo sie für die interne und externe Kommunikation verantwortlich war.




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Update 1- 2: Cum & Ex – Zum angeblich größten Steuerskandal der Bundesrepublik –

Einerseits wird auf jahrelange gesetzgeberische Untätigkeiten i.S. cum & ex hingewiesen, andererseits wird einfach behauptet, es sei betreffend dem materiellen Steuerrecht und dem Steuerstrafrecht „zielgerichtete Steuerhinterziehung betrieben“ worden,1) ohne die verfassungsrechtlichen Grundlagen dafür zu hinterfragen. Zu all dem soll hier eine gegenteilige Position eingenommen werden und an Hand der jeweiligen Gesetzeslage verdeutlicht werden, daß die verfassungsrechtlichen Grundlagen sowohl beim Primär-
wie auch beim Sekundärrechtsschutz schlicht ausgeblendet werden.

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Dr. Klaus-R. Wagner Rechtsanwalt und Notar, Fachanwalt für Steuerrecht
und Thomas F. Spemann, Wiesbaden
Jörg Haffner

Jörg Haffner wird neuer Geschäftsführer bei Qualitypool

(fw) „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Jörg Haffner einen ausgewiesenen B2B-Experten aus der Branche für uns gewinnen konnten, um die sehr erfolgreiche Arbeit von Michael Neumann fortzusetzen“, so Stephan Gawarecki, ebenfalls Geschäftsführer des Lübecker Maklerpools. Neumann ist seit fast viereinhalb Jahren Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. Nun wird er innerhalb des Hypoport-Konzerns vom Maklerpool zum Endkundenvertrieb wechseln. Denn Neumann soll bei der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG den Vorstand verstärken. „Ich freue mich, mit Michael Neumann auch in Zukunft eng zusammen zu arbeiten“, erklärt Gawarecki, der dem Vorstand der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG vorsitzen wird.





Michael Neumann

Michael Neumann wird Vorstand bei Dr. Klein

(fw) Zusätzlich soll Michael Neumann, aktuell Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, den Vorstand verstärken. Neumann wechselt somit innerhalb des Hypoport-Konzerns vom Maklerpool zum Endkundenvertrieb.

Stephan Gawarecki, aktuell Vorstandssprecher der Dr. Klein & Co. AG, wird Vorsitzender des Vorstands der zukünftigen Dr. Klein Privatkunden AG. In dieser Funktion möchte er sich noch stärker auf das strategische Wachstum, die optimale Verzahnung der einzelnen Geschäftsmodelle im Privatkundenbereich und die Unternehmenskultur konzentrieren.
Die angehenden Vorstände Straub und Neumann, die sich seit mehr als zehn Jahren kennen, ergänzen sich bestens. Neumann wird im Vorstand zuständig sein für die Ressorts Niederlassungen, Versicherung und Marketing. Straub kann sich neben dem Ratenkreditbereich voll auf den weiteren Ausbau des Franchisesystems fokussieren. Hier sieht das Unternehmen noch besonders viel Wachstumspotenzial. „Wir wollen unsere Franchisepartner noch besser unterstützen und zudem ihre Anzahl weiter steigern“, so Gawarecki. „Deshalb räumen wir der Betreuung des Franchisesystems eine besonders hohe Bedeutung ein.“

Die Position als Geschäftsführer der Qualitypool GmbH, die Neumann viereinhalb Jahre sehr erfolgreich ausgefüllt hat, konnte bereits neu besetzt werden: Ab dem 1. Juli 2016 wird Jörg Haffner, bisheriger Leiter des Key-Account-Managements der ING DiBa und damit ein ausgewiesener B2B-Experte, Geschäftsführer der Qualitypool GmbH. So ist sichergestellt, dass möglichst nahtlos an Neumanns hervorragende Arbeit bei Qualitypool angeknüpft werden kann.




Check24 vor Münchener Gericht

2016-02-23 (fw/db) Mit einer mündlichen Verhandlung beim Landgericht München wird morgen ein Prozess fortgesetzt, der klären soll, ob das Internetportal Check24 gegen das Gesetz des unlauteren Wettbewerbs verstößt.

Geklagt hat der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). Unter dem Deckmantel eines Preisvergleichsportals würden Verbraucher angelockt, um Versicherungsverträge über das Portal abzuschließen, so der BVK in seiner Klageschrift.

„All das geschieht, ohne die gesetzlichen Anforderungen für Versicherungsvermittler einzuhalten – das können wir im Interesse unserer Kunden so nicht akzeptieren und daher haben wir uns zur Klage entschieden“, so der BVK-Präsident Michael H. Heinz.

Verbraucherschutz dürfe im Internet nicht aufhören. Es müsse eine Gleichbehandlung aller Marktteilnehmer geben, um einen einheitlichen Verbraucherschutz zu gewährleisten. Auch für die Internetportale, die Versicherungen vermitteln, müsse gelten: die deutliche Übermittlung der Statusinformation als Versicherungsvermittler in verständlicher Textform beim ersten Geschäftskontakt, die Durchführung einer individuellen Leistungs- und Bedarfsanalyse zur Identifizierung des Kundenwunsches und seiner Bedürfnisse sowie eine individuelle Beratung. Dem werde der Versicherungsvermittler und Internetportal Check24 nicht gerecht, so der BVK.

Im Vorfeld der Klage hatte der Verband Check24 abgemahnt und aufgefordert, die Missstände zu beseitigen. Da das Vergleichsportal dazu nicht bereit war, reichte der BVK im September Klage ein. In seinem Vorgehen fühlt sich der BVK bestätigt durch den Verbraucherverein Verbraucherzentrale Hamburg e.V., der den Vorstoß des BVK öffentlich befürwortete.

Die Rechtsauffassung des BVK werde durch den Rechtswissenschaftler und Versicherungsexperten Prof. Dr. Hans-Peter Schwintowski bekräftigt. Der Experte meint eine Vergleichsplattform handle unlauter, wenn sie dem Verbraucher wesentliche Informationen vorenthalte, die er benötigt, um eine fundierte geschäftliche Entscheidung zu treffen. Der BVK sieht diesen Tatbestand bei Check24 erfüllt.

Dietmar Braun
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Dr. Norbert Rollinger neuer Vorstandsvorsitzender der R+V

(fw) Er ist Nachfolger von Dr. Friedrich Caspers (64), der zum Jahresende 2016 altersbedingt in den Ruhestand geht. Dr. Caspers leitet das Unternehmen seit 1. Mai 2006.

Dr. Norbert Rollinger (52) ist in der heutigen Aufsichtsratssitzung der R+V Versicherung AG mit Wirkung zum 1. Januar 2017 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt worden. Er ist Nachfolger von Dr. Friedrich Caspers (64), der zum Jahresende 2016 altersbedingt in den Ruhestand geht. Dr. Caspers leitet das Unternehmen seit 1. Mai 2006.

Dr. Rollinger gehört seit April 2009 dem Vorstand der R+V Versicherung AG an und hat zum 1.1 2010 im Holding-Vorstand die Verantwortung für das gesamte Komposit-Versicherungsgeschäft der R+V Versicherungsgruppe übernommen. Unter seiner Führung setzte R+V ihr marktüberdurchschnittliches Wachstum in diesem Segment weiter fort: Die Beitragseinnahmen der R+V Kompositversicherungen stiegen im inländischen Erstversicherungsgeschäft seit Ende 2009 um fast 50 Prozent auf rund 4,6 Milliarden Euro. Der genossenschaftliche Versicherer hat damit seine Position als zweitgrößter deutscher Schaden-/Unfallversicherer, zweitgrößter Kreditversicherer und drittgrößter Kfz-Versicherer weiter ausgebaut.

Der promovierte Jurist und Betriebswirt Dr. Rollinger begann seine berufliche Karriere 1990 bei McKinsey & Company in Düsseldorf und Köln. Von 1995 bis 1998 bekleidete er verschiedene Führungsfunktionen im Direktvertrieb der DBV-Winterthur Gruppe. Mit seinem Eintritt Anfang 1999 in den AXA-Konzern übernahm Dr. Rollinger als Direktor das Privatkundengeschäft in der Schaden-/Unfallversicherung. 2005 wechselte er zu den Generali Versicherungen nach München als Mitglied der Vorstände für Kompositversicherungen und in 2008 wurde er zudem Mitglied der Vorstände für Kompositversicherung der Volksfürsorge Versicherungsgruppe in Hamburg.

Im Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) engagiert sich Dr. Rollinger seit mehr als 10 Jahren in diversen Fach- und Lenkungsausschüssen, seit 2012 als Mitglied des Präsidiums und Vorsitzender des Hauptausschusses Schaden-/Unfallversicherung. Auf europäischer Ebene vertritt er die Interessen der deutschen Versicherungswirtschaft im Strategic Board von Insurance Europe, dem Zusammenschluss der europäischen Versicherungsverbände.
Der gebürtige Rheinländer mit Luxemburger Staatsangehörigkeit ist verheiratet und hat drei Kinder.

www.ruv.de






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Oddo Meriten Asset Management GmbH verstärkt Team

(fw)  Der Fokus seiner neuen Tätigkeit wird auf dem Ausbau der Vertriebsstrukturen vor allem im Süden Deutschlands liegen.

„Alle Klienten in Deutschland, sowohl im institutionellen als auch im Wholesale-Bereich, sollen ortsnah vom erweiterten Investmentfonds-Angebot der Oddo Meriten AM profitieren“, erläutert Martin Theisinger, Geschäftsführer Vertrieb der Oddo Meriten AM GmbH. „Besonders bei den Vermögensverwaltern sehen wir im deutschen Markt beste Wachstumschancen. In Frankreich zählt die Oddo Gruppe mit 800 aktiven Partnern und 80.000 Klienten schon zu den Top 3 im Vermögensverwaltungsmarkt.“

Markus Kurz bringt für die daraus resultierenden Aufgaben eine langjährige Vertriebserfahrung mit. Sieben Jahre lang war er als Vertriebsdirektor im Wholesale der HANSAINVEST Hanseatische Investment‐GmbH engagiert. Bereits zuvor engagierte er sich zwölf Jahre im Finanzdienstleistungssegment, unter anderem bei Noramco Asset Management und TBF Global Asset Management GmbH.

www.meriten.de








Keep calm and carry on!

Nun gilt es Ruhe zu bewahren und die Sicherheitsmaßnahmen sukzessive zu erhöhen. Natürlich wird dies mit höheren Kosten für die Staatsausgaben verbunden sein, aber jedem dürfte klar sein, dass der Personalabbau bei Polizei und Sicherheitskräften beendet ist. Aber nicht nur die physische Präsenz wird erhöht werden, auch im Bereich der Cyber-Kriminalität werden massive Abwehranstrengungen erforderlich sein, um größere Schäden zu vermeiden. Die in Misskredit geratene Rüstungsindustrie wird wieder mehr zu Ehren kommen, auch wenn viele von einer friedlicheren Welt mit weniger Waffen geträumt haben.

Es stellt sich die Frage, welche Auswirkungen dies alles auf die konjunkturelle Entwicklung haben wird. Wie immer positive und negative. Den Stimmungsbelastungen und einer möglichen Konsumzurückhaltung nach solchen Anschlägen stehen die steigenden Staatsausgaben (Sicherheit etc.) gegenüber. Nach den Anschlägen in Paris trübten sich die Stimmungsindikatoren weit weniger stark ein als befürchtet. Gestern wurden eine Reihe von Frühindikatoren, allen voran der Ifo-Geschäftsklimaindex, mit einer positiven Tendenz veröffentlicht. Die Terroranschläge, die zweifellos fortgesetzt werden, treffen Europa in einer Phase relativer Stabilität und robuster Konjunktur. Kurzfristig sind wenig Auswirkungen zu erwarten. Mittelfristig könnten jedoch stärkere Grenzkontrollen und Konsumzurückhaltung (z.B. Reisen) zu Wachstumsverlangsamungen führen. Deshalb ist zu wünschen, dass die Grundhaltung, auch angesichts der Bedrohung ruhig zu bleiben und weiterzumachen, starke Verbreitung findet.

Autor: Michael Beck,
Leiter Asset Management Bankhaus ELLWANGER & GEIGER KG






„Murmeltiertag“ für die Finanzmärkte

Denn jene drei Sorgenkinder, die die Anleger zu Anfang des Jahres beschäftigten, darunter der ungewisse Zeitpunkt der ersten Zinsanhebung durch die Fed, die gedämpfte Weltkonjunktur und die anhaltende makroökonomische Ungewissheit in China, sind praktisch noch genauso akut wie im Sommer. Entsprechend lohnt sich möglicherweise die Klärung der Frage, was sich an den Märkten verändert hat und was nicht.

Die US-Notenbank hat alles darangesetzt, um die geldpolitische Sitzung von Dezember weiter im öffentlichen Bewusstsein zu halten (gemäß den derzeitigen Marktbewertungen ist eine Erhöhung im Dezember wahrscheinlich, nachdem die Wahrscheinlichkeit vor der Oktober-Sitzung noch unter 30 % gelegen hatte). Nichtsdestotrotz lässt sich noch immer nicht mit vollständiger Sicherheit absehen, ob die Fed vor Jahresende erhöhen wird oder nicht. Hauptgrund hierfür ist der saisonbedingte Rückgang der Marktliquidität im Dezember. Kritiker der Fed würden anführen, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) schlichtweg zu transparent zu Werke ging und sich die politischen Entscheidungsträger in eine Sackgasse manövriert haben. Wenn nicht einmal der FOMC selbst weiß, was er tun sollte, kann auch niemand anders genau vorhersagen, wie sich die Fed verhalten wird.

Ohne Frage waren die Entscheidungen (bzw. Unterlassungen) der Fed das beherrschende Thema der letzten Wochen. Doch die größte Sorge stellt möglicherweise die gedämpfte Weltkonjunktur dar. Obwohl die Lehman-Krise schon mehr als sieben Jahre zurückliegt, sind Anzeichen einer traditionellen Konjunkturerholung noch immer mit der Lupe zu suchen. Wenn überhaupt, sorgen sich die Märkte derzeit um die Überkapazität in China und was diese nicht nur für Rohstoff- und Energieunternehmen, sondern auch für die Rentabilität der Industrie im Allgemeinen implizieren wird. Auch wenn wir keine Rezession erwarten, liegt es auf der Hand, dass zahlreiche globale Branchen eine Krise durchmachen und eine Verschlimmerung ihrer Lage verzeichnen dürften. Von einem Rückgang der Gewinne der Industrie zu sprechen, mag an Panikmache grenzen. Doch für Hersteller von Bergbau- oder Landmaschinen (Bereiche mit signifikantem globalem Überangebot) dürfte das nicht ganz unzutreffend sein. Wer standardisierte, undifferenzierte Produkte wie zum Beispiel Stahlplatten herstellt, hat einen schweren Stand. Unternehmen in dieser Branche geraten derzeit in die Insolvenz.

Bleibt die Frage, warum das globale Wachstum bislang so gedämpft ausfällt. Ein Grund hierfür besteht darin, dass sich Investitionen für Unternehmen nur dann auszahlen, wenn Letztere von einer Nachfrage nach ihren Gütern ausgehen. Daran ändert auch nichts, dass die QE den Nährboden (d. h. Zinsen nahe null) für Unternehmensinvestitionen geschaffen hat. Und diese Nachfrage stellte sich nach der Krise außerhalb der Schwellenländer nicht ein. Gewiss ist, so wie dies pausenlos diskutiert wurde, einzuräumen, dass die Schwellenländer (insbesondere sofern ihre Wirtschaft dafür ausgelegt ist, den chinesischen Rohstoffhunger zu stillen) inzwischen unter starkem Druck stehen, wodurch die Aussichten für den globalen Konsum bestenfalls gedämpft sind. Aufgrund dessen überrascht es kaum, dass sich Unternehmen entschlossen haben, Kosten zu senken und ihre Cashreserven für die Zahlung von Dividenden (oder Sonderdividenden) zu verwenden. Und um den Aktienkurs zu stützen, wurden in jüngster Zeit sogar spezielle Techniken wie Aktienrückkäufe herangezogen. In einer Welt, in der organisches Wachstum kaum noch zu finden ist, ist es wesentlich sinnvoller, Aktien zurückzukaufen, als sich teuren und langfristigen Projekten mit riesigem Investitionsvolumen und ungewisser Rendite hinzugeben – wie zahlreiche Bergbauunternehmen zu ihrem Leidwesen feststellen mussten.

Dass es den Unternehmen an Zuversicht mangelt, ist nur die eine Seite der Medaille. Als die Ölpreise einbrachen, gingen wir davon aus, dass die Verbraucher von einer Dividende in Form „günstiger Energie“ profitieren würden. Doch dieses Szenario trat nicht so ein wie erwartet. Welches sind die Gründe hierfür? Vergleichbar mit Unternehmen, die sich nur ungern in großen Investitionsprojekten engagieren möchten, sind wir der Auffassung, dass zahlreiche Verbraucher schlicht und einfach dafür dankbar sind, trotz vorangegangener Krise in Arbeit zu stehen. Entsprechend bringen sie ihre Ersparnisse durch niedrigere Ölpreise lieber auf die Bank. Möglicherweise noch stärker ins Gewicht fällt, dass die Lohnzuwächse äußerst moderat ausfielen, und das trotz angespannter Arbeitsmärkte in Ländern wie den USA und dem Vereinigten Königreich. Ebenso ist nicht zu vergessen, dass eine ganze Generation von Menschen, die gegen Ende des ersten Jahrzehnts der 2000er-Jahre die Schule oder Universität verließen, als Erwachsene niemals wissen werden, wie reichlich und günstig Finanzmittel vor der Lehman-Krise verfügbar waren. Dass der kreditgestützte Konsum in den USA oder sonst wo der Vergangenheit angehört, wird sich wesentlich auf das BIP-Wachstum im nächsten und in den kommenden Jahren auswirken. Anders ausgedrückt: Die „unheilige Dreifaltigkeit“ aus verschärfter Regulierung, höheren rechtlichen Kosten und verschärften Kapitalanforderungen wird dazu führen, dass Retail-Banken künftig verstärkt wie Versorgungsunternehmen erscheinen werden.

Bleibt die Frage, was dies für die Anleger bedeutet. Nach unserer Einschätzung wird organisches Wachstum nur schwer zu erzielen sein, was möglicherweise den jüngsten Zuwachs an M&A-Transaktionen erklärt. Unternehmen, die ihre Kostenbasis bereits gesenkt und ihren Aktienkurs mit Finanztechniken erhöht haben, verbleibt weniger Spielraum. Tatsächlich hat die verstärkte M&A-Aktivität und die Tatsache, dass Unternehmen bei ihren Bilanzen kreativer zu Werke gehen, die jüngste Verschlechterung der fundamentalen Bonität in den USA begünstigt.

Dass das Wachstum weiter gedämpft ausfallen dürfte, bedeutet, dass auch die Zinsen längere Zeit niedrig bleiben werden. Entsprechend könnte der letztliche Fed-Funds-Satz in diesem Konjunkturzyklus bei gerade mal 2 % liegen. Auch wenn das für Anleihen theoretisch positiv ist, hält sich die Euphorie in Bezug auf Staatsanleihen in Grenzen, wenn man die damit verbundenen Renditen und die Tatsache bedenkt, dass die US-Notenbank die Zinsen anheben wird. Attraktiv erscheint hingegen das europäische Hochzinssegment. Das liegt am nennenswerten Renditevorsprung gegenüber Staatsanleihen und daran, dass die Anlageklasse im Gegensatz zum Investment-Grade-Segment in der Regel von M&A-Transaktionen profitiert.

Auch wenn ein niedriger Diskontsatz für Aktien theoretisch stark zu begrüßen ist, legen die vorgenannten Sachverhalte den Schluss nahe, dass das Wachstum und entsprechend die Gewinne schwächer ausfallen dürften als bei einer teilweisen Nutzung der übermäßigen globalen Produktionskapazität. Nach unserer Einschätzung wird sich ein selektiver Ansatz bei Aktien auszahlen, insbesondere da die Sorgen in Bezug auf das chinesische Wachstum in absehbarer Zeit nicht nachlassen dürften. Ebenso meinen wir, dass sich die Anleger stärker auf die Bewertungen und die Fundamentaldaten konzentrieren werden, zumal die globale Liquidität weiter zurückgeht. Vor einem solchen Hintergrund sollten sich die Anleger auf weitere aktienspezifische Enttäuschungen gefasst machen. Die US-Notenbank wird den Aktienmärkten künftig nicht mehr unter die Arme greifen. Und auch wenn weitere EZB-Maßnahmen wahrscheinlich sind, wird die globale, alles mitreißende QE-Flut künftig der Vergangenheit angehören.

Autor: Mark Burgess, CIO EMEA and Global Head of Equities bei Columbia Threadneedle Investments



Der Mai wird kommen …

Nachdem in vielen Artikeln nachzulesen ist, warum der Börsenaufschwung weitergeht, will ich mich heute mit den Argumenten auseinandersetzen, die für einen Ausstieg sprechen.

Wie ich schon in meiner Dezemberkolumne schrieb, ist die Hausse in die Jahre gekommen und mit über sieben Jahren außergewöhnlich lang. Die lockere Notenbankpolitik hat sicher dazu beigetragen. Obwohl die Gewinne der DAX-Unternehmen seit 2010 insgesamt stagnieren, hat der Index in 2015 ein neues All-Time-High erzielt. Vorläufer des letzten Crashs sind wieder im Abwärtstrend: Caterpillar, Alcoa, Sotheby´s und vor allem der USA Transport-Index.

Noch immer waren in den USA im Januar Aktien in Höhe von 447 Mrd. Kredit finanziert. Im Crashjahr 2000 waren es 278 Mrd., in 2007 381 Mrd. Die Stimmung ist nach ca. 15 Prozent Kursverlusten noch immer gut. Aktien sind alternativlos! Es hat ein Hedgefonds-Sterben begonnen. Im letzten Jahr schlossen fast 1.000 Fonds ihre Türen, so viele wie seit 2009 nicht mehr.

Zu einem dramatischen Problem könnte der Derivatemarkt werden. Gemäß der BIZ beträgt das Welt-BIP etwa 63 Billionen Dollar. Der Derivatemarkt ist mehr als zehnmal so groß (etwas 750 Bill.). Solche Summen werden den gesamten Kapitalmarkt destabilisieren. Völlig unverständlich ist mir, dass dieser Markt immer noch sehr intransparent ist. Viele Umsätze werden außerbörslich abgewickelt. Viele Zahlen sind geschätzt! Sie werden nicht in den Bilanzen der Banken ausgewiesen. Die Schweizer CS sollen 51 Bill. in den Büchern haben, die Deutsche Bank 54 Bill. (bei 1,6 Bill. Bilanzsumme). Aufsichtsbehörden und Kontrollorgane werden beruhigt, schließlich gleichen sich Netto (Calls und Puts gegengerechnet) die Risiken aus. Aber wehe am Wochenende passiert etwas Gravierendes, die Teilnehmer können erst am Montag reagieren und/oder ein Gegenpart der Geschäfte (wie damals Lehman Brothers) geht Pleite. Ein Domino-Day könnte blühen. Schon Warren Buffett bezeichnete diese Instrumente als Massenvernichtungswaffe der Finanzindustrie. Die Banken und Kontrollorgane agieren, als hätte es die Pleiten von LTCM, AIG, Fanny Mae und Freddy Mac nie gegeben.

In diesem Jahr weist Gold die beste Performance aus. Will uns der Krisen-Seismograph etwas sagen? Die Bestände der goldhinterlegten ETFs und des Spider Trust (+28,51 Prozent) in USA steigen kräftig. Nun erzielen Spezialinvestments wie Weine, Oldtimer und Kunst Höchstkurse, die zum Teil an Irrsinn grenzen und keinen Werterhaltungssinn konstatieren. Diese Entwicklung war oft Vorbote stark ansteigender Inflation.

Besonders die Beträge im Derivatebereich grenzen an Horror. Sollte das Segment implodieren, ist es nicht mehr beherrschbar. Egal in welchem Monat. Es sollen allein bei Zinsswaps „Wetten“ in Höhe von 320 Bill. existieren. Wenn die Zinsen „unerwartet“ und schnell anziehen, werden sich diese „Absicherungsgeschäfte“ sehr schnell als „Versicherungsbetrug“ herausstellen, weil heute schon klar ist, dass kaum ein Finanzinstitut in der Lage ist, ihrer Verpflichtung nachzukommen. Die Suprimekrise war dann dagegen nur ein Kindertheater. Dabei wollte man doch nach Lehman die Finanzmärkte eingrenzen und kontrollieren.

Aber das Gegenteil ist der Fall: Die globalen Schulden sind weiter angestiegen, der Finanzsektor unkontrollierbar aufgeblasen und damit sind die Risiken für das System um ein Mehrfaches gestiegen. Angeheizt durch die zinslose Liquidität der Notenbanken. Obwohl diese Strategie noch nie Erfolg hatte, wird sie verschärft fortgesetzt. Dies hat dazu geführt, dass den Giganten der Finanzbranche klar ist, dass sie im Notfall mit allen Mitteln (Steuerzahler und Sparer) gerettet werden. Gehen ihre Spekulationen auf, winken den Verantwortlichen (eher Verantwortungslosen) astronomische Boni. Im negativen Fall muss nicht nur die Allgemeinheit die Schieflage bezahlen, die Finanzmärkte werden kollabieren, wenn solche Wahnsinnssummen auf die Börsen treffen.

Denn diese idiotischen Größenordnungen gibt es nicht nur für Zinsen sondern auch als Kreditswaps oder für Aktien, Währungen und Edelmetalle. Zum Beispiel hat eine Unze Gold mehr als 500 mögliche Besitzer. Da die Margen der Spekulation höher sind als die Kreditspannen im traditionellen Kreditgeschäft, fließen die EZB-Gelder (logischerweise) direkt in die Spekulation. Anstatt diesem Trend entgegenzuwirken, werden jetzt sogar die Summen erhöht. Man könnte fast Böswilligkeit unterstellen. Und viele klatschen Beifall. Das haben die Tänzer für die Musiker auf der Titanic auch getan. Bis das erste Glas von Tisch rutschte ...

Wenn man die Gedanken weiterdenkt, müsste ein Berater seinen Kunden raten, einen Teil ihres Vermögens in bar und in Gold- bzw. Silbermünzen oder Barren (bevor die Bargeldbegrenzung Gesetz wird) zuhause in einen Safe zu legen. Damit wäre man mit der Münchner Rück-Versicherung ja auch in bester Gesellschaft. Die Letzten beißen bekanntlich die Hunde.

Autor: Rolf Ehlhardt, Vermögensverwalter,
I.C.M. Independent Capital Management Vermögensberatung Mannheim GmbH

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