Börse Stuttgart expandiert in Europa

Die Börse Stuttgart zählt zu den wichtigsten Handelsplätzen in Deutschland und ist in einigen Segmenten der Marktführer. Auch in Europa will die Börse Stuttgart das Geschäft ausbauen.

2016-01-11 (fw/db) Die Börse Stuttgart setzt ihre Expansionsstrategie in Skandinavien fort. Nach ihrem Markteintritt in Schweden, Finnland und Norwegen führt die zur Börse Stuttgart gehörende Nordic Growth Market (NGM) ab 11. Januar 2016 in Dänemark den Handel mit verbrieften Derivaten ein.

„Dänische Privatanleger waren beim Handel mit Wertpapieren bis jetzt auf eine einzige Aktienbörse angewiesen. Das ist in Europa eine Ausnahme. Aus Norwegen, Schweden und Finnland wissen wir, dass sich Wettbewerb vorteilhaft für Investoren auswirkt“, sagt Tommy Fransson, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung bei der NGM.

Zu Beginn würden in Dänemark die alternativen Anlagelösungen der Commerzbank AG angeboten.

„Wir sehen in Europa den Trend, dass Anleger zunehmend nach alternativen Wertpapieren jenseits von Aktien und Anleihen suchen, und freuen uns, den dänischen Markt nun auch mit Produkten der Commerzbank weiter auszubauen. Damit ist die Commerzbank als einziger Emittent an allen Nordischen Märkten der NGM präsent“, sagt Peter Olsson, Country Manager Dänemark bei der Commerzbank.

Stetige Expansion in Skandinavien

Im Jahr 2008 hat die Börse Stuttgart den schwedischen Handelsplatz Nordic Growth Market übernommen.

„Die Expansion der NGM nach Dänemark ist ein weiterer Meilenstein bei der Erschließung des nordeuropäischen Marktes. Die nordeuropäischen Länder verfügen über hoch entwickelte Finanzmärkte mit einer ausgeprägten Investitionskultur der Privatanleger. Daher spielt der skandinavische Markt eine Schlüsselrolle in unserer internationalen Geschäftsstrategie. Die Entwicklung der Handelsaktivitäten seit 2008 zeigt, dass unser Angebot von den skandinavischen Anlegern sehr gut angenommen wird“, erklärt Ralph Danielski, Geschäftsführer der Börse Stuttgart GmbH.

Bisher hat die NGM in den Ländern Schweden, Finnland und Norwegen den Handel mit verbrieften Derivaten eingeführt. Das Derivatesegment hat sich am skandinavischen Markt inzwischen etabliert. Im vergangenen Jahr 2015 wurden insgesamt erstmals über 12,1 Milliarden Euro umgesetzt. Damit sind die bisherigen Handelsrekorde der letzten Jahre deutlich übertroffen worden.

Allein in Schweden hat sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr mit einer Wachstumsrate von über 91 Prozent nahezu verdoppelt. Auch die Anzahl ausgeführter Kundenorders in Schweden hat 2015 um über 126 Prozent auf rund 2,8 Millionen Orders zugelegt. Der Marktanteil des schwedischen Tochterunternehmens der Börse Stuttgart beträgt beim Handel mit verbrieften Derivaten in Schweden über 82 Prozent.

Dietmar Braun