Zweites Objekt aus Wölbern-Fonds verkauft

Das Objekt Meander 1011, Arnheim / Foto: © Paribus-Gruppe/Urheber Rik Klein Gotink fotografie

Die Paribus Immobilien Assetmanagement GmbH hat die Büroimmobilie Meander 1101 Arnheim erfolgreich verkauft. Damit erhalten die Anleger die Anleger der einst insolvenzbedrohten Fondsgesellschaft immerhin etwas Geld.

Im Jahr 2006 legte das damalige Bankhaus Wölbern den Fonds Wölbern Holland 61 auf, der in die Immobilien Meander 1101 Arnheim und uniceflaan Utrecht investierte. Als der Fonds im Dezember 2013 kurz vor der Insolvenz stand, übernahm die Paribus-Gruppe dessen Assetmanagement. Zu diesem Zeitpunkt war die finanzierende Bank nicht gewillt, das bestehende Darlehen bei einem Loan-to-Value von über 100 % zu verlängern. Sie forderte deshalb das Fondsmanagement dazu auf, beide Fondsobjekte sofort zu verkaufen. Für die Anleger hätte das keine weiteren Mittelrückflüsse bedeutet, der Gesamtmittelrückfluss hätte für die Anleger bei lediglich 72 % gelegen. Die Fondsgeschäftsführung konnte jedoch für die Utrechter Immobilie eine Mietvertragsverlängerung erwirken und somit bei der finanzierenden Bank Zeit für anstehende Vertragsverhandlungen gewinnen. Somit wurde auch die Grundlage für die Ansprache potenzieller Käufer gelegt. Im März 2017 konnte uniceflaan schließlich verkauft werden, wodurch der Kredit vollständig abgelöst und der Fonds als Eigenkapitalfonds ohne drohende Insolvenz weitergeführt werden konnte. „Erst diese gezielten Maßnahmen ermöglichten es, die zweite Immobilie in Arnheim im Bestand des Fonds zu behalten, um sie nun zu einem ansprechenden Preis veräußern zu können“, so Thomas Böcher, Geschäftsführer der Paribus Immobilien Assetmanagement GmbH und der Paribus Holding GmbH & Co. KG, über den Verkauf von Meander 1101 Arnheim. Das Objekt wurde von einem niederländischen Immobilienunternehmen erworben, das antizyklisch Immobilien mit gutem Entwicklungspotenzial kauft. Die Eigentumsübertragung erfolgte bereits zum 1. Oktober 2020. Über den Kaufpreis vereinbarten beiden Parteien Stillschweigen. Die Fondsanleger hatten der Beschlussfassung zum Verkauf mit deutlichen 98,81 % zugestimmt. „In den Kaufpreisverhandlungen haben wir zudem erreicht, dass wir keine der sonst üblichen Garantien oder Gewährleistungen übernehmen mussten. Diese gehen in der Regel mit Kaufpreiseinbehalten einher, die wir auf diese Weise vermeiden konnten. Daher konnte die sofortige Auszahlung des vollständigen Kaufpreises an die Anleger erfolgen, was bei einem Immobilienverkauf nur sehr selten der Fall ist. Unter dem Strich zählt das Ergebnis für die betroffenen Anleger, denen wir somit rund 30 % ihres Eigenkapitals sichern konnten“, erläutert Thomas Böcher.

Anleger erhalten Geld

Durch den Verkauf von Meander 1101 Arnheim erhalten die Anleger einen Rückfluss von 28 %, der Gesamtmittelrückfluss vor Steuern liegt bei 72 %. „Diese Zahlen lassen auf den ersten Blick keine Jubelsprünge vermuten, tatsächlich ist der Fonds aber ein weiteres Beispiel für unser aktives Assetmanagement, das eine Fortführung des notleidenden Fonds aus der Übernahme der Wölbern-Fonds überhaupt erst möglich gemacht hat“, erklärt Thomas Böcher.

Die L-förmig angelegte Büroimmobilie wurde 2006 im verkehrlich gut angebundenen Büropark IJsseloord II im Osten der niederländischen Stadt Arnheim errichtet. Der Südflügel des Gebäudes umfasst fünf, der Nordflügel sieben Obergeschosse. Die Immobilie weist rund 7.057 m² vermietbarer Fläche sowie 250 Pkw-Stellplätze im Außenbereich und der Tiefgarage auf. Seit der Fertigstellung ist der niederländische Wasserversorger Vitens Mieter des Objekts. (ahu)