Zweitbestes Jahr für Logistikimmobilien

Foto: © industrieblick - stock.adobe.com

Das Segment der Industrie- und Logistikimmobilien konnte 2018 das hohe Niveau des Vorjahres nicht halten, hat aber dennoch ein hohes Gewicht auf dem Immobilienmarkt. Vor allem eine Anlegerklasse interessiert sich immer mehr für dieses Segment. Auch in diesem Jahr dürfte der Boom weiter gehen.

Im vergangenen Jahr haben ausländische Investoren per Saldo 1,65 Mrd. Euro mehr in Logistik- und Industrieimmobilien investiert als im Vorjahr. Ohnehin bewegt sich diese Assetklasse auf einem hohen Niveau: So lag ihr Transaktionsvolumen im Jahr 2018 mit knapp 7,5 Mrd. Euro 60 % über dem Fünfjahresschnitt und auf dem zweit höchsten Wert aller Zeiten. Nur im Jahr 2017 lag das Transaktionsvolumen mit 8,7 Mrd. Euro noch höher.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen 2017 und 2018 waren die Top-5-Transaktionen:Diese erreichten im Jahr 2017 einen Wert von 4,57 Mrd. Euro, 2018 waren es mit 2,46 Mrd. Euro nur gut halb so viel. Zu den größten Transaktionen im Markt für Logistik- und Industrieimmobilien zählen der Verkauf des sogenannten Laetitia-Portfolios von Aurelis Real Estate an die Swiss Life. Hier wechselten 32 Gewerbeimmobilien an Standorten in ganz Deutschland den Besitzer. Eine weitere große Transaktion war der Verkauf des Optimus Prime Portfolios durch Beos an Helaba Invest oder der Verkauf eines Logistikportfolios von der Alpha Industrial Holding S.A. an Frasers Property Limited, bei dem mit ca. 500 Mio. Euro der Großteil auf deutsche Immobilien gefallen ist. Allesamt sind es Transaktionen mit Risikoprofil Core Plus, u.a. also in guter bis sehr guter Lage, mit Nutzern guter Bonität, kürzer laufenden Mietverträgen. „Die Industrie- und Unternehmensimmobilien („Light Industrial“) spielten im vergangenen Jahr bei Portfolio-Transaktionen die Hauptrolle. Das ist ein klares Signal für die Bereitschaft der Investoren, großvolumig in diese Assetklasse zu investieren, sofern ein funktionierendes Asset Management Team vorhanden ist oder, im Idealfall, mitgekauft werden kann“, so Willi Weis, Head of Industrial Investment JLL Germany. Laut JLL sind für Investoren bei Logistikimmobilien besonders deren größere Wertsteigerungspotenziale als in anderen Bereichen des Industrieimmobilienmarktes interessant. „Es gab sehr langfristige Mietverträge bei E-commerce-Logistikimmobilien. Amazon und Hermes sind bereit, Verträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren zu unterschreiben. Diese Single Asset Deals liegen bei einem Investitionsvolumen nahe der 100 Mio. Euro und erreichen Nettorenditen von 4 % und leicht darunter“, so weis weiter.

Welcher Bereich an Bedeutung gewann und was für das laufende Jahr erwartet wird, lesen Sie auf Seite 2