Zwei Immobilienarten, zwei unterschiedliche Entwicklungen

Sehr dynamische Entwicklung in Berlin

Mit 630 Mio. Euro erzielte der Berliner Einzelhandelsinvestmentmarkt das höchste Transaktionsvolumen. Gegenüber dem Vorjahreswert bedeutet das eine Steigerung um 91 % Zudem wurde der Mittelwert der vergangenen zehn Jahre um 69 % übertroffen. Auch Düsseldorf (170 Mio. Euro), Frankfurt (160 Mio. Euro) und Köln (90 Mio. Euro) haben sich auf Jahressicht verbessert. In München (220 Mio. Euro), Stuttgart (100 Mio. Euro) und Hamburg (90 Mio. Euro) lag das Transaktionsvolumen des Einzelhandelsinvestmentmarktes hingegen und dem Wert des Vorjahreszeitraums.

Vermehrtes Interesse ausländischer Investoren

Die Entwicklung des deutschen Einzelhandelsimmobilienmarktes weckt auch das Interesse ausländischer Investoren. So liegt deren Anteil mit 49 % 15 Prozentpunkte über dem Durchschnitt über alle Assetklassen hinweg. Auch gegenüber den beiden Vorjahren (2017: 35 %, 2018: 36 %) lag die Quote der nicht-deutschen Investoren in Handelsimmobilien deutlich höher. Ausländische Investoren waren vor allem in Großdeals involviert: So entfielen fünf der sieben größten Transaktionen auf Investoren aus dem Ausland, in erster Linie natürlich der Großdeal durch die österreichische Signa-Gruppe.

Die Untersuchung zeigt auch, dass die Investoren moderat mehr Risiken eingehen. So entfielen zwei Drittel der Transaktionen auf die Risikoklasse Core Plus, die damit Core (30 %) deutlich hinter sich ließ.

Ausdifferenzierung setzt sich fort

Die Spitzenrenditen der Nutzungsarten Shopping Center und Fachmarktzentren bewegten sich um insgesamt 0,5 Prozentpunkte aufeinander zu. So stieg die Rendite der Shopping Center um 0,3 Prozentpunkte auf 4,2 %, während Core Fachmarktzenten 0,2 Prozentpunkte verlor und im Schnitt Renditen von 4,3 % erzielten. Einzelne Fachmärkte bringen Renditen von 5,1 %. Deutlich geringer sind die Renditen bei Geschäftshäusern, die konstant bei 2,87 % lagen. „Bei Einzelhandelsimmobilien setzt sich die seit Jahresende 2018 zu beobachtende Ausdifferenzierung zwischen den einzelnen Segmenten fort“, beobachtet Sandra Ludwig.

Die gute erste Halbzeit stimmt optimistisch für die kommenden Monate: „Für das zweite Halbjahr sehen wir eine Reihe von Portfoliotransaktionen in der Pipeline sowie größere Einzeldeals im Segment Fachmarktzentren und Shopping Center sowie einige Trophy Geschäftshäuser. Daher gehen wir davon aus, dass das Vorjahresvolumen im Segment Einzelhandel mindestens erreicht werden wird“, gibt Sandra Ludwig einen Ausblick auf das restliche Jahr.

Wie sich der Investmentmarkt für Hotelimmobilien entwickelte, lesen Sie auf Seite 3