Zwei Drittel der Vermittler mit Umsatzeinbußen

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Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise verzichten viele Verbraucher aktuell auf den Abschluss von Versicherungen oder stornieren diese. Zu den Leidtragenden gehören auch die Vermittler. Wie sehr, das zeigt eine Studie des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute (BVK).

Für die Erhebung hat der BVK 1.628 Versicherungsvermittler befragt. Von diesen gaben zwei Drittel an, dass sie wegen der Corona-Krise weniger Umsatz erzielen würden als sonst. Dabei lag der durchschnittliche Schwund bei 38 %. Am stärksten vom Rückgang sind Mehrfachvertreter betroffen, bei denen der Umsatz im Schnitt um 43,4 % zurückging. Makler müssen durchschnittliche Einbußen in Höhe von 38,9 % hinnehmen, bei Einfimenvertretern sind es im Schnitt 37,8 %. Zudem verzeichnen nach den Gesamteinnahmen kleinere Vermittlerbetriebe tendenziell größere Umsatzrückgänge als größere Betriebe.

Von den Storni und Vertragskündigungen sind alle Sparten betroffen. Dabei verzeichnen 90 %  der Teilnehmer Rückgänge in den Sparten Leben und Kranken und   47 % der Teilnehmer aus den SHUR-Sparten und knapp 20 %  im Kfz-Bereich.

25 % der Befragten können derzeit nicht absehen, wie sich ihr Umsatz entwickeln wird. Immerhin 11 % mussten bislang keine Rückgänge hinnehmen. Dennoch glauben insgesamt 87 % der Teilnehmer ein schlechteres Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr.

„Diese Daten zeigen, dass auch unser Berufsstand massiv von der Corona-Krise getroffen wurde“, so BVK-Präsident Michael H. Heinz. „Deswegen haben wir auch Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel angeschrieben und gebeten, dass die Versicherungsvermittler ebenfalls bei den Rettungsmaßnahmen der Wirtschaft berücksichtigt werden sollen. Schließlich haben wir für die Absicherung der Bevölkerung einen wichtigen sozialpolitischen Auftrag zu erfüllen.“ (ahu)