Zurich zufrieden mit 2017

Dr. Carsten Schildknecht, Vorstandsvorsitzender Zurich Gruppe Deutschland / Foto: © Zurich Gruppe Deutschland

Die Zurich Gruppe Deutschland hat im vergangenen Jahr Zuwächse in vielen Kennzahlen erzielt. Die Beitragseinnahmen gingen jedoch zurück, was aber zu erwarten war. In Zukunft möchte der Versicherer seine Präsenz in Deutschland noch stärker konzentrieren. Zudem wurden im vergangenen Jahr strategische Partnerschaften weiter gestärkt.

Aus den heute veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2017 geht hervor, dass die Zurich Gruppe Deutschland ihr Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr steigern konnte und dabei auch die eigenen Erwartungen übertraf. „Insgesamt war die Ergebnisentwicklung in 2017 sehr erfreulich. Zurich rüstet sich für die Zukunft und investierte im vergangenen Jahr massiv in zukunftsfähige IT-Systeme, Technologien und neue Produkte, um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen besser Rechnung zu tragen. Gleichzeitig stieg der BOP (Business Operating Profit) gegenüber dem Vorjahr um 52 Millionen Euro auf 366 Millionen Euro (+ 16,6 %). Damit schloss das Betriebsergebnis deutlich über dem Vorjahresergebnis sowie über dem Planwert ab – selbst unter Berücksichtigung von Einmaleffekten“, erläutert Dr. Carsten Schildknecht, seit 1. Februar Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland. „Wir haben hier unsere Hausaufgaben gemacht und Zurich in Deutschland zurück zu einer hohen Profitabilität gebracht. Das war auch ein spezieller Fokus im vergangenen Geschäftsjahr.“

Deutliche Verbesserung bei Schaden/ Kostenquote

Die Zurich Gruppe Deutschland hat im vergangen Jahr ihre kombinierte Schaden/ Kostenquote im Nicht-Leben-Geschäft um 5 Prozentpunkte auf 95,4 % gesenkt. „Unsere Anstrengungen zur Verbesserung der Schadenquote durch ein ertragsorientiertes Underwriting und Schadenmanagement sowie zur Steigerung der Kosteneffizienz haben im vergangenen Jahr Wirkung gezeigt“, erläutert Dr. Carsten Schildknecht. „Diesen Weg werden wir entschlossen fortsetzen.“

Gesunkene Beitragseinnahmen

Im vergangenen Jahr nahm die Zurich Gruppe Deutschland Bruttobeiträge in Höhe von 5,5 Mrd. Euro ein, 7,2 % weniger als im Vorjahr. Der Rückgang von 5 % im Nicht-Leben-Segment, wo 2,3 Mrd. Euro Bruttobeiträge verbucht wurden, war zum Teil die Folge von Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität. „Die erst zum Jahresende sukzessiv eingeführte neue PrivatSchutz Produktlinie konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr noch keine Trendwende bei den Beitragseinnahmen herbeiführen“, erläutert Dr. Schildknecht. Die Zurich PrivatSchutz Produktlinie baut auf der neuen Zurich IT-Infrastruktur auf und ersetzt als zentrales Angebot für Privatkunden das bisherige Bündelprodukt „MultiPlus“. Dass die gebuchten Bruttobeiträge im Lebengeschäft mit 3,2 Mrd. Euro 8,7 % unter dem Vorjahreswert lag, hängt nach Angaben des Versicherers u.a. mit ablaufbedingten Abgängen in der Lebensversicherung sowie dem geplanten weitgehenden Verzicht auf das Einmalbeitragsgeschäft zusammen.

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