Zinsportal Weltsparen: europaweit Tages- und Festgelder anlegen

Foto: © NicoElNino - stock.adobe.com

Die deutschen Sparer leiden seit einigen Jahren unter der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Für Tagesgeld- und Festgeldkonten erhalten sie kaum Zinsen. Die Gründer des Start-ups Weltsparen erkannten die dadurch entstandene Marktlücke: Anleger wünschen sich sichere, aber besser verzinste Tages- und Festgelder. Diese Angebote gibt es jedoch nur im Ausland, das Eröffnen von Konten ist umständlich. Genau in diese Lücke stieß 2013 Weltsparen mit einer eigenen Plattform. Kunden melden sich dort an und können anschließend bei rund 80 Partnerbanken in vielen europäischen Ländern ihr Geld anlegen. Mittlerweile verzeichnet das Unternehmen circa 190.000 Kunden und befindet sich weiter auf Wachstumskurs. Mit ETF-Portfolios und ETF-Sparplänen von Weltsparen erschließt sich der Dienstleister momentan ein neues Geschäftsfeld, das über das Gründungskonzept hinausgeht.

So funktioniert das Prinzip Weltsparen

Das Unternehmen arbeitet europaweit mit Banken zusammen und vermittelt Tages- und Festgeldanlagen. Zugleich kooperiert es in Deutschland mit der Frankfurter MHB Bank. Diese doppelte Partnerschaft ermöglicht den Kunden die einfache Geldanlage im Ausland. Im ersten Schritt melden sie sich auf dem Zinsportal an und eröffnen bei der MHB-Bank ein WeltSpar-Konto. Wie bei allen Banken müssen sie sich dafür per PostIdent oder Video-Ident legitimieren. Im zweiten Schritt überweisen sie Geld auf dieses Verrechnungskonto. Anschließend können sie über das Portal dauerhaft Tages- und Festgeldanlagen bei allen gelisteten Banken vereinbaren. Die Abbuchung des Anlagebetrags erfolgt vom Verrechnungskonto, dort gehen am Laufzeitende auch dieser Betrag plus die Zinsen ein.

Der Clou ist: Sie ersparen sich die Identitätsprüfung bei den einzelnen ausländischen Banken. Als weiterer Pluspunkt kommt hinzu, dass sie die Geldanlagen bei diversen Banken über Weltsparen zentral verwalten. Dieser Service ist kostenlos, weder Weltsparen noch die MHB Bank verlangen Gebühren. Sie finanzieren sich durch die Provisionen, die ihnen die Partnerbanken für die Vermittlung zahlen.

Welches zusätzliches Geschäftsfeld Weltsparen hat, lesen Sie auf Seite 2