Zinsen bleiben, Rohstoffe steigen

Während es für die Rohstoffe hoch hinaus gehen könnte, dürften die Zinsen weiterhin auf niedrigem Niveau verharren. © Laiotz fotolia,com

Umfrage von Universal-Investment zeigt, dass Vermögensverwalter davon ausgehen, dass im nächsten Jahr zwar die Rohstoffpreise, aber nicht die Zinsen steigen werden. Für die deutsche Wirtschaft wird robustes Wachstum erwartet, gleichzeitig dürfte spannend sein, wie sich Donald Trump als Präsident tatsächlich gibt.

Die führenden unabhängigen Vermögensverwalter in Deutschland erwarten, dass die Kurse der wichtigsten Aktienindizes im kommenden Jahr moderat ansteigen. Außerdem gehen sie davon aus, dass die Nullzins-Politik im Euro-Raum anhalten dürfte und es zu Preissteigerungen bei Edelmetallen und Erdöl kommt. Für die deutsche Wirtschaft wird mit robustem Wachstum gerechnet. Den Privatanlegern empfehlen die Anlageexperten, vor allem auf Aktien in Industrienationen zu setzen, besonders aus Deutschland und den Vereinigten Staaten. Dies sind die Kernergebnisse der jährlichen Vermögensverwalter-Umfrage von Universal-Investment. Dabei wurden rund 25 unabhängige Vermögensverwalter befragt, die auf der Publikumsfonds-Plattform von Universal-Investment erfolgreich Fonds mit einem Gesamtvolumen von mehreren Milliarden Euro betreuen.

Auch 2017 moderate Kursanstiege erwartet

Auch wenn die Vermögensverwalter der Meinung sind, dass die Kurse der drei wichtigsten Aktienindizes im nächsten Jahr steigen werde, haben sich die Erwartungen bezüglich der Kursanstiege zum zweiten Mal in Folge abgeschwächt. So erwarten die Experten, dass der DAX im kommenden Jahr um fünf Prozent zunehmen (Basis: Schlusstand vom 12.12.2016) und einen durchschnittlichen Stand von 11.761 Punkten haben wird. Eine Steigerung von knapp vier Prozent erwarten sie vom europäischen Leitindex EuroStoxx 50, den die Vermögensmanager Ende 2017 bei 3.321 Punkten sehen. Im Vorjahr war für diese beiden Indizes jeweils noch ein Zuwachs von über acht Prozent erwartet worden. Deutlich weniger Wachstum wird dem US-amerikanischen S&P 500 zugetraut, den die Vermögensverwalter Ende 2017 bei 2.290 Punkte sehen, ein Plus von 1,5 Prozent. Hier hatte die Prognose für 2016 noch bei einem Plus von fünf Prozent gelegen.

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