Wüstenrot baut einen Campus

Wüstenrot baut Campus
Wüstenrot baut sich in Ludwigsburg einen neuen Campus © dzika_mrowka - Fotolia.com

Wenn eine Bausparkasse Kunden hilft ihre Bau- und Eigenheimträume zu verwirklichen ist das ihr Kerngeschäft. Dass Wüstenrot auch in eigener Sache einen Campus für ihre Mitarbeiter baut macht Sinn.

2016-06-09 (fw/db) Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W AG) setzt die Bündelung ihrer Kompetenzfelder fort. Zum einen wird die Baufinanzierung unter einem gemeinsamen Dach schlagkräftig aufgestellt. Zum anderen baut der Vorsorge-Spezialist den neuen Unternehmens-Campus aus. Diese Pläne für die Zukunft wurden auf der Hauptversammlung der W&W AG präsentiert, die in Ludwigsburg stattfand. Das Neugeschäft, entwickelt sich nach eigenen Angaben – ganz im Sinne des Wachstumsprogramms „W&W@2020“ – positiv. Das Baufinanzierungsgeschäft wird künftig zentral bei der Wüstenrot Bausparkasse AG bearbeitet. Dorthin geben sowohl die Württembergische Lebensversicherung AG als auch die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank die bisherigen Parallelfunktionen ab. Die Bank überträgt zudem auch ihren Baukreditbestand auf die Bausparkasse. Diese nutzt mit dem Vorhaben – das unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsbehörden steht – Optionen, die das neue Bausparkassengesetz bietet. Die Umstellung, die binnen Jahresfrist erfolgen soll, führt zu erheblichen Synergien: Wegfall von Schnittstellen, geringere Abwicklungskosten, IT-Vereinfachungen sowie Kapitalfreisetzungen. Die personellen Auswirkungen sind noch mit den Betriebsräten der betroffenen Gesellschaften zu klären. Die Wüstenrot Bank kann sich damit vollständig auf ihre neue Rolle als digitale Transaktionsbank konzentrieren. Dies betrifft das Girokonto, Kartenservices, die Fondsvermittlung und Online-Aktivitäten.

Neuer Firmen-Campus mit 4.000 modernen Arbeitsplätzen

Die Zusammenlegung von Arbeitsplätzen auf dem Kornwestheimer Firmenareal kommt voran. Der neue W&W-Campus soll in einem weiteren Bauabschnitt bis 2023 fertiggestellt werden. Basis des weiteren Bauabschnitts ist der überarbeitete Campus-Entwurf des Architekturbüros Ortner + Ortner Baukunst. Dieser sieht fünf weitere Bürohäuser mit 2.800 Arbeitsplätzen vor. Zudem soll an der Nordspitze des W&W-Campus statt eines zwölfgeschossigen Turmhauses ein Bürogebäude, basierend auf dem Standard-Grundriss der Campus-Hauseinheiten, entstehen. Dieses wirkt einladend und steht für Transparenz. Die bauliche Öffnung zu einem Innenhof mit mehrgeschossigem Foyer wird dieses Nord-Haus als Eingangsbauwerk ausweisen. Der Baubeginn des zweiten Abschnitts ist für 2018 vorgesehen, in den fünf Folgejahren sollen alle neuen Gebäude sukzessive fertiggestellt und bezogen werden. Die ersten beiden Neubauten sollen pünktlich zum Jahresende 2017 bezugsfertig sein. Das Investitionsvolumen des zweiten Bauabschnitts beträgt rund 280 Millionen Euro, insgesamt fließen rund 410 Millionen Euro in den neuen Campus. Dietmar Braun