Wohnungen in Dresden werden günstiger

Auch im dritten Quartal 2015 steigen die Immobilienpreise in fast allen nördlichen und östlichen Metropolregionen weiter an.

(fw) Das höchste durchschnittliche Preisniveau pro Quadratmeter besteht weiterhin in Hamburg, sowohl bei den Eigentumswohnungen (3.364€/qm) als auch bei Ein- und Zweifamilienhäusern (2.244€/qm). Der stärkste Preisanstieg gegenüber dem Vorjahresquartal zeigt sich bei Apartments in Hannover (+12,44 %) und Berlin
(+11,31 %). In der Hauptstadt sind Wohnungen laut dem aktuellen Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI) Nord/Ost allein innerhalb des dritten Quartals um 4,28 % teurer geworden. Bei den Häusern ist der Anstieg im Vergleich zum Oktober 2014 in Hamburg (+8,67 %) und erneut in Berlin (+9,16 %) am stärksten. In Hannover steigen beide Indexkategorien zum Vorquartal praktisch gleich stark (+2,01 %/+2,00 %). Nur Dresden verzeichnet – zumindest zum Vorquartal – bei Wohnungen einen leichten Preisrückgang (-1,61 %). Währenddessen steigen auch dort die Hauspreise zum Vor- und Vorjahresquartal: um 2,33 bzw. 8,00 %.
Trendindikator ImmobilienpreiseWährend überall sonst die Preise weiter anziehen, scheint sich der Markt für Eigentumswohnungen in Dresden temporär zu entspannen. Nachdem sich der Indexwert zwei Quartale lang nur minimal verändert hatte, reduziert er sich im dritten Quartal von 133,02 um 1,61 % auf 130,88. Zum Vorjahresquartal bleibt jedoch auch bei Appartements in der Landeshauptstadt Sachsens und Umgebung ein Anstieg um 3,28 %. Der Medianpreis für Wohnungen reduziert sich um 24 Euro auf 2.063 €/qm. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser steigen um
2,33 % zum Vorquartal und 8,00 % zum Vorjahresquartal. Der Häuserindex im Florenz an der Elbe klettert um 3,06 Zählerpunkte auf 134,43. Der Medianpreis für Neu- und Altbauten stieg auf 2.007 €/qm.

Dresden

Sebastian Mosch, Inhaber des Dr. Klein Franchise-Büros in Dresden, sieht den partiellen Preisrückgang bei Appartements im dritten Quartal 2015 als eine Momentaufnahme. „Dresden hat in den letzten Jahren einen konstanten Zuzug von allen Altersgruppen erfahren. Nicht nur für Studenten und Familien ist die Region interessant. Zunehmend legen auch ältere Menschen ihren Ruhesitz nach Dresden und schätzen Kultur und Entwicklung der Stadt.“ Ein eigens initiiertes Förderprogramm begünstigt mittlerweile den Bau von altersgerechtem Wohnraum. Auch wirtschaftlich hat sich einiges getan. Seit 2012 stieg das Nettoeinkommen der Haushalte um rund 5 %. Laut einer aktuellen Bürgerumfrage schätzen Dresdener ihre wirtschaftliche Lage gut bis sehr gut ein.

Das wirkt sich auch auf den Immobilienmarkt aus. „Zum Glück besteht in Innenstadt und Speckgürtel noch etwas Potenzial an freien Bauflächen und Wahlmöglichkeiten, die in anderen Metropolen schon längst erschöpft sind. Das hält den Preisdruck noch zurück und dürfte den temporären Preisrückgang begünstigt haben“, erklärt Baufinanzierungs-Spezialist Mosch. Viele der aktuellen Bauprojekte befinden sich jedoch in 1A-Lagen der Altstadt und liegen damit über dem durchschnittlichen Quadratmeterpreis der Region. Hinzu kommt das Wachstum der Bevölkerung. „In einigen Jahren wird sich die Marktsituation komplett gewandelt haben. Bis zum Jahr 2025 benötigt die Stadt mindestens 13.000 neue Wohnungen, um dem Zuzug gerecht zu werden“, so der Dresdner. „Und dabei sind die Auswirkungen der Flüchtlingskrise noch gar nicht mit eingerechnet.“

Im Großraum Hamburg steigen die Wohnungs- und Hauspreise weiter auf hohem Niveau. Eigentumswohnungen verteuern sich zum Vorquartal um 3,07 %, zum Vorjahresquartal um 8,67 %. Ihr Index erhöht sich von 147,56 auf 152,18 Punkte. Der Medianwert steigt auf 3.364 €/qm. Die Preise für Häuser erhöhen sich zum Vorquartal um
2,39 %, zum Vorjahresquartal um 4,67 %. Der Medianwert für Häuser in der Hansestadt liegt nun bei 2.244 €/qm.

Hamburg

Auch in der Metropolregion Berlin steigen die Wohnungspreise: um 4,28 % zum Vorquartal und um 11,31 % im Vergleich zum dritten Quartal 2014. Der Index für Wohnungen klettert auf 154,40, der für Häuser auf 135,26. Eigenheimerwerber zahlen für eine Wohnung in der Hauptstadt durchschnittlich 2.969 €/qm, für ein Haus 2.016 €/qm.

Berlin

In Hannover entwickeln sich die Preise für Apartments zum Vorquartal mit einem Plus von 2,01 % eher verhalten, weisen aber mit einem Anstieg um 12,44 % zum Vorjahresquartal die höchste Steigerung unter den Regionen dieser DTI-Auswertung auf. So klettert der Wohnungsindex auf 143,13. Ein- und Zweifamilienhäuser verteuern sich in der niedersächsischen Landeshauptstadt zum Vorquartal mit einem Plus von 2,00 % praktisch genauso stark wie Wohnungen. Zum Vorjahresquartal ergibt sich eine Steigerung um 4,77 % auf einen Indexwert von 121,09.

Hannover

Über den Dr. Klein Trendindikator Immobilienpreise (DTI)
Dr. Klein hat mit dem DTI erstmals einen quartalsweisen, regionalen Immobilienpreisindex auf der Grundlage tatsächlich gezahlter Kaufpreise entwickelt. Monatlich analysiert der Trendindikator die aktuelle Entwicklung der jeweils im Fokus stehenden Region. Der DTI wird auf Basis einer hedonischen Regressionsanalyse erstellt. Ziel dieser Methode ist es, den reinen Preiseffekt pro betrachtete Periode herauszustellen. Zur Ermittlung des Dr. Klein-Trendindikator Immobilienpreise werden monatliche Transaktionsdaten der EUROPACE-Plattform errechnet. EUROPACE ist der unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland. Rund fünfzehn Prozent aller Immobilienfinanzierungen in Deutschland werden über diesen Marktplatz finanziert. Der DTI basiert auf etwa 35.000 Transaktionen mit einem Volumen von rund 4 Mrd. Euro pro Monat.


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