Wohnen ist überall bezahlbar

Auch in den Metropolen ist die Miete bezahlbar

Erwartungsgemäß ist das Verhältnis zwischen Miet- und Kaufpreisen in den Metropolen oft weniger günstiger. So liegt die Mietbelastung in den Großstädten im Schnitt noch unter der 30 %-Marke, für den Kauf muss in vier der sieben A-Städten jedoch mehr aufgewendet werden. So mussten in München Wohnungskäufer im Schnitt 46,8 %, in Berlin 38,5 %, in Hamburg 34,8 % und in Frankfurt 36,3 % des örtlich verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens aufwenden, um ihr Wohneigentum abzubezahlen. Stuttgart (29,7 %), Köln (27,3 %) und Düsseldorf (27,1) befinden sich hingegen unter der 30 %-Schwelle.

In mehreren Großstädten ist, gemessen an der Einkommensbelastung, der Kauf günstiger als die Miete. Die Differenzen zwischen Miet- und Kaufbelastung sind in Gelsenkirchen, Salzgitter und Herne mit mehr als 2 % Prozentpunkten besonders hoch.

Im Durchschnitt aller Kreise bezahlen die Bürger 13 % ihres verfügbaren Haushaltseinkommens für Miete und 15,7 % für die Finanzierung ihres Eigenheims.

Vermögensaufbau und Altersvorsorge

Eine Kaufentscheidung sollte aber nicht allein vom Verhältnis zwischen Miet- und Kaufpreisen abhängig gemacht werden. Das gilt besonders für eher strukturschwache Regionen und für die Metropolen. „Die persönliche finanzielle Situation und Lebensplanung bleiben die wichtigsten Faktoren bei der Entscheidung für oder gegen die eigenen vier Wände. Auch Zustand, Lage und Wertsteigerungspotenziale des Objekts sollten berücksichtig werden“, erläutert Eva Grunwald.

So kann der Kauf von Wohneigentum im Hinblick auf den Vermögensaufbau und die Alterssicherung auch in Gegenden sinnvoll sein, in denen für die Finanzierung ein höherer Anteil am Haushaltseinkommen als für die Mietzahlung aufgebracht werden muss. Dies gilt vor allem für Regionen mit Wertsteigerungspotenzial. „Unsere Studie gibt wichtige Hinweise, die Kaufinteressierten bei der Abwägung und Entscheidungsfindung helfen können“, so Grunwald abschließt. (ahu)