„Wofür steht noch einmal welches Zertifikat?“

Grüne Immobilien können aber nicht nur die Umweltbilanz und das Image des Unternehmens verbessern, sondern auch die Gesundheit von dessen Mitarbeitern. Weil Green Building Labels zudem etwa den Einsatz von emissionsfreien Materialien im Innenraum fordern oder den Mindestabstand von Raucher-Points zur Immobilie, spielt das Betriebliche Gesundheitsmanagement eine zunehmende Rolle, das auf Themen wie Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern einzahlt. „Am Ende sind diese Zertifikate eine Art unabhängige Qualitätssicherung. Unternehmen wissen, was sie bei LEED- oder BREEAM-zertifizierten Immobilien in puncto Energieverbrauch und Wassereffizienz erwarten können, aber auch mit Blick auf Raumluftqualität oder Mobilitätsangebote,“ so Michael Schwaiger.

Die bekannten und die unbekannten Zertifikate

Für die Zertifizierung von Grünen Immobilien gibt es auf dem Markt viele Label. Allen Maklern im Gewerbeimmobilien-Barometer bekannt ist das LEED. Auch das DGNB und BREEAM (86 %) verfügen über eine große Bekanntheit. Hingegen sind das österreichische Label ÖGNI und das hiesige BNB gerade einmal 43 % der befragten Makler bekannt. Nicht einmal jeder dritte Makler kennt das auf Nachhaltigkeit im Facility Management spezialisierte GEFMA 160: Gerade einmal 29 % der Befragten konnten mit diesem etwas anfangen. „Es ist naheliegend, dass nach Auffassung der Makler die Relevanz in etwa der Bekanntheit der Labels folgt. Absoluter Spitzenreiter ist LEED“, so Michael Schwaiger. Ihm zufolge fehlt es jedoch selbst unter Immobilienfachleuten an Expertise auf diesem Gebiet. So gaben 28,6 % der Befragten an, nicht zu wissen, wofür die verschiedenen Zertifikate im Detail stehen und weitere 14 % attestierten sich selbst „gefährliches Halbwissen“. (ahu)