Wissen schaf(t) Qualität

Robo Secretary statt Robo Advisor

Neben der Risiko-Jagd nach dem schnellen Geld und der Sicherheit des Zins killenden Sparbuches ist die künstliche Intelligenz (KI) der Robo Advisors eine weitere Versuchung für den Investor. Diese Computerprogramme sollen den Vermögensaufbau günstiger und bequemer machen. In Anbetracht der rasanten Entwicklung von KI träumen Spekulanten außerdem von Super-Algorithmen, die astronomische Renditen erwirtschaften. „Bisher bleiben die Ergebnisse jedoch hinter den Erwartungen zurück“, stellt Jurowski fest. „Sobald sich einwandfrei behaupten lässt, dass KI den Markt besser timen kann als der Markt selbst, würde das ja bedeuten, Märkte wären vorhersehbar. Bisher ist es jedoch wissenschaftlich erwiesen, dass das gar nicht möglich ist.“ Auch ABATUS sieht die Aufgabe von KI nicht in einem den Markt übertreffenden Rendite-Tuning, sondern in der effizienten Zuarbeit für den menschlichen Makler: „Sicherlich wird die KI uns helfen, Beratungsprozesse und -abläufe zu optimieren und standardisieren und somit eine verbesserte Dienstleistung für unsere Mandanten zu bieten“, glaubt Krapp. Lösungen dieser Art liefert HonorarKonzept, Servicedienstleister für Honorarberatung in den Bereichen Versicherungen und Finanzen. Hierzu schildert Heiko Reddmann, Geschäftsführer von HonorarKonzept, ein klassisches Szenario: „Wenn ein Berater für eine Altersvorsorge Antragsunterlagen erstellt und zum Kundentermin mitgenommen hat, kann es vorkommen, dass der Kunde im Nachgang nochmals Änderungen wünscht.“ Seine Firma bietet eine smarte Alternative, um dem Berater und dem Kunden Zeit und das nochmalige Versen den und Unterschreiben von Unterlagen zu ersparen. „Diese Problematik haben wir mit einem Nettoversicherer über ein spezielles SMS/TAN-Verfahren gelöst“, erklärt er. „Der Versicherungsantrag und der zugehörige Honorarvertrag können damit elektronisch abgeschlossen werden, ohne dass der Berater zwingend vor Ort sein muss. Dies gilt gleichermaßen für nachträgliche Änderungen.“ KI als Makler-Sekretär ja, als Berater für komplexe Finanz-Strategien nein – darin sind sich ABATUS, CAPRI und HonorarKonzept einig. „Kunden entscheiden sich nicht allein für ein Produkt, sondern auch für denjenigen, der ihnen eine Lösung schafft. Somit können Berater neben Sachverstand auch mit Herz, Empathie, Vertrauen und einem Händedruck überzeugen“, weiß Reddmann.

Der Trumpf der Honorarberatung

Damit eben jener Berater noch bessere Arbeit leisten kann, bietet HonorarKonzept neben Support-Tools auch Seminare und Coachings an. Überraschenderweise sieht Reddmann ausgerechnet in elementaren Bereichen Entwicklungspotenzial: „Fachwissen, speziell zu Produktkosten und Investment-Knowhow, sowie die eigene Geschäftsplanung und -strategie.“ Gerade das Wissen zu Produktkosten könnte laut Reddmann den Kunden überzeugen, „denn in Zeiten niedriger Zinsen wird die Rendite stark durch Kosten beeinflusst. Wenn die Kunden dann den wirtschaftlichen Vorteil eines kostengünstigen Nettoprodukts erkennen, sind sie auch bereit, ein Honorar zu zahlen.“

Die Netto-Botschaft lautet also: Wissen schaf(f)t Qualität in der Honorarberatung. Denn wissenschaftliches und langfristiges Investieren ohne Spekulation oder Sparbuch-Fetisch erwirtschaftet am Ende die besten Renditen. Wer jetzt Lust auf noch mehr Wissen hat, dem sei beispielsweise der Podcast „Wissen schafft Geld“ von Matthias Krapp empfohlen – immerhin Gewinner beim Finanzkongress 2018. Oder die beliebten Veranstaltungen der CAPRI für Investment-Interessierte. Oder das zweitägige Dauerbrenner-Seminar von HonorarKonzept, das dem Vermittler einen kompakten Überblick über die Honorarberatung liefert. (sh)