„Wir haben wichtige Weichen für die Zukunft gestellt“

Torsten Leue - Vorstandsvorsitzender der Talanx AG / Foto: © Talanx

Die Talanx-Gruppe blickt auf ein insgesamt erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Vor allem die Umsetzung einer Unternehmensstrategie verläuft erfolgreich. Für dieses Jahr wird eine deutliche Ergebnissteigerung erwartet.

Im vergangenen Jahr ist die Talanx-Gruppe deutlich gewachsen. So erhöhten sich die Prämieneinnahmen um 6 % auf 34,9 Mio. Euro, um Wechselkurseffekte bereinigt fiel das Plus mit 9 % sogar fast zweistellig aus. Im Privat- und Firmenkundengeschäft werden die Erfolge aus dem „KuRS“-Programm immer deutlich sichtbar. So konnte in diesem Geschäftsbereich der Prämienabrieb nahezu gestoppt werden. Damit liegt dieses Segment weiter deutlich über Plan. Dies wird u.a. an der kombinierten Schaden-/ Kostenquote sichtbar, die wieder unter die wichtige Marke von 100 % fiel: Nach 101,6 % im Vorjahr lag sie 2018 bei 99,3 %. Bereinigt um die 2018 ergebnislastenden Investitionen im Zusammenhang mit „KuRS“ liegt die Quote sogar nur bei 97,1 % (Vorjahr: 98,6 %). Damit stieg das operative Ergebnis signifikant um 43 Mio. Euro auf 180 Mio. Euro. Weil sich die Steuerquote normalisierte und damit erhöhte lag der Beitrag zum Konzernergebnis bei 102 Mio. Euro und damit auf dem Vorjahresniveau. Im Jahr 2017 hatte der Bereich noch signifikant von einem steuerlichen Einmaleffekt profitiert.

Internationales Wachstum

Der Wachstumskurs des Privat- und Firmenkundengeschäfts geschah aber nicht nur in Deutschland. Besonders die Aktivitäten in Polen, Italien und Mexiko trugen dazu bei, dass der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International seinen dynamischen Wachstumskurs fortsetzte und dabei das Ergebnis deutlich steigerte. Zudem ergänzte der Bereich sein Geschäft auch anorganisch, indem in Kolumbien die Generali Colombia Seguros und in der Türkei die Mehrheit an der Liberty Sigorta übernommen wurde. Außerdem wurde in Brasilien mit Banco Santander ein Joint-Venture im Kfz-Versicherungsgeschäft vereinbart, das im dritten Quartal dieses Jahres sein Geschäft aufnehmen soll.

Der Geschäftsbereich Privat- und Firmenversicherung International steigerte seine gebuchten Bruttoprämien um 2 % auf 5,6 Mrd. Euro. Die Steigerung wäre noch viel höher ausgefallen, hätten sich nicht negative Währungseffekte ausgewirkt. Besonders der Wertverlust der türkischen Lira und des brasilianischen Real haben sich negativ auf das Ergebnis ausgewirkt. So lag in der Sachversicherung das wechselkursbereinigte Wachstum bei 10,7 %. In Europa betrug der um Wechselkurseffekte bereinigte Anstieg insgesamt 4 %, in Lateinamerika sogar bei 15 %. Gerade im letzten Quartal machten sich die Wechselkurseffekte deutlich bei den Prämieneinnahmen deutlich. So lagen die Prämieneinnahmen hier mit 1,4 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahr, währungsbereinigt wuchsen sie hingegen um 3 %. Die Combined Ratio im internationalen Privat- und Firmenkundengeschäft stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 94 %. Aufgrund des stabilen Wachstums lag das versicherungstechnische Ergebnis mit 34 Mio. Euro 11 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau. Das Kapitalanlageergebnis erhöhte sich um 5 % und lag bei 79 Mio. Euro. Das EBIT erhöhte sich um 13 Prozent auf 68 Mio. Euro, während der Beitrag zum Konzernergebnis mit 37 Mio. Euro rund ein Drittel über dem Wert des Vorjahresquartals lag.

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