„Wir haben einen riesigen Schritt nach vorn gemacht“

Dr. Carsten Schildknecht, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland / Foto: © Zurich Gruppe Deutschland

Im vergangenen Jahr hat die Zurich Gruppe Deutschland mehrere ihrer Ziele übertroffen, sehr zur Freude des Vorstandsvorsitzenden. Auch konnten negative Trends gestoppt werden. Auch der Strategiewandel ist erfolgreich angelaufen.

Am 1. Februar 2018 hat Dr. Carsten Schildknecht bei der Zurich Gruppe Deutschland den Posten des Vorstandsvorsitzenden übernommen (finanzwelt berichtete). Mit seinem ersten Jahr in dieser Position kann er mit Blick auf die Geschäftszahlen sehr zufrieden sein. „Ich bin mit der Entwicklung im vergangenen Jahr sehr zufrieden. Wir haben einen riesigen Schritt nach vorne gemacht und konkrete Erfolge erzielt. Diese schlagen sich in den guten Geschäftsergebnissen 2018 nieder, die teils sogar über unseren Erwartungen liegen. Auf diesen Erfolgen werden wir weiter aufbauen.“

Operatives Ergebnis über Plan

Die Zurich steigerte den Business Operating Profit (BOP, Zurich Kennzahl für das operative Betriebsergebnis) um 33 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr auf 401 Mio. Euro. Somit lag das Betriebsergebnis deutlich über Plan, was auch mit einer guten operativen Entwicklung sowie Sonder- und Einmaleffekten zurückzuführen ist, u.a. durch eine gute Schadensentwicklung. „Ich bin sehr zufrieden mit der positiven Ergebnisentwicklung der Zurich Gruppe Deutschland in 2018. Nicht nur in unserem Betriebsergebnis lagen wir deutlich über unserem Plan, vor allem haben wir in problematischen Bereichen eine substanzielle Trendumkehr erreicht. Dies ist auf erste erfolgreich umgesetzte Maßnahmen im Rahmen der Weiterentwicklung unserer Unternehmensstrategie zurückzuführen. Wir haben im vergangenen Jahr die richtigen Entscheidungen getroffen, setzen diese konsequent um und finden damit ins Wachstum zurück“, so Carsten Schildknecht.

Combined Ratio weiter gesenkt

Im vergangenen Jahr hat die Zurich eine Combined Ration von 94,3 % erreicht, 1,1 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Damit entfernt sich das Unternehmen weiter vom Marktdurchschnitt von ca. 96 %. „Die sehr gute Schaden-/Kostenquote hat unter anderem zu dem hervorragenden Betriebsergebnis (BOP) beigetragen. Erreicht haben wir dies, indem wir unser ertragsorientiertes Underwriting und effektives Schadenmanagement erfolgreich weiterentwickelt haben“, erläutert Torsten Utecht, Finanzvorstand der Zurich Gruppe Deutschland.

Versicherungsbeiträge steigen wieder

Die Zurich Gruppe Deutschland hat 2018 Versicherungsbeiträge in Höhe von 5,548 Mrd. Euro eingenommen, 0,8 % mehr als im Vorjahr. Mit dieser leichten Steigerung wurde der Trend der beiden Vorjahr gestoppt, in denen die Beiträge um je ca. 7 % sanken. An der Trendumkehr hat das Leben-Geschäft einen wesentlichen Anteil. Sie wurden hier Beiträge in Höhe von 3,229 Mrd. Euro eingenommen, 1,9 % mehr als im Vorjahr. Im Schaden- und Unfallgeschäft gingen die Prämien hingegen um 0,8 % leicht zurück und lagen bei 2,257 Mrd. Euro. Verantwortlich war hierfür vor allem das Motorgeschäft, wo die Prämieneinnahmen um 20 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zurückgingen. Das Non-Motorgeschäft lag mit 1,304 Mrd. Euro knapp über dem Vorjahresniveau von 1,303 Mrd. Euro. „Die Rückgänge im Motorgeschäft sind insbesondere auf eine schwächere Entwicklung bei DA Direkt zurückzuführen. Um diesen Trend umzukehren und DA Direkt wieder auf Wachstum zu bringen, haben wir beschlossen, DA Direkt strategisch neu auszurichten, das Geschäftsmodell auszubauen und in einer eigenständigen Proposition nachhaltig zu stärken. Das Unternehmen wird sich künftig verstärkt an Kunden richten, die selbstgesteuert und preissensitiv agieren und Online-basierte Zugänge präferieren“, erläutert Carsten Schildknecht die Hintergründe.

Auch im für Zurich wichtigen Banken Vertriebskanal konnte Zurich eine positive Trendumkehr erreichen. Hier wurde das Neugeschäft in der Lebensversicherung um 8 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert. In den Jahren zuvor waren hier noch Rückgänge zu verzeichnen.

Sehr positiv entwickelte sich die Zurich Tochter RealGarant. So steigerte das im Segment Garantieversicherung tätige Unternehmen die Prämieneinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 15,8 %.

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