„Wir haben 70 bis 80 % der relevanten Büroimmobilien gesehen“

Thomas Olek, CEO der publity AG / Foto: © publity

Mittlerweile ist die publity AG in Frankfurt und damit mitten im Herzen des deutschen Immobilienmarktes ansässig. Welche Vorteile der neue Standort gerade im Hinblick auf ausländische Investoren hat, warum publity gegenüber Wettbewerbern einen Wissensvorsprung hat und welche ehrgeizigen Ziele das Unternehmen für das laufende Jahr hat, erklärt CEO Thomas Olek im Gespräch mit finanzwelt.

finanzwelt: Herr Olek, wenn Sie aus dem Fenster Ihres Büros ganz oben im Opernturm schauen, liegt Ihnen Frankfurt zu Füßen. Symbolisiert das die Situation von publity?

Thomas Olek: So vermessen, das zu glauben, bin ich nicht. Wir sind ja am Main mit unserem Firmensitz noch Neuling, haben ihn erst vor etwas mehr als einem Jahr von Leipzig nach Frankfurt verlegt. Aber wir haben uns hier sehr gut eingelebt und uns – so denke ich doch – Respekt bei den Platzhirschen der Frankfurter Finanzszene verschafft. Natürlich hat publity ohnehin in den vergangenen rund zwei Jahrzehnten der Firmengeschichte einen signifikanten Teil der Geschäfte auch in Frankfurt gemacht. Aber nachdem wir nun auch mit dem Hauptsitz vor Ort sind, können wir unsere Netzwerke noch besser pflegen. Das gilt natürlich auch für unsere sehr ausgeprägt internationale Investorenklientel, denn nach Frankfurt fliegt man aus Asien oder Amerika schon deutlich schneller und direkter als nach Leipzig. Unsere ausländischen Besucher erfreuen sich am Blick aus unseren Räumlichkeiten über den Dächern der Mainmetropole und das schafft eine angenehme Atmosphäre für geschäftliche Gespräche.

finanzwelt: Diese Gespräche drehen sich immer um ein Thema: Immobilien, genauer Büroimmobilien. Was reizt Sie so an der Asset-Klasse?

Olek: Wir verstehen die Asset-Klasse, man kann damit Geld verdienen und wir wissen, wie das auch nachhaltig funktioniert.

finanzwelt: Das klingt so, als wenn Sie den Stein der Weisen gefunden haben…

Olek: Die Zutaten unseres Erfolgsrezepts sind schnell aufgezählt: Wir verfügen über extrem ausgeprägte Erfahrung, die wir in den vergangenen Jahren bei einer sehr hohen Zahl an Transaktionen mit deutschen Büroimmobilien erworben haben. Dies kombinieren wir mit ausgezeichnetem Dealzugang, der auf unserem tragfähigen Netzwerk und einer umfassenden Datenbank der in Deutschland befindlichen Objekte basiert. Diese Kombination macht uns zu einem gefragten Gesprächspartner für Investoren aus dem In- und Ausland und die Immobilienbranche. Denn publity ist in der aktuellen Marktsituation in der Lage, attraktive Büroimmobilien zu vernünftigen Preisen zu finden, zu kaufen und zu entwickeln. Und verkaufen können wir auch, aber das ist derzeit zugegebenermaßen etwas weniger schwierig.

finanzwelt: Die von Ihnen angesprochene Datenbank klingt fast einzigartig, wie füllt publity sie mit Inhalt?

Olek: Dabei kommt uns unsere ausgeprägte Transaktionserfahrung natürlich sehr zugute. Wir haben in den vergangenen Jahren weit über 600 An- und Verkäufe in Deutschland umgesetzt, eine ungleich höhere Anzahl von Immobilien ist als Exposé mit vielen Daten über unseren Tisch gewandert. Ich glaube, wir haben 70 bis 80 % aller relevanten deutschen Büroimmobilien auf diese Weise gesehen. Wir kennen mithin Flächen, Mieterstruktur, Verträge, Preise und Besonderheiten. Diese Daten werten wir systematisch aus und schaffen damit einen Schatz für publity, der mit Gold kaum aufzuwiegen wäre. Bei den Objekten, die wir noch nicht kennen, scheuen wir vor schlichter Fleißarbeit vor Ort nicht zurück. Unsere Teams machen Fotos, recherchieren und verschaffen sich einen unmittelbaren Eindruck. So komplettieren wir unsere Datenbank stetig.

Wie sich publity von den Wettberbern unterscheidet, lesen Sie auf Seite 2