Wir geben dem Markt das, was er braucht

finanzwelt: Das heißt, Sie haben da völlig freie Hand?

Wreth: Nein, haben wir nicht und wollen wir auch nicht. Wir haben für alle Investitionen, ob kurz-, mittel- oder langfristig prospektierte Mindestrenditen, über die wir auch Nachweis führen. Wir haben uns verpflichtet, die Rendite der Investitionen zu mehreren Stichtagen von einer externen Treuhandgesellschaft überprüfen zu lassen. Unsere bereits getätigten Investitionen im ersten Produkt in Höhe von rund 18 Mio. Euro haben die prospektierte Mindestbruttorendite von 13,5 % um einen ganzen Prozentpunkt übertroffen, sie liegen also aktuell bei 14,5 % im Jahr. Damit sind wir sehr zufrieden und so soll es weitergehen.

finanzwelt: Nun ist das Angebot vom letzten Oktober ja ausplatziert, wie soll es denn weitergehen?

Wreth: Ein Nachfolger ist seit kurzem im Vertrieb. Und besonders der Frühzeichnerbonus erfreut Kunden und Vermittler. Wir haben zusätzlich einen Alternativen Investmentfonds (AIF) geplant, der auch schon bei der Aufsichtsbehörde liegt.

finanzwelt: Es gibt also demnächst zwei Produkte von SOLVIUM, die sich gegenseitig Konkurrenz machen?

Wreth: Es gibt demnächst zwei Produkte für verschiedene Vermittlungsbereiche – 34f Teil 2 und 3. Wir sehen das als Erweiterung, als zusätzliche Wahlmöglichkeit. Wir kleben nicht an Direktinvestments oder an der Namensschuldverschreibung, sondern wir wollen dem Markt geben, was er verlangt. Vertriebspartner und Anleger entscheiden manchmal nach der Verpackung, nach der Strukturierung des Angebots. Es gibt Vermittler, die sich entschlossen haben, ihren Kunden nur Alternative Investmentfonds anzubieten. Bei denen fielen wir früher durchs Raster, obwohl sie unseren Markt bzw. die Assetklasse Logistikequipment durchaus attraktiv finden. Dann gibt es natürlich auch Berater, die zwar Investmentfonds vertreiben dürfen, aber weder Nachrangdarlehen noch Namensschuldverschreibungen, die bisher also ihren Kunden unsere Produkte gar nicht anbieten konnten.

finanzwelt: Wie werden die beiden Produkte sich denn in Sachen Rendite unterscheiden?

Wreth: Vor der Vertriebserlaubnis darf ich das ja nicht sagen, deshalb nur eine allgemeine Antwort: Wir haben uns in den letzten Jahren mit der Rendite immer in einem Korridor zwischen 4,3 und 4,7 % bewegt, die durch verschiedene Boni, zum Beispiel für Frühzeichner oder für eine Verlängerung der Mindestlaufzeit noch um rund 0,5 bis 1 % darüber liegen konnte. Diese Rendite kann nachhaltig erwirtschaftet werden und sie liegt hoch genug, um für viele Anleger attraktiv zu sein. In diesem Bereich werden wir uns auch weiterbewegen. (fw)