Wiener Wohnungsmarkt vor großen Herausforderungen

In ihrer gemeinsamen Marktstudie “Neubau-­Projekte Eigentums-­ und Vorsorgewohnungen in Wien 2016” zählen Standort + Markt und bulwiengesa 21.507 Wohnungen in 394 Neubauprojekten im freifinanzierten Eigentums-­‐ und Vorsorgewohnungssegment.

(fw/rm) Das hohe Bevölkerungswachstum und die steigende Nachfrage nach Wohnraum stellen die Akteure auf dem Wiener Wohnungsmarkt vor große Herausforderungen. Die Projekte sind in die Entwicklungsstadien Planungsphase,  Bauvorbereitung, im Bau sowie Projekt fertiggestellt unterteilt. In den Bauvorhaben wurden ETW- oder Vorsorgeprojekte ab 10 Wohneinheiten und mehr in der Phase zwischen Mai 2015 und Ende 2020 eingebunden. In den Bezirken Donaustadt, Floridsdorf und Liesing herrscht wie in den vergangenen Jahren die höchste Bautätigkeit. “Der Grund dafür ist das besonders starke Bevölkerungswachstum in den Wiener Außenbezirken, was zugleich für eine hohe Nachfrage nach Wohnraum sorgt. Schon seit Jahren wird in diesen Bezirken aufgrund der vergleichsweise noch günstigen Grundstückspreise sowie der größeren Flächenreserven besonders intensiv gebaut.”, erläutert Roman Schwarzenecker, der federführend bei Standort + Markt die Untersuchung leitet. Der rechnerische Durchschnittskaufpreis der ausgewerteten Informationen beträgt in Wien 4.810 Euro/qm, was einem Anstieg von 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. “Die Nachfrage nach Neubauwohnungen in Wien ist besonders stark, was  aufgrund des derzeit begrenzten Angebots zu einem Anstieg der Kaufpreise führt”, ergänzt Kooperationspartner und bulwiengesa-­Vorstand Thomas Voßkamp. Die höchsten Durchschnittspreise wurden in den bevorzugten Wohnlagen Innere Stadt, Wieden, Josefstadt und Döbling dokumentiert. Dagegen werden die niedrigsten Durchschnittspreise in den ehemals stark von der Industrie geprägten Bezirken Simmering, Liesing, Donaustadt und Favoriten erzielt. Zwar wurde in den vergangenen Jahren die Bautätigkeit erhöht, dennoch reicht das aktuelle Fertigstellungs-­‐ volumen nicht aus, um die gestiegene Nachfrage zu bedienen. “Der Wiener Wohnungsmarkt wird haupt-­‐ sächlich von lokalen Akteuren beherrscht, die in den vergangenen Jahren das Projektvolumen deutlich steigern konnten. Dennoch gelten die vergleichsweise teuren Grundstückspreise, die stetig steigenden Erschließungs-­ und Baukosten, städtebauliche Einschränkungen sowie lange Umwidmungs-­‐ und Genehmigungsverfahren als limitierende Faktoren für die Bauträger.”, erklärt Standort + Markt-­Gesellschafter Schwarzenecker. “Mittelfristig bleibt zu hoffen, dass die Bauintensität durch Bauträger für freifinanzierte Wohnungen weiter gesteigert wird, um den Wohnbedarf von ca. 10.500 neuen Wohnungen pro Jahr bis 2035 bedienen zu können.”, resümiert Thomas Voßkamp. www.bulwiengesa.de