Wie viel Geld bekommen die Gläubiger von Heinz Roth?

Viele Gläubiger im Verfahren gegen P&R-Gründer Heinz Roth dürften weitgehend leer ausgehen / Foto: © Jamrooferpix - stock.adobe.com

Das Amtsgericht München hat das Insolvenzverfahren gegen P&R- Gründer Heinz Roth eröffnet. Es geht dabei um eine gigantische Summe, weshalb die Gläubiger nur begrenzte Hoffnungen haben dürfen. Für Roth ist es nicht die einzige juristische Herausforderung.

Im vergangenen Dezember wurde bekannt, dass Heinz Roth, Gründer des insolventen Containerinvestors P&R,  selbst insolvent ist und nicht mehr über die Gegenstände seines Vermögens verfügen darf (finanzwelt berichtete). Am Mittwoch hat nun das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren eröffnet. Miguel Grosser von der Kanzlei JAFFÉ Rechtsanwälte Insolvenzverwalter wurde zum Insolvenzverwalter bestellt.

Eine erste Bestandsaufnahme hat ergeben, dass sich die Verbindlichkeiten auf über 1 Mrd. Euro belaufen. Der Großteil davon beruht auf Forderungen der Insolvenzverwalter der insolventen deutschen P&R Containervermittlungsgesellschaften gegen deren Gründer und langjährigen Geschäftsführer, die auch den Insolvenzantrag gestellt hatten.

Die den Verbindlichkeiten gegenüberstehenden Vermögenswerte reichen laut Einschätzung des Insolvenzverwalters zwar zur Deckung der Verfahrenskosten aus, lassen jedoch allenfalls eine marginale Quote von unter 1 % für die Gläubiger erwarten. Derzeit lässt sich auch noch nicht abschätzen, wie lange das Insolvenzfahren dauern wird. Es wird aber damit gerechnet, dass es sich einige Jahre hinziehen könnte.

Zusätzlich zu dem Insolvenzverfahren muss sich Heinz Roth wegen des Vorwurfs des gewerbsmäßigen Betrugs auch strafrechtlich vor Gericht verantworten. (finanzwelt berichtete) (ahu)

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