Western Asset Management: US-Ökonomie hängt von tiefgreifenden Reformen ab

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Die einstige Supermacht USA ist zurzeit mit einigen Problemen konfrontiert. Um das Wachstum nachhaltig zu stärken, benötigen die USA eine echte strukturelle und wachstumsfördernde Reform der Sozialleistungen und der Steuerpolitik, so die Meinung von Stephen Walsh, CIO von Western Asset Management, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft von Legg Mason.

(fw/ah) Nach Einschätzung von Walsh, bringen die bisher ergriffenen Maßnahmen – einmalige, vorübergehende Steuersenkungen in bestimmten Bereichen – keine langfristigen Wachstumsimpulse. “Für die USA prognostizieren wir in der ersten Jahreshälfte 2012 ein Wachstum von 1-2 %. Die Abwärtsrisiken sind deutlich gestiegen, aber wir erwarten keinen Rückfall in die Rezession. Am wahrscheinlichsten ist nach unserem Dafürhalten eine weitere, wenn auch lediglich schwache Erholung der US- und der Weltkonjunktur”, sagt Stephen Walsh.

Bis zur Wahl im nächsten Jahr und darüber hinaus bis zum Zusammentreten des neuen Kongresses im Januar 2013 bleibt laut Walsh wohl alles mehr oder weniger beim Alten. “Bis sich die Politiker zusammenraufen, vergeht noch viel Zeit, und es darf bezweifelt werden, ob in den kommenden 18 Monaten konkrete Haushaltsmaßnahmen beschlossen werden. Die Märkte fürchten dies, und daher erwarten wir eine lange Zeit mit hoher Unsicherheit für Anleger, selbst wenn sich die Konjunktur erholt und die europäische Schuldenkrise gelöst wird”, erläutert der CIO von Western Asset Management abschließend.

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