Welche Lebensversicherer überzeugen?

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Das VersicherungsJournal hat heute das “Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer” veröffentlicht. Immerhin zwölf Versicherer wurden mindestens sehr gute Leistungen bescheinigt. Eine große Herausforderung für die Lebensversicherer sind weiterhin die niedrigen Zinsen.

Seit nunmehr 25 Jahren veröffentlicht das VersicherungsJournal Lebensversicherungs-Ratings. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Klassik-Rating. Heute erscheint nun der Map-Report Nummer 896 “Klassik-Rating deutscher Lebensversicherer”. Dazu wurden insgesamt 64 Versicherer unter die Lupe genommen.

Acht Mal Bestnote

Gleich acht Versicherer erhielten dabei die Bestnote “mmm” für hervorragende Leistungen. Die Bewertung “mm” für sehr gute Leistungen wurde an vier Versicherer vergeben. Die genau Auflistung der besten Versicherer sehen Sie unten in unserer Bildergalerie.

Zinsen belasten Lebensversicherer

Das niedrige Zinsniveau ist für die Lebensversicherer eine große Belastungen. Dies wird besonders bei den garantierten Leistungen aus Hochrechnungen deutlich. So erzielten die bei Vertragsabschluss garantierten Ablaufleistungen der Kapitallebens-Versicherung (KLV) des Musterfalls bei zwölfjähriger Laufzeit im Durchschnitt noch 13.722 Euro mit einer Beitragsrendite von minus 0,74 %. Nur ein einziger Anbieter kann mit 14.419 Euro noch eine höhere Ablaufleistungen als den eingezahlten Beitrag von 14.400 Euro garantieren.

Nur unwesentlich besser sieht es bei einer Laufzeit von 20 Jahren aus, wo die garantierte Ablaufleistung im Schnitt 23.374 Euro beträgt. Mit einer Rendite von minus 0,29 % liegt sie 726 Euro unter der geleisteten Beitragssumme. Hier weisen immerhin vier Versicherer einen positiven Saldo zwischen Ein- und Auszahlung auf. Ähnlich die Situation bei der 30-jährigen Laufzeit. Wer 36.000 Euro einzahlt, erhält als Garantieleistung lediglich 35.374 Euro. Die Beitragsrendite beträgt hier minus 0,11 %.

Schlechte Zeiten für Rentenversicherung

Auch die garantierten Leistungen in der Rentenversicherung leiden unter den aktuellen Zinsen. Für die Untersuchung wurde angenommen, dass ein 63-jähriger 50.000 Euro zur Sofortrente einzahlt. Dafür erhält er im Durchschnitt eine garantierte Monatsrente von 149,39 Euro. Somit müsste der Kunde mindestens 91 Jahre alt werden, bis er zumindest seinen eingezahlten Beitrag als monatliche Rentenzahlung ausgezahlt bekäme.

Wer eine aufgeschobene Rentenversicherung abschließt, muss im Beispielfall über 29 Jahre warten, bis er die eingezahlten Beiträge als Rente wieder ausgezahlt bekommt. Diese Renten liegen dann aber in der Regel deutlich unter der garantierten Höhe. (ahu)

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