Weiteres Wachstum und mögliche Auszeichnung

Dr. Daniel Bartsch (li.) und Dr. Tim Thabe (re.), Gründer und Vorstände von creditshelf / Foto: © creditshelf

Trotz der historischen Herausforderungen der vergangenen Monate hat creditshelf seinen Wachstumskurs weiter fortgesetzt – und kann sich möglicherweise bald über eine Auszeichnung freuen.

Durch die Corona-Krise sahen sich im ersten Halbjahr 2020 Unternehmen aller Branche mit nie geahnten, geschweige denn gekannten Herausforderungen konfrontiert. Die creditshelf Aktiengesellschaft konnte dennoch ihren Wachstumskurs fortsetzen. So lagen zwischen Anfang Januar und Ende Juni die Umsätze des Frankfurter Mittelstandsfinanzierers mit 2,501 Mio. Euro um 41,6 % über dem Vorjahreswert. Das arrangierte Kreditvolumen übertraf mit 45,635 Mio. Euro den Vorjahreswert um fast 10 Mio. Euro. Durch dieses Wachstum und verbesserte Margen erhöhten sich die Umsatzerlöse aus Kreditnehmergebühren um ca. 542.800 Euro auf 1,695 Mio. Euro, die Umsatzerlöse aus Investorengebühren nahmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ca. 156.700 Euro zu und lagen Ende Juni bei ca. 770.100 Euro. Mit 2,501 Mio. Euro lag der Konzernumsatz im ersten Halbjahr um 41,6 % über dem des Vorjahreszeitraums. Ein wesentlicher Wachstumstreiber war das zweite Quartal, wo mit 34 Mio. Euro ein 80 % höheres Kreditvolumen arrangiert wurde als im Vorjahreszeitraum.

Wachstum kostet Ergebnis

Bei creditshelf sind aber nicht nur die Unternehmenskennzahlen gewachsen, auch die Belegschaft ist nun größer. So beschäftigt das Frankfurter Unternehmen Ende Juni 57 Festangestellte, 16 mehr als ein Jahr zuvor. Damit konnten verschiedene Kompetenzbereiche innerhalb des Unternehmens weiter gestärkt und die Abhängigkeit von externen Dienstleistern weiter reduziert werden. Der Personalaufwand lag Ende Juni mit 3,017 Mio. Euro um ca. 880.000 Euro über dem Vorjahreswert werden. Gesenkt werden konnte hingegen der Marketingaufwand, der trotz einer grundlegenden Stärkung der Performance Marketing-Infrastruktur mit ca. 899.700 Euro ca. 176.800 Euro weniger als der Vorjahreswert betrug. Deutlich mehr wendete creditshelf hingegen für Verkaufsprovisionen auf: Mit 180 Mio. Euro lagen hier die Aufwendungen sechsmal so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Diese erklären sich auch durch den deutlich gestiegenen Beitrag des creditshelf-Partnernetzwerks, zu dem auch die Commerzbank zählen. Hohe und an die Situation angepasste Risikostandards spiegeln sich in einem seit dem 1. Quartal konstanten, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verringerten, Forderungsverzicht wider, der mit 5,8 Mio. Euro gerade einmal ein gutes Siebtel des Vorjahreswertes von 40,5 Mio. Euro betrug. „Unser Investorenportfolio konnten wir durch den erfolgreichen Start des creditshelf Loan Fund weiter diversifizieren. Die nach dem bereits erfolgten First Closing auf bis zu 150 Mio. Euro erweiterbaren Mittel des Fonds stärken durch das Engagement des Europäischen Investitionsfonds den institutionellen Geldgeberkreis auf unserer Plattform weiter und sichern mittelfristig die Refinanzierung. Gemeinsam mit einer stabilen Portfolio Performance in Krisenzeiten ergeben sich so attraktive Rahmenbedingungen für institutionelle Investoren“, erklärt Dr. Daniel Bartsch, Marktvorstand von creditshelf.

Der erhöhte Personalaufwand und die gezielten Aufwendungen zur Stärkung der Markeninfrastruktur, um kommende, im Rahmen der wirtschaftlichen Erholung im deutschen Mittelstand entstehende Finanzierungschancen zu nutzen, haben dafür gesorgt, dass das EBIT mit minus 3,015 Mio. Euro um ca. 233.000 Euro unter dem Vorjahreswert lag.

Wie creditshelf auf das zweit Halbjahr blickt und auf welchen Preis man sich Hoffnung machen kann, lesen Sie auf Seite 2