Wegen Trump: Knip stoppt USA-Expansion

Dennis Just © Knip AG

Das FinTech-Unternehmen Knip sieht wegen des gestrigen Sieges von Donald Trump keine Zukunft mehr als digitaler Makler in den USA und zieht sich deshalb vom dortigen Markt zurück.

 Donald Trump ist noch nicht einmal im Amt, da hat er schon Auswirkungen auf die Wirtschaft: Europas größter digitaler Makler, das FinTech-Unternehmen Knip, stoppt mit sofortiger Wirkung seine Aktivitäten in den USA. Dennis Just, Gründer und CEO der Knip AG erklärt die Entscheidung des Vorstands: „Für investitionsintensive Technologieunternehmen wie Knip sind das politische und wirtschaftliche Umfeld sowie die binnenmarktspezifischen Rahmenbedingungen erfolgskritische Faktoren. Bereits mit der Kandidatur von Donald Trump haben wir unsere Aktivitäten in den USA mit reduziertem Tempo betrieben, da wir die Entwicklung auf dem US-Markt kritisch gesehen haben. Nun haben wir uns schweren Herzens entschlossen, unser Engagement auf dem amerikanischen Markt zu beenden.“

Knip hatte in den USA ein Tochterunternehmen gegründet, das eine App entwickelte, mit der Verbraucher ihre Versicherungen digital verwalten und optimieren können. Mit dem zu erwartenden Politikwechsel in Washington sieht Knip nun keine Zukunft mehr jenseits des Atlantiks: Die mit Obamacare deutlich ausgebaute Krankenversorgung stärkte den Versicherungssektor in den USA. Doch mit dem von Trump angekündigte Rückbau des Sozialsystems verliert dieser amerikanische Markt für Investoren jegliche Attraktivität.“ (ah)

www.knip.de