„Was würden Sie tun, wenn Sie 200 Euro mehr im Monat hätten?“

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Anhand dieser Frage hat die ING-DiBa das Risiko- und Sparverhalten von Männern und Frauen untersucht. Männer erweisen sich dabei als risiko- und ausgabefreudig.

Am Sonntag ist Equal Pay Day: Frauen hätten im Jahr 2017 bis zum 18. März 2018 arbeiten müssen, um dasselbe zu verdienen wie Männer. Anlässlich dieses Tages veröffentlicht die ING-DiBa nun die Ergebnisse einer Umfrage, die in 13 europäischen Ländern durchgeführt wurde. Ursprüngliches Ziel was es herauszufinden, wie die Menschen im Falle der Einführung von sogenanntem “Helikoptergeld” mit dem zusätzlichen Geld verfahren würden. Die erhobenen Ergebnisse lassen aber auch Rückschlüsse über das Risikoverhalten von Frauen und Männern zu. So würden Frauen, die jeden Monat 200 Euro zur freien Verfügung erhalten würden, zu 30,1 % ihr Geld auf einem separaten Konto sparen, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto. So würden auch 20,5 % der Männer verfahren. Jedoch würden 21,1 % der Männer das zusätzliche Geld für “nicht notwendige Ausgaben” verwenden. Doch auch die Investition in Wertpapiere steht bei Männern hoch im Kurs: 14,6 % würden in Aktien und Co. anlegen. Eine Option, die nur 6,7 % der Frauen in Erwägung ziehen.

„Die Ergebnisse zeigen die geringere Risikobereitschaft von Frauen beim Umgang mit Geld“, sagt Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa. „Was in Krisenzeiten eine Tugend war, erweist sich in Zeiten von niedrigen Zinsen und steigenden Aktienkursen als Nachteil. Erst die nächsten Jahre werden zeigen, wer der bessere Anlageexperte ist: Mann oder Frau.“ (ahu)

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