Warum Unsicherheit der Finanzmärkte ein Vorteil sein kann

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Der mögliche Brexit, drängende Fragen in Griechenland, die Wahlen in Spanien und den USA werden in den kommenden Wochen zu erhöhter Volatilität führen. Deshalb bestehen in diesem Umfeld gute Chancen für eine aktive Anlagestrategie, um die Aktienquote aufzustocken. kommentiert Dr. Lars Edler, Co-Chief Investment Officer von Sal. Oppenheim.

Sehr ereignisreiche Wochen liegen vor uns. Im Juni werden die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union (EU) entscheiden. Ein möglicher „Brexit“, also das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU, könnte folgenschwer sein. Zudem stehen in Spanien Neuwahlen an und es gilt, drängende politische Fragen – etwa die Zukunft Griechenlands betreffend – zu klären. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von Themen, die latent für Unbehagen sorgen und die Marktentwicklung immer wieder beeinflussen. Dazu zählt beispielsweise die US-Präsidentschaftswahl, die im November ansteht. Dieses Umfeld spricht für eine erhöhte Volatilität an den Finanzmärkten, was aus unserer Sicht zwar Risiken mit sich bringt, doch auch Chancen für eine aktive Anlagestrategie eröffnet. Im Mai richten wir daher unsere Anlagepolitik etwas chancenorientierter aus, indem wir unsere Aktienquote leicht aufstocken. Da wir nicht mit einem „Brexit“ rechnen, sondern von einem Verbleib der Briten in der EU ausgehen, bauen wir unser Aktienengagement in Großbritannien aus. Dabei setzen wir vor allem auf die Währungskomponente. In den kommenden Wochen könnte sie unserer Einschätzung nach zu einem maßgeblichen Performancetreiber werden. Auch im Rohstoffbereich sehen wir Chancen für eine weitere Erholung und werden entsprechend unsere Positionierung vergrößern.

Autor: Dr. Lars Edler, Co-Chief Investment Officer von Sal. Oppenheim

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