Brexit vor allem europäisches Problem

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Unter einem Brexit dürften vor allem Großbritannien selbst, aber auch die anderen Länder der Europäischen Union – insbesondere Irland – wirtschaftlich leiden. Für Nordamerika, den Nahen Osten und die GUS-Staaten werden kaum Auswirkungen erwartet.

(fw/rm) Dies ist das Ergebnis einer Sonderfrage im Ifo World Economic Survey (WES), die von 762 Experten aus 112 Ländern im Zeitraum vom 1. bis 27. Juli 2016 beantwortet wurde. Nach Ansicht der Experten dürften die kurzfristigen negativen Auswirkungen eines Brexit für die EU15 am größten sein. Mittelfristig (in drei bis fünf Jahren) werden für alle EU-Mitgliedstaaten bremsende Wirkungen für die Wirtschaft erwartet. Für die Commonwealth-Länder (ohne Großbritannien) wird sowohl kurz- als auch mittelfristig mit leicht negativen wirtschaftlichen Auswirkungen gerechnet. Für die meisten Industrie- und Schwellenländer bestehen kaum Unterschiede in den leicht negativen kurz- bis mittelfristigen wirtschaftlichen Auswirkungen in Folge eines Brexit. Dagegen sorgen sich die am wenigsten entwickelten Länder auf mittlere Sicht: Ihre Stimmung ist negativer hinsichtlich der Auswirkungen in den nächsten drei bis fünf Jahren als in diesem Jahr. www.cesifo-group.de